| Seine Gebote befolgen |
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Wenn ihr nach Seinen Worten lebt, was steht dann noch zwischen euch und dem Meister? Der Diener wird zum Meister. Sevar wird Swami. Der Gurmukh wird ein Guru. Wie (aber) ist es? Wir halten die Gebote nicht ein. "Wenn ihr mich liebt, dann haltet meine Gebote." Kirpal Singh Wie ein Tier im Besitz seines Herrn keine Wahl hat, so ist die Beziehung des Gurmukhs zu seinem Meister. Ob in der physischen Gegenwart des Meisters oder in Seiner Abwesenheit, seine Hingabe ist immer voll Ehrfurcht und Respekt für seinen Meister. Immer spürt er Seine Anwesenheit. Hingabe und Verantwortung haben sein Leben einem Spiegel gleich gemacht; und in dem, der mit Aufmerksamkeit hineinblickt, spiegelt sich das Leben des Gurmukhs. * Der Gurmukh erinnert sich an Gottes Schöpfungstag, und für ihn besteht die Trennung von diesem Moment an. Jeder Augenblick seines Lebens geht über die Barrieren des Angenehmen oder Unangenehmen hinaus. Er wurde sich der Verbindung mit dem Einen, der ihn hierher sandte, gewahr, und nun ist Er der Eine, von dem der Gurmukh vollständig abhängig ist. Seine Augen glauben an niemanden und haben an niemand anderem Interesse, außer an dem Einen. In Ihm sieht er die Wohnstatt der Einheit.* Ohne ein Opfer hat man nichts in der Hand. Das Leben des Gurmukhs ist ein lebendiges Beispiel verschiedener, lebenslanger Opfer für seinen Meister. Seine Gedanken zu opfern nimmt die höchste Stelle in seinem Leben ein. Durch Lernen und sich Sehnen erlangte er von seinem Meister Tugenden. Diese Tugenden wirken auf andere durch sein physisches Dasein. * Sein Meister hat im Gurmukh den Sinn für "Sich- in-Szene-Setzen" vernichtet. Was bleibt, ist der Sinn für Treue zu seinem Meister und der Sinn für Gottesfurcht. Niemals lässt er den Wunsch aufkommen, mit seinem astralen und kausalen Sehvermögen irgendetwas sehen oder erfahren zu wollen. Wenn er im Inneren oder Äußeren die Freude erlebt, mit Seinem Meister zusammen zu sein, übersteigt dieses Gefühl alle Grenzen. Sein Glaube, seine Liebe, seine Hingabe und seine Empfänglichkeit haben ihn zu einem Sklaven seines Meisters gemacht, und das erlaubt ihm nicht, sich von dem heiligen Anblick seines Meisters zu entfernen. Sein atemberaubender Gehorsam gegenüber seinem Meister dient der ganz verborgenen und heiligen Sache des Meisters.* Nichts ist verborgen oder offenbar, denn beides verlangt Unterscheidung. Was auch geschieht, berührt den Gurmukh sofort und wird sofort an seinen Meister weitergegeben. Der Gurmukh wünscht und betet zu seinem Meister, dass alles, was andere brauchen, ihnen direkt gegeben werden möge. Der Gurmukh mag davon wissen oder auch nicht, denn sein Stand ist der eines geborgten Dieners seines Meisters.* Er hat ein geduldiges Wesen und wird niemals heftig oder verletzend; trotz großer Schwierigkeiten in seinem Leben bleibt er empfänglich für die Sache seines Meisters. Auf dem Spielfeld von Ursache und Wirkung verteidigt er die Sache des Meisters immer liebevoll, respektvoll und ergeben.* In seinem physischen Körper ist er der geborgte Diener seines Meisters. Seine Stellung ändert sich auch nicht nach dem Verlassen seines physischen Körpers. Er bleibt bei seinem Meister und wird immer bei seinem Meister bleiben, um Ihm auf dieselbe Art zu dienen. Die Liebe seines Meisters bedeutet freier Wille, der ihn bindet wie eine Seidenraupe im Kokon (gebunden ist). Er dient der Mission des Meisters, indem er all seine Wünsche opfert. Die Aufrichtigkeit und der Gehorsam seinem Meister gegenüber überrascht die übernatürlichen Kräfte. Im bewussten Mitarbeiter am göttlichen Plan zeigen sich die verschiedenen Fähigkeiten, mit denen sein Meister ihn segnete.