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Von Dr. Harbhajan Singh, Auszug einer Bandabschrift vom 18. Oktober 1989 Ihr wisst alle, dass es der Zweck des menschlichen Lebens ist, zu einem guten Ende zu kommen, und dafür müssen wir ein Leben entsprechend den Höheren Werten führen. Die Höheren Werte des Lebens verhelfen uns dazu, den tieferen Sinn des Lebens zu erkennen. Das Wissen um die Höheren Werte des Lebens liegt im Menschen selbst, doch solange er sich nicht über die Ebene der Sinne und über die Fesseln des Gemüts erhebt, kann er den wahren Sinn seines Lebens nicht erkennen. Wo alle Philosophien der Welt enden, beginnt die wahre Religion! Den Lehren der kompetenten Meister entsprechend beginnt unser wahres Leben erst dann, wenn wir nach innen gehen. Die kompetenten Meister sehen die Grundursachen des Lebens, und so lehren sie uns die Höheren Werte des Lebens.
Solange wir uns nicht über das kausale Gemüt und den kausalen Körper erheben, können wir Ursache und Wirkung in der Welt nicht erkennen. So blieb das Mysterium des Lebens oder das Rätsel des Lebens bis jetzt für uns ungelöst. Es ist nicht so einfach, sich für den wahren Sinn des Lebens zu entscheiden – dafür muss man einen Wunsch im Leben entwickeln, der so stark ist, dass er alles andere überwiegt. Wenn wir einmal den eigentlichen Sinn des Lebens erkannt haben, können wir mehr und mehr begreifen. Ihr alle wisst, dass wir vom selben Wesen wie Gott sind – der Mensch ist Gott am nächsten – und um zu Ihm zurückzugehen, müssen wir uns genau an das halten, was in den heiligen Schriften geschrieben steht. Ihr wisst, es gibt heute zahllose Glaubensrichtungen, Religionen, Gruppen und Gemeinschaften – doch sie alle weichen von der ursprünglichen Lehre ab. Wie kann man die Wahrheit finden, wenn man zu solchen Menschen geht? Niemals hat ein kompetenter Meister uns geraten, dies zu tun. Die Lehre war immer ein und dieselbe und wurde von allen kompetenten Meistern der Welt in einer Meinung in den Schriften niedergelegt, gleichgültig zu welcher Zeit sie kamen und ob sie im Osten oder Westen lebten. Diese eine Meinung findet sich in allen heiligen Schriften. Die Meister betonen, dass die Erfahrung der kompetenten Meister auch zu unserer Erfahrung werden muss, und darüber werden wir heute sehr wichtige Dinge erfahren. Wenn wir uns das einprägen und es beachten, können wir unser ganzes Leben lang niemals mehr fehlgeleitet werden – wir werden niemals mehr getäuscht werden können in der Welt. Über zwei Dinge muss man daher unbedingt Bescheid wissen: Zum einen darüber, was Meditation wirklich ist, und zum anderen, wer der Meister ist. Denn heutzutage wird zwar überall über den Sinn des Lebens gesprochen – doch wann wird der Mensch schließlich doch fehlgeleitet? Einmal, wenn er versucht zu meditieren, und zum anderen, wenn er einen Meister wählt! Die meisten Menschen werden in diesen beiden Punkten missgeleitet, denn sie wissen weder, was Meditation ist, noch wie man wirklich meditiert.
Der zweite Punkt ist, dass sie nicht wissen, wer der Meister ist. Wenn irgend jemand sagt: "Ich bin der Meister!", dann sollte man bedenken, dass in den heiligen Schriften steht, dass die, die sich selbst als Meister bezeichnen, niemals Meister sein können. Weiter wird dort gesagt, dass es nicht einen unter Millionen, vielleicht einen unter einer Milliarde Menschen gibt. Als Christus, Guru Nanak, Kabir, Guru Gobind Singh und alle anderen kompetenten Meister in die Welt kamen – wie viele gab es da zur gleichen Zeit mit ihnen? Meister gab es immer nur sehr wenige – vielleicht einen oder zwei, doch nicht mehr. Aber es gab gleichzeitig immer hunderttausende solcher (sogenannter) "Meister", wie es sie auch heute gibt. So haben die kompetenten Meister jener Zeit übereinstimmend größten Nachdruck auf die Erfahrung gelegt, die wir erhalten müssen. Denn sie sind alle denselben Weg gegangen. Sie sind alle eins. Alle positiven Kräfte sind eins. Einmal kam diese Kraft in der Form von Jesus Christus, ein anderes Mal in der Form von Guru Nanak oder als Kabir, wieder ein anderes Mal als Ravidas und schließlich als Sant Kirpal Singh. Sie sind alle eins. Ihr könnt es in den heiligen Schriften nachlesen – ihre Erfahrungen sind dort beschrieben. Die Religionszugehörigkeit, äußere Formen und Zeremonien, Glaubensbekenntnis und Nationalität, all das spielt in der Spiritualität keine Rolle. Spiritualität heißt einfach, dass wir etwas zu lernen haben. Es ist eine Wissenschaft, die so klar ist, wie zwei und zwei vier ergibt. Genauso, wie man in Schulen und Universitäten eine bestimmte Disziplin studiert, ist auch das ein ganz bestimmtes Fachgebiet – es ist die göttliche Wissenschaft der Seele. So sind wir also in verschiedene Geistesschulen hineingeboren, um genau diese Disziplin zu lernen. Heute wollen wir versuchen, den beiden wichtigsten Themen – "Was ist Meditation?" und "Wer ist der Meister?" – auf den Grund zu gehen.
Der Sitz der Seele im Körper befindet sich zwischen und hinter den Augenbrauen. Von hier aus zieht sie sich beim Tod aus dem Körper zurück. Nur ein wenig darunter liegt das Gemüt und noch ein wenig tiefer der Intellekt. Zwischen der Seele und dem Gemüt aber befindet sich ein "eisernes Tor", das den unteren Teil des Körpers vom oberen Teil des Körpers trennt. Der obere Teil ist der wahre Tempel Gottes und darunter liegt der Bereich der drei Welten, in denen wir leben (physische, astrale und kausale). Götter und Göttinnen leben dort, und mit Hilfe der verschiedenen Methoden, die in den unteren Teil des Körpers führen, können wir in diesen Bereich kommen, aber nicht darüber hinaus. Doch die Meister sagen uns: "Dort, wo alle Philosophien der Welt enden, beginnt die wahre Religion!" Dies richtig zu verstehen ist nicht schwer – denn (aus eigener Kraft) kann man sich nicht vom Körperbewusstsein zurückziehen. Es mag euch zwar (zu einem gewissen Grad) gelingen, euch über das Körperbewusstsein zu erheben, aber nicht, euch völlig vom Körper zurückzuziehen. Was geschieht dann? Ihr seht, dass heute über-all in der Welt die Menschen meditieren. Doch wo meditieren sie und wie meditieren sie – das ist die Frage! Sie haben sich nicht vom Körper zurückgezogen, doch sie meditieren. Und beim Meditieren ist ihr Gemüt und ihr Intellekt aktiv. Eine wahre Erfahrung hingegen ist dieselbe Erfahrung wie beim Tod. Doch diese Erfahrung ist nur dann möglich, wenn man fähig ist, sich vom Körperbewusstsein zurückzuziehen. Das aber können wir nicht, solange dieses "eiserne Tor" nicht geöffnet ist, das den unteren Teil des Körpers vom oberen Teil – der als wahrer Tempel Gottes bezeichnet wird – trennt. Man mag sein Bestes versuchen – und manche Menschen strengen sich sehr an, doch sie können sich nicht über den Körper erheben. Man mag noch so viele Härten auf sich nehmen, doch man kann den Körper nicht verlassen. Warum? Weil dieses "eiserne Tor" nur durch die Hilfe der Meisterkraft geöffnet werden kann. Um es noch klarer auszudrücken: Die Leute meditieren und sie sehen auch Licht und sind darüber glücklich, doch das ist keine praktische Erfahrung – es ist keine positive Erfahrung. Dem Menschen stehen sowohl die Wege der negativen Kraft offen, als auch der Weg der positiven Kraft. Wenn man meditiert, ohne durch das Dritte Auge hindurchzugehen, ohne dieselben Erfahrungen zu erhalten wie beim Tod, dann wird man vom Gemüt überwältigt und dieses führt die Seele in die Chakras und die Astralebene. Dort kann man Lichterfahrungen machen, doch wenn ihr einmal in die Ebene dieses Lichts eingedrungen seid, findