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Familienleben

Haltet eure Bindungen so gering wie möglich. Ihr habt in diesen Beziehungen, die Gott euch entsprechend eurem Karma gegeben hat, bestimmte Aufgaben zu erfüllen; sie sind die Rückwirkungen vergangener Handlungen. Daraus ergeben sich die verwandtschaftlichen Verbindungen als Ehefrau, Ehemann, Kind, Freund und so fort. Gebt ihnen, was auch immer notwendig ist; zahlt eure Schulden zurück. Dient allen  denn Gott ist in jedem Menschen und vergesst nicht den Allmächtigen – Ihn, der alles Leben erhält.

                                                                                              Kirpal Singh

 

Nicht sein Besitz, seine Freunde und Verwandten oder eine vorteilhafte Umgebung machen die Größe, das Gute des Gurmukh aus, sondern wie er diese Verbindungen zugunsten seines Meisters entwickelt hat. (Normalerweise hält sich der Mensch für gut, weil er etwas besitzt und etwas für seine Verwandten und Bekannten getan hat, der Gurmukh aber entwickelt alle, die mit ihm in Verbindung sind, und bringt sie in die Obhut seines Meisters zurück.) Das ist sein wirklicher Reichtum und das Erbe, das er wiederum seinem Meister zurückbezahlt.

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Die Verbindung zwischen Mann und Frau in der Ehe dient dazu, sich zu bewussten Mitarbeitern am Göttlichen Plan zu entwickeln und auch ihren Kindern in dieser Hinsicht zu helfen. Verlieren sie jedoch ihren Glauben wegen weltlicher Wünsche und Ansprüche, bleiben sie von einem wahrhaftigen Leben und der wirklichen Beziehung zwischen Mann und Frau und den Kindern weit entfernt. Das Ergebnis ist, dass alles durcheinander gerät und man sich falsch verhält, es mangelt an Vertrauen zueinander, und daraus entstehen wiederum psychische Probleme und so weiter.

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Der Gurmukh erbittet von seinem Meister nichts für seine Freunde und Verwandten, sondern entwickelt sie durch das richtige Verstehen. Beiden Partnern liegt viel daran, sich gegenseitig zu entwickeln. Er glaubt nicht an das Anhäufen von Schätzen, sondern daran, für die Mission seines Meisters zu geben.

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Trotz aller Pflichten, die ihm sein Meister anvertraute, lebt er von seinem eigenen, hart verdienten Geld. Er sorgt für seine Familie und deren Bedürfnisse im Rahmen seiner Möglichkeiten und geht nicht über die Grenzen und die Notwendigkeiten, hinaus (die Meister für ein spirituelles Leben festlegt). Er lebt nicht vom Geld anderer, sondern teilt mit anderen.

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Durch die unsichtbare Hand Gottes werden zwei Menschen zusammengeführt. Wen Gott verbunden hat, soll keine weltliche Macht trennen. Ihr seid (wie) eine Seele in zwei Körpern. Seid wie das Licht einer Kerze, seid dasselbe Licht in zwei Formen. Wenn einer etwas gefragt wird, sollten beide dieselbe Antwort geben. Das ist nur jenen möglich, deren Herzen eins sind. Diese wunderschöne Verbindung auf der physischen Ebene ist jedoch nur ein Abglanz der höheren Vereinigung, der immerwährenden Ehe zwischen der Seele und Gott.

                                                                                              Kirpal Singh

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Wenn das Familienoberhaupt den Lebensunterhalt auf unehrliche Art und Weise verdient, werden die, mit denen er dieses Geld teilt, weltlich, und die Rückwirkungen, die daraus entstehen, treffen den, der das Geld verdient hat. Der Gurmukh ist das lebendige Beispiel für ein gottesfürchtiges Leben in dieser Welt. Er schließt in dieser Welt einen guten Handel ab und hilft anderen, die Schulden ihrer alten Karmas zu begleichen.

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In seinem Privat- und Familienleben nimmt er die wahre Lebensweise an. Das bedeutet, er geht in seinem Leben nicht über die Notwendigkeiten hinaus. Wenn die Aufmerksamkeit auf mehr als das Notwendige gerichtet ist, hat das Rückwirkungen zur Folge. Er nützt also das richtige Verstehen, mit dem er von seinem Meister gesegnet wurde, aufs Beste, um auch seine Familienmitglieder auf diese Weise zu entwickeln. Wenn das richtige Verstehen in seiner Familie mehr und mehr zunimmt, ist sie mit vielfachem Glück gesegnet. Ein solches Zuhause erfüllt den Wunsch seines Meisters auf vollkommene Weise.