* Er respektiert alle gleichermaßen, ob hoch oder niedrig, bettelarm oder reich, denn niemals würde er die Essenz der Liebe, mit der sein Meister ihn segnete, verlieren. Ibrahim Adham, der ergebene Schüler von Kabir, brachte einen Sklaven mit und fragte den Sklaven, was er gerne essen würde, wo er gerne schlafen würde und welche Art Kleidung er gerne tragen würde. Er tat es von Herzen, ohne an seine hohe Stellung zu denken. Der Sklave antwortete, dass es an ihm liegen würde, was er ihm zu essen gäbe, wo er ihn schlafen ließe oder welche Kleidung er tragen solle. Dies versetzte Ibrahim Adhams Herzen einen Schlag, denn es wurde ihm bewusst, dass er selbst noch nicht zu einem solchen Sklaven seines Meisters geworden war. So kam ein großer Wandel in sein Leben.* Da er der geborgte Diener Gottes ist, würde er nie (eine Arbeit) nicht tun oder erklären, dass er nicht in der Lage sei, eine Arbeit auszuführen. Sein liebevolles und beständiges Denken, den Anweisungen seines Meisters untergeordnet zu bleiben, gefällt seinem Meister, der ihn mit der immer stärker werdenden Ausstrahlung Seines Mitgefühls segnet. Der Geist des Gurmukhs ist heilig, ein heiliger Botschafter, der an der Türschwelle seines Meisters steht, um auf Seine neuen Anweisungen zu warten.* Der Gurmukh sieht seine Verantwortung und Pflicht durch den klaren Spiegel, den sein Meister angebracht hat, und dementsprechend führt er die Arbeit aus. Er muss den Spiegel klar und rein halten, um ohne Unterbrechung weiter arbeiten zu können.Der, dessen Spiegel in hundert Stücke zerbrochen ist, sieht seine Arbeit in hunderte Formen zersplittert. Der Gurmukh sieht seine Arbeit in einer Gesamtheit und erledigt sie auf eine Art und in einer Meinung. * Das innere Leben des Gurmukhs hat viele verschiedene Phasen. Während der Meister sich um ihn kümmert und ihn segnet, verrichtet er alle Arbeiten, die ihm auf der physischen, astralen und kausalen Ebene anvertraut wurden. Auf der physischen Ebene unterscheidet er zwischen Verdiensten und Schwächen. In der astralen Ebene zermalmt er die Schwächen und wandelt sie in Verdienste um. Um der Gnade seines Meisters willen, zermalmt er in der kausalen Ebene die Verdienste und legt sie zu den heiligen Füßen seines Meisters nieder. Er bewirkt, dass die, die es verdienen, und die empfänglich sind, laufend mit Liebe zu den Menschen versorgt werden.* Er führt Seine Arbeit in liebevoller Erinnerung an Ihn aus und während er arbeitet, übergibt er die getane Arbeit dem Wunsch und der Gnade seines Meisters. Nie würde er die Frucht von irgend etwas, was er getan hat, für sich beanspruchen; sein ganzes Leben lang gehen die Früchte seiner Arbeit direkt an seinen Meister.* Solange man ziellos in der Welt umherwandert, tut man weiter nichts Gutes. Manchmal begehen solche Menschen schlechte Taten und verfehlen das Ziel im Leben. Ein Gurmukh verschwendet nicht seine Zeit. Wenn er aus irgendeinem Grund wegen etwas anderem als der Arbeit seines Meisters stehen bleiben muss, bereut er es und vermeidet solche Dinge in seinem weiteren Leben. Da er nur die Arbeit seines Meisters kennt, sind Zeitverschwendung und leeres Gerede für ihn eine Sünde.* In der gesamten Schöpfung gibt es bestimmte Taten, die ein bewusster Mitarbeiter am göttlichen Plan für seinen Meister tun muss. Wenn er sie bewältigt und vollendet hat, vervielfacht sich die Arbeit für seinen Meister und er kann nicht mehr getrennt davon leben.