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Überall in der Welt gab es bereits viele Konferenzen auf der Ebene der Religion, Philosophie, Politik und anderer Bereiche. Diese Konferenz jedoch fand auf der Ebene des Menschen statt. Delegierte aus vielen Ländern, die verschiedene Religionen und Kulturen repräsentierten, konnten während der Sitzungen erleben, dass es tatsächlich möglich ist, auf der Ebene des Menschen zusammenzukommen und über Religion, Philosophie, Erziehung, Spiritualität und Politik von einem universalen Blickwinkel aus zu sprechen – eine notwendige Voraussetzung um Lösungen für die Probleme finden zu können, mit denen die Menschheit sich heute konfrontiert sieht. Das Ziel der Konferenz – die grundlegende Einheit des Lebens darzulegen, zu erklären was der Mensch ist und die ursprüngliche spirituelle Basis der Religion zu verdeutlichen – wurde erreicht. Die Teilnehmer kamen in folgenden Punkten zur Übereinstimmung: 1. Der Mensch, der den höchsten Rang in der gesamten Schöpfung einnimmt, ist grundsätzlich überall der gleiche. Alle Menschen werden auf dieselbe Art geboren, empfangen die Gaben der Natur auf die gleiche Weise und werden von derselben Kraft erhalten, die unterschiedlich Gott, das Wort, Naam, Kalma, Shabd, Nada etc. – genannt wird. Alle Menschen sind als Seelen gleich: Gott, den sie verehren, ist einer, sie sind Mitglieder Seiner Familie und so miteinander als Brüder und Schwestern verbunden. 2. Alle erwachten und erleuchteten spirituellen Lehrer, die zu verschiedenen Zeiten und an verschiedenen Orten auf diese Welt kamen, haben überall in ihrer Sprache und auf ihre Art diese unveränderliche Wahrheit hervorgehoben. Sie sagen, dass alle Menschen, ungeachtet ihrer Zugehörigkeit zu bestimmten Gesellschaftsschichten und Religionen, eine Gemeinschaft bilden. 3. Die Konferenz stellt fest, dass dieses Wissen um die Einheit des Menschen, wenn es auch in der Theorie akzeptiert sein mag, die Menschheit als Ganzes bisher nicht wesentlich beeindruckt hat und nicht in die Praxis umgesetzt wird. Dieses Bewusstsein der Einheit ist die dringende Notwendigkeit der Zeit, und es ist untrennbar mit den höheren Werten des Lebens verbunden. Diese ethischen Werte bilden die notwendige Basis für ein Zusammenleben einzelner Menschen und Nationen. Wahrhaftigkeit, Nichtverletzen, Freiheit, Gleichheit, Achtung vor Gott, dem Menschen und der ganzen Schöpfung und die Bereitschaft ihnen zu dienen, sind ewige Werte, die die Menschheit in der Vergangenheit getragen haben und sie auch in Zukunft tragen können. 4. Gott schuf den Menschen und der Mensch schuf die Religionen. Sie wurden geschaffen zur moralischen Erhebung der Menschheit. Die Religion hat einen großen Einfluss auf die menschliche Gesellschaft wie auch auf den einzelnen. Dieser Einfluss kann dem Wohl der Menschheit sehr zugute kommen, denn die Religionen lehren die höheren Werte des Lebens. Alle Religionen haben einen wertvollen Beitrag geleistet, indem sie uns ethische Richtlinien gaben, die die Menschen befähigen, friedlich zusammenzuleben. Wir müssen also einfach nur diese Werte wieder neu beleben und sie in unserem täglichen Leben in die Praxis umsetzen. Wir müssen jedoch zwischen dem inneren und äußeren Aspekt der Religion unterscheiden. Wenn wir unter Religion nur eine Ansammlung von Riten und Ritualen, Dogmen, Glaubenssätzen, Etiketten usw. verstehen, die dem Menschen aufgezwungen werden, führt das zu Fremdheit und Trennung. So entstanden Hass und Fundamentalismus, deren Auswirkungen uns die Geschichte vor Augen führt. 5. In unserer Welt, wo Entfernungen ihre Bedeutung verloren haben und überall Menschen mit verschiedenem kulturellem Hintergrund miteinander leben, müssen wir den inneren Aspekt der Religion erkennen und praktizieren, der in jeder Religion ein und derselbe ist. Wahre Religion ist universal und führt den Menschen zu höherem Bewusstsein, das das höchste Ziel des menschlichen Leben ist. Es ist daher nicht notwendig, dass man seine jeweilige Religion wechselt, wir sollten uns über die äußeren Fesseln erheben. Das richtige Verstehen der Einheit der Menschen – der Bruderschaft der Menschen unter der Vaterschaft Gottes – wird verhindern, dass Ismen und Sekten weiter zunehmen. 6. Unity of Man stellt eine Plattform zur Verfügung, um sich auf der Ebene des Menschen zu begegnen und dieses universale Verstehen zu fördern. Die weltweite Kampagne für die Einheit des Menschen beabsichtigt nicht, das bestehende soziale oder religiöse Gefüge in irgendeiner Weise zu beeinträchtigen. Tatsächlich muss jeder auf seine Weise wie bisher für die Weiterentwicklung der Menschheit arbeiten. Zusätzlich jedoch muss diese Kampagne den Aufruf zur Einheit des Menschen durch alle zur Verfügung stehenden Mittel zu so vielen Menschen wie möglich tragen, damit die Botschaft sich ihren Weg durch die Barrieren von Missverstehen und Misstrauen bahnt und jedes menschliche Herz beeindrucken kann. Weiter darf dieser Einsatz nicht durch intellektuelles Ringen geschehen, sondern muss von dem besten Wunsch und Bestreben getragen sein, die Einheit des Menschen in die Praxis umzusetzen, damit sie zu einer lebendigen Kraft wird. Die Methode der Verbreitung muss weit mehr die der Selbstdisziplin und des Beispiels sein als die der bloßen Erklärungen und Aufrufe. Weitere Schritte: – weitere Konferenzen, Treffen und Vorträge zum Thema "Einheit des Menschen" zu organisieren – an führende Persönlichkeiten der Politik, des sozialen Lebens und der Religion heranzutreten, und ihnen ihre Verantwortung für die Entwicklung des Menschen und den Dienst am Menschen bewusst zu machen – die Idee der Einheit des Menschen durch Massenmedien wie Fernsehen, Rundfunk und Presse zu verbreiten – das Ideal der Einheit in allen Bereichen des menschlichen Lebens wie Erziehung, Politik, Religion und anderen einzubringen Unity of Man, Kirpal Sagar, 6. Februar 1994
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