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Rückwirkungen und Karmas


In der Gemeinschaft eines Gurmukh kann man das Spiel des Lebens gewinnen und als Gewinner nach Hause zurückkehren. Wer unglücklicherweise nie einem Gurmukh begegnete, wiederholt Runde um Runde den ewig währenden Kreislauf von Geburt und Tod.

                                                               Kirpal Singh

 

Zur Zeit der Initiation verbrennt der Meister die alten Karmas mit dem Feuer des Wortes und macht den Schüler frei von den uralten Rückwirkungen. Dann zieht Er eine Grenzlinie für die Zukunft. Im Goldenen Zeitalter werden viele Zugeständnisse zurückgenommen, und der Schüler muss sehr bewusst sein. Wenn man eine (nicht positive) Handlung ausführt, wird man sofort durch die Rückwirkung gebunden, und durch die Rückwirkung wird man wieder an Vergangenheit und Zukunft gebunden. Obwohl es ein gewisses Zugeständnis für den gibt, der für Ihn lebt und arbeitet, muss er dennoch, entsprechend der Art der Handlung, die Auswirkung ertragen, entweder körperlich, psychisch oder durch die Lebensumstände zu Hause oder was seine häuslichen Angelegenheiten betrifft.

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Die Gewohnheiten und die Lebensweise der Menschen unterscheidet sich von einem zum anderen entsprechend dem Pralabdh Karma. Manchmal müssen sie weinen oder werden emotional, oder sie sind glücklich und voller Freude. Das liegt daran, dass ihr Leben in einem unausgeglichenen Zustand ist – es sind nur Gefühle und Emotionen. Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Bewussten Mitarbeiters am Göttlichen Plan sind festgelegt, vorherbestimmt und im großen Wunsch Seines Meisters aufgegangen. Für ihn gibt es weder Vergangenheit, Gegenwart noch Zukunft.

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Das Karma kann man verbrennen, aber woher das Feuer nehmen? Euer eigenes Feuer, das euch zur Verfügung steht, hat die Karmas verfestigt, schwer (wie Blei) behindern sie jetzt euren Weg, der zum Bewusstsein führt. Das Feuer, das ihr braucht, hat die Fähigkeit die Karmas zu verbrennen und sie (wie Asche im Wind) davon zu blasen. Der Gurmukh handelt, ohne der Handelnde zu sein, bewusst durchschreitet er sowohl schmale als auch breite Wege.

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Unwissende Menschen glauben an Ursache und Wirkung. Der Gurmukh aber nimmt beide und vergräbt sie an ihrem Ursprungsort. Die edlen und positiven Gedanken des Gurmukh tragen volles Bewusstsein in sich und sind unbeeinflusst von Gemüt und Materie der drei Welten und verursachen so keine Rückwirkung. Das Handeln verliert sich bei der Handlung, und das Ergebnis ist nicht auf der Ebene des Handelns und so befindet man sich in seinem Leben in einem Zustand der Ausgeglichenheit. Die Rückwirkungen, die durch Hass und Feindschaft in der Welt entstehen, wirken sich manchmal wie ein Waldbrand aus. Das ist die Auswirkung von dem, was wir auf nicht rechtschaffene Weise getan haben. Der Gurmukh ist eine Quelle der Voraussicht, um solche Probleme bereits von vorn herein zu überwinden.

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Alles ist vorherbestimmt entsprechend den Rückwirkungen aus der Vergangenheit. Die ganze Welt ist fest im Griff ihrer Folgen. Das ist die größte Misere, aber auch die größte Chance. Im Leid weiß der Mensch nicht, wie er den Knoten lösen und sich befreien kann. Wenn wir wirklich den Wunsch haben, es herauszufinden, kann der bewusste Mitarbeiter am göttlichen Plan uns helfen, die unentwirrbaren Probleme zu bewältigen.

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Der Gurmukh glaubt nicht an das Schicksal, vielmehr glaubt er an seinen Meister, der das Schicksal des Menschen ändert. Was bestimmt ist, soll eigentlich eintreten, doch durch den Segen seines Meisters mag es geschehen oder nicht. Der Mensch wurde (mit der Möglichkeit) gesegnet, sich in seinem Leben für die höhere Sache zu entscheiden, die über dem Schicksal wirkt, und wer das Geheimnis des Schicksals kennt, entscheidet sich für diese höhere Gelegenheit.

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Wenn man die Schranken der Kausalebene überquert, verschwinden augenblicklich Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, und von dort aus sieht man Ursache und Auswirkung in der Welt. Wer dieses Phänomen durchschaut, ist ein Gurmukh und wird nicht beeinflusst von den täuschenden Anblicken und Schönheiten der drei Welten. Sein Meister segnet ihn mit einem Tropfen des höheren Bewusstseins.

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Da er durch die Gnade seines Meisters die Rückwirkungen, die durch die Handlungen in der Welt entstehen, gesehen hat, ist er bei allem, was er tut, sehr genau und akkurat. Auf diese Weise muss sein Meister keine Konsequenzen irgendwelcher Vergehen tragen und die Mission wird sehr harmonisch. Dann kann das Phänomen Seiner Gnade von vielen Menschen in der Welt erfahren werden, und viele Menschen werden empfänglich, um Seine Gnade zu erhalten.

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Nur der bewusste Mitarbeiter am göttlichen Plan wird darüber hinaus mit höherem Bewusstsein gesegnet, denn er ist akkurat, losgelöst und heiter und schreitet so voran. Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft liegen zu seinen Füßen begraben, und die Auswirkung der drei Welten betrifft ihn nicht.

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Er probiert nicht einfach etwas, sondern möchte zuerst wissen, welche Auswirkung es hat. Er wird alles nur so weit nützen, wie es dem rechten Gebrauch entspricht.

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Durch die Gnade seines Meisters kennt er im Vorhinein die schlechten und guten Auswirkungen von allem, was geschieht, und so bleibt er gelassen und erhebt sich über die vergiftend wirkende Atmosphäre. Kommt er in eine Situation, in der eine solche Auswirkung zu spüren ist, schafft er durch seine höhere und heilige Art zu leben eine gesunde Atmosphäre.

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Bei dem, was er täglich tut, muss er sehr praktisch und genau sein. Er hält sein Leben rein wie einen Kristall und bleibt über den Auswirkungen von Geben und Nehmen. Sein Leben zeichnet sich besonders dadurch aus, dass er anderen etwas gibt, aber niemals etwas für sich selbst nimmt.

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Der Gurmukh muss die Rückwirkung jeder Tat sofort ertragen, sei es mental, körperlich oder finanziell, aber er ist von den sogenannten Rückwirkungen niemals betroffen. So tut er nur das, was sich positiv auswirkt. Sein Rat an andere, positiv zu sein, gefällt seinem Meister.

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Wer Gutes tut, aber sich selbst daran bindet, muss sich auch selbst wieder losbinden. Selbst Meister wird ihm nicht helfen, denn für einen solchen Menschen ist es nicht leicht, Sehnsucht zu haben, denn er sieht die Früchte des Guten und möchte sie nochmals genießen. Durch die Gnade seines Meisters erhält der Gurmukh den Segen und die Hilfe, um solche Vorfälle zu erkennen.

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Wenn man den Anfang nicht akzeptiert, muss man das Ende erleben, und dann wieder zum Anfang zurückkommen. Dieser Kreis mag immer weiter gehen, doch die Seele des Schülers bleibt im Feuer wie das Eisen im Feuer des Schmiedes, der ihm letztendlich die gewünschte Form gibt.

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Der Gurmukh ist vollkommen, was die weltlichen Angelegenheiten betrifft. Weder behält er die Last von Geben und Nehmen auf seinem Kopf, noch hält er etwas davon, neue Saaten zu sähen. Er ist ein Mann des Wortes und steht zu seinem Wort.

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Zu töten oder Fleisch zu essen ist negativ. Wenn etwas negativ ist, muss man dafür bezahlen. Man ist dann an (das Gesetz) der Gerechtigkeit gebunden und nicht an das der Vergebung. Wenn jemand bewusst wird, sieht er dieses Phänomen, dass der, der tötet, von dem getötet wird, den er getötet hat, und immer so weiter. Dabei hat die Gerechtigkeit keine Verbindung zur Reue, die Reue findet ihren entsprechenden Platz nur in der Vergebung. Hier sagt niemand: "Begehe keine weiteren Sünden." Der menschliche Körper ist die goldene Gelegenheit, bewusst zu leben und zu handeln.

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Die Seufzer derer, an denen die Sünde verübt wurde, haben große Kraft, wodurch sie die guten Eigenschaften der Sünder aufzehren. Durch die Sünde, die man an den Tieren verübt, geht man in den Kreis der Seelenwanderung. Wer die Tiere isst, nimmt die Form eines Tieres an. Das ist die Rückwirkung davon (wenn ihr Tiere tötet) die auf euer Mitleid angewiesen sind. Kabir sagt: "Wenn der Blasebalg aus der Haut der Tiere Eisen rotglühend machen kann, was werden ihre Seufzer mit dem machen, der sie getötet hat?"