* Der Gurmukh möchte viel mehr vollenden, als von ihm erwartet wird. Wenn er keine Arbeit findet, erhebt er sich durch die Gnade seines Meisters und verrichtet die Arbeit auf der Astralebene, mit der sein Meister ihn gesegnet hat. In Wirklichkeit ist es das Ziel des Gurmukhs, sich (nach innen) zu erheben, um die Wurzeln der Rückwirkungen, die die Menschen an die Seelenwanderung binden, zu durchtrennen. Er ist niemals mehr als ein pflichtgebundener Arbeiter, der die Anordnungen seines Meisters erfüllt.* Darüber nachzudenken, was möglich oder unmöglich ist, ist nicht die Aufgabe des Gurmukhs. Er beginnt zu arbeiten und lässt keine Arbeit unvollendet zurück. Die Anweisungen seines Meisters berühren nicht seinen Intellekt, sondern lassen sich in seinem Herzen nieder. Wenn der Gurmukh es von der Ebene des Intellekts aus betrachten würde, wäre er selbst überrascht, wie er eine solche Arbeit hätte vollenden können.* Die Arbeit (die jemand tut) entspricht den Neigungen und Abneigungen, und es gibt Menschen mit verschiedenen Neigungen. Die Arbeit des Gurmukhs entspricht dem Wunsch seines Meisters und ändert sich nicht. Die Gefühle von Zuneigung und Abneigung sind vorübergehend, der Gurmukh steht über diesen Gefühlen.* Das physische Leben des Gurmukhs ist sehr aktiv. Er wird selten krank. Manchmal ist er aus Hingabe an seinen Meister und aus Mitgefühl für die anderen (von einer Krankheit) betroffen. Es trifft ihn sehr, wenn er seinen Meister auf den höheren Ebenen arbeiten und gegen die negative Kraft kämpfen sieht aufgrund der Rückwirkungen von dem, was Menschen gegen die Menschheit tun. Was gegen die Menschheit ist, ist gegen den Meister. Sein Gurmukh ist ständig damit beschäftigt, für die Menschheit Gutes zu tun. Was gegen die Menschheit gerichtet ist, ist auch gegen die positive Kraft gerichtet.* Der Meister strahlt Seine liebevollen Gefühle für die Menschheit durch Seinen Gurmukh aus. Durch den Gurmukh wird die Wirkung dieser Liebe verstärkt und in viele, viele Herzen übertragen. Die Arbeit des Gurmukhs ist vergleichbar mit der eines Transformators. Selbst ein wenig Aufmerksamkeit seines Meisters wird vom Gurmukh auf die größtmögliche Weise genützt.* In der ewigen Glückseligkeit seines Meisters ist der große Wunsch des Gurmukhs eingeschlossen und bereichert sein Herz mit immerwährendem Glück. Er wird zu einer Persönlichkeit, (erfüllt mit) allen edlen Bestrebungen des Lebens. Wer ständig mit dem Gurmukh zusammenarbeitet, erhält alle Gaben seines Lebens. Beide verstehen einander und ihren Meister, ihre Arbeit und ihre Verantwortlichkeiten. Es gibt immer edle Seelen, die diesen hohen Ansprüchen genügen, ohne einen Gurmukh aber ist es schwierig ihre Dienste zu nützen. Es ist der Gurmukh, der viele Menschen in den Schoss seines Meisters bringt.* Der Gurmukh handelt und tut Seine Arbeit in dieser Welt, indem er sich mit jedem Atemzug an seinen Meister erinnert. Er stärkt seine positive Lebensweise, indem er am Wasser des Lebens nippt, mit dem ihn sein Meister segnet durch alles, was er tut. Das Leben des Sohnes ist im Leben des Vaters beheimatet. Somit ist der Glaube des Sohnes geheiligt, und der Glaube des Meisters lebt im Herzen des Sohnes und ersetzt das (intellektuelle) Denken.