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Über den Autor

 

"Ein Gurmukh ist jemand, der zum Sprachrohr seines Meisters wurde, der den Meister wirklich als den immer gegenwärtigen Herrn betrachtet und sein Haupt beugt vor allen Anweisungen seines Gurus. Dadurch wurde er zum Sprachrohr des Gurus, und der Guru ist das Sprachrohr Gottes. Das ist ein bleibendes Gesetz, das sich nie ändert."

                                                                                              Sant Kirpal Singh

 

Ein Gurmukh sagt niemals etwas aus sich heraus, er übermittelt nur das, was von seinem Meister kommt.

"Stellt dem Meister und dem Schüler die gleiche Frage – selbst, wenn der Schüler hundert Meilen entfernt lebt, - er wird die gleiche Antwort geben."

"Wenn so jemand sich an den Geliebten erinnert, wird er im Innern von neuem Leben erfüllt. So führt der Gurmukh ein Leben in beständiger Erinnerung. Das neue Leben beginnt mit der Initiation, und dann lebt er mit ständigem Erinnern, Erinnern, Erinnern, was dieses neue Leben immer mehr werden lässt - es erhebt sich im Innern wie die Brandung. Es ist etwas Praktisches, denn bei wahrer Liebe gibt es diese unaufhörliche Erinnerung an den Geliebten – immerfort. Für den Gurmukh gibt es nur ein einziges sich Erinnern – ein unaufhörliches an Ihn denken."

                                                                                  Sant Kirpal Singh

Gurmukhta – die Beziehung zwischen dem Schüler und seinem Meister muss der Leitfaden in allen Angelegenheiten des Lebens sein, mit denen der Schüler zu tun hat. Nur wer tatsächlich so lebt, kann davon sprechen - soweit das mit Worten möglich ist – und auch um dieses Buch über den Gurmukh zu verstehen, muss man entsprechend leben.

Das Buch wurde von Dr. Harbhajan Singh, dem Schüler von Sant Kirpal Singh, geschrieben. Obwohl man beim Lesen des Buches mehr und mehr von dem Autor erfassen wird, möchten wir dennoch an dieser Stelle einige Worte über ihn sagen.

Nach dem Weggang unseres Meisters Sant Kirpal Singh am 21. August 1974 entstand unter Seinen Schülern große Verwirrung.

Während einige sich hilflos zurückhielten, begannen viele sofort eine Diskussion um die Nachfolge.

Als wir Dr. Harbhajan Singh und seine Frau Surinder Kaur (Bhaji und Biji) begegneten, erfuhren wir, dass Meister Seinen Körper 14 Jahre früher als vorgesehen verlassen hatte. Auf diese Tatsache wiesen sie von Anfang an, seit 1974, hin, und inzwischen wurden darüber viele Einzelheiten bekannt. Diese 14 Jahre (Saarsathi) waren eine harte Zeit voller Prüfungen. Meister war nach innen gegangen, um die große Zerstörung abzuwenden, die zum Ende des Eisernen Zeitalters eintritt. Viele Dinge waren im Innern zu erledigen, da im Goldenen Zeitalter neue Gesetze in Kraft treten.

Immer wenn ein Meister Seinen Körper verlässt, wird von der negativen Kraft ein Test abgehalten. In diesem Test muss sich die Kompetenz der Meisterkraft durch die Tatsache beweisen, dass der Meister in der Lage war, zumindest einen vollkommenen Schüler zu entwickeln.

Da Sant Kirpal Singh mit der höchsten Kompetenz hierher kam, war der Test, der nach Seinem Weggang stattfand, sehr schwierig. Es war Biji, Dr. Harbhajan Singhs Frau, die in diesem Test – und in später folgenden – die Kompetenz Sant Kirpal Singhs unter Beweis stellte. Nur dadurch war es möglich, Seine Mission ins Goldene Zeitalter zu bringen.

Wir leben jetzt in einer besonderen Zeit. Wenn dieser Wandel des Zeitalters kommt, wirkt die höchste Kraft, die Allmächtige Kraft, und sie ist nicht an einen physischen Körper gebunden. Sie kann direkt wirken. Aber dennoch ist im Äußeren Führung notwendig, denn "der Mensch braucht einen Menschen als Lehrer". Sant Kirpal Singh beauftragte Seinen Schüler Dr. Harbhajan Singh, gemeinsam mit seiner Frau Surinder Kaur, die anderen zu führen. Das Besondere dieser Zeit ist es also, dass ein Schüler, der von der Gotteskraft beauftragt ist, die Arbeit ausführt, ohne die Rolle eines Meisters einzunehmen.

"Sie sind Einer in zweien und zwei in Einem, das ist mit Gurmukh gemeint. Solche Menschen werden von Gott ausgewählt, dieses gesamte Werk fortzuführen."

                                                                                  Sant Kirpal Singh

Obwohl Dr. Harbhajan Singh mit Meister zusammen war, als dieser Seinen Körper verließ, glaubten viele den Tatsachen nicht und begannen, nach einem Nachfolger zu suchen. So hatten viele sogenannte "Meister" ein leichtes Spiel.

Es kann hier kann nur angedeutet werden, was Bhaji und Biji im Innern und im Äußeren auf sich nehmen mussten, um Meisters Anweisungen zu erfüllen. Von ihnen können wir lernen, was es bedeutet, ein wahrer Schüler zu sein.

Wir beide wurden 1969 und 1970 initiiert und begegneten Meister physisch im Jahr 1972, aber als wir mit Bhaji und Biji zusammenkamen, begann unser wirkliches Leben mit Meister. Meister sagte einmal, "Ich habe viele Anhänger, aber nur wenige Schüler." Diese beiden Schüler brachten uns Meister nahe und ließen uns Seine Kompetenz verstehen. So viele Jahre lang waren wir Zeuge, wie sie selbst angesichts größter Probleme und Schwierigkeiten unbeirrt den Anweisungen unseres Meisters treu blieben, und wir sahen, wie all jene Fortschritte machten, die ihnen vertrauten. Alles, was sie sagten, bewahrheitete sich. Ein Beispiel an Liebe und Striktheit zugleich, bereiten sie im Herzen der Menschen einen Platz für Meister, damit Er darin wohnen kann. Wir wissen: wenn sie bei uns sind, ist Meister bei uns. So möchten wir Ihnen, denen wir so viel verdanken, unsere aufrichtige Liebe bezeigen, und wir danken aus tiefstem Herzen unserem Meister, der uns alle zusammenbrachte und so Seinen Kindern den Weg ebnete, zu Ihm zurückzukommen. Seine Mission hat jetzt begonnen, und allen, die sich danach sehnen nach Hause zu gehen, steht der Weg offen.

Wenn Meister sagt, Er möchte mit Tausenden von Händen arbeiten, heißt das, Er möchte durch Seine Schüler arbeiten – durch Seine wahren Schüler. Da Er die höchste Kraft im Goldenen Zeitalter verkörpert, hat Er die Kompetenz, alle, die ihr Leben entscheiden und für Ihn leben und arbeiten, zu Bewussten Mitarbeitern am Göttlichen Plan zu machen. Es ist unsere Chance – jetzt ist es an uns, Gott zu begegnen.

16. November 1992, St. Gilgen, Österreich

Georg u. Eva Wahl