* Was den selbstlosen Dienst betrifft, zwingt der Gurmukh niemanden, etwas auf diese oder jene Weise zu machen. Wenn andere arbeiten, ist er damit beschäftigt, Simran zu üben. Allein durch seine Aufmerksamkeit hilft er anderen, die Arbeit so zu vollenden, wie sein Meister es wünscht, denn wenn die Arbeit auf der Ebene von Gemüt und Wünschen getan wird, kommt sie dem Meister nicht zugute. Der Mensch, der so arbeitet, ist wie ein Wasserglas, das über den Krug gehalten wird statt darunter. * Er akzeptiert kein Leben ohne Seine Arbeit. (Sein Leben ist Seine Arbeit.) Für ihn gilt: Nur das höhere Bewusstsein kann sein Bewusstsein beeinflussen. Wenn er einmal etwas entschieden und akzeptiert hat, möchte er diese Entscheidung nicht mehr rückgängig machen. Für ihn liegt in Seiner Arbeit die wahre Lebensweise und Leben in Fülle. Er fand den einfachen Zugang zu Liebe, Zufriedenheit und Hingabe an seinen Meister. Er lebte und arbeitete für Ihn und lernte so, dass ihn das Leichteste und Einfachste immer empfänglicher und hingebungsvoller machte. Er zieht diese Lebensweise vor, da sie ganz praktisch anwendbar ist und machtvoll in sich selbst. Viele heilige Schriften sprechen davon, aber indem man danach lebt und handelt, verleiht das diesen heiligen Schriften weitere Schönheit und Zauber. Handelt man nicht in Ihm, leidet man an der Dualität. * Wenn der Gurmukh eine neue Aufgabe, die er von seinem Meister erhalten hat, aufnimmt, prüft er sie sehr genau und in jeder Hinsicht. Dabei wird er nicht emotional, denn sonst müsste er die Konsequenzen, die sich auf weltlichem Wege daraus ergeben, auf sich nehmen. * Wenn der Meister eine Entscheidung bestätigt hat, die dann umzusetzen ist, hält der Gurmukh an dieser Entscheidung fest, auch wenn er vielleicht die Schwierigkeiten, die sich ihm bei der Umsetzung entgegenstellen, auf seine eigenen Schultern nehmen muss.* Wer Seinen Anweisungen folgt, ist der Gesegnete, und nur wer dient, wird weiterhin mit Seiner Gnade gesegnet. Ohne den Anweisungen zu gehorchen ist die Gnade nicht möglich. Die Gnade, die man verdient, indem man Seine Arbeit verrichtet, ist die allergrößte und sie wirkt wundervoll, wenn sie einer Seele mitgegeben wird, um sie auf die ewige Reise zu führen. Es ist das wahre Erbe, das der bewusste Mitarbeiter am göttlichen Plan vervielfacht hat, indem er es verteilte. * Sein Verstand ist ganz mit den verschiedenen Aufgaben und Verantwortlichkeiten beschäftigt. So hat er keine Zeit, einem anderen Weg zu folgen als dem, mit dem ihn Meister gesegnet hat. * Immer befolgt er die Anweisungen seines Meisters. Seine Anweisung ist für ihn Licht und Leben. Sein ganzes Leben lang lehrt er andere die eigentliche Kunst des Lebens, und mit dem Licht hilft er ihnen, das Rätsel des Lebens zu lösen. * Niemals vergisst er das sehr klare Wort seines Meisters. Er bewahrt es auf an alleroberster Stelle im Reservoir seines Denkens ohne Gedanken. * Sein Herz ist frei von Zwiespältigkeit; in ihm ist kein Platz für Dualität. Niemals behält er schlechte Gefühle, ungelöste Probleme und Verführungen anderer in seinem Herzen. Er hält sich selbst klar, rein und frei für die Anweisungen seines Meisters. * Dasselbe, was im Herzen des Meisters ist, steht auch auf des Gurmukhs endlosen Seiten des Lebens geschrieben. Manchmal schließt er seine Augen und liest die Anweisungen seines Meisters und vergleicht die Unverfälschtheit seiner Arbeit mit dem Original. Seine Freude kennt keine Grenzen, wenn er sieht, wie exakt seine Arbeit war. Er dankt dem Meister und lässt es Ihm zugute kommen, indem er dieses Kapitel abschließt und es für immer vergisst. Niemals würde er glauben, dass er diese Arbeiten ohne die Gnade seines Meisters hätte ausführen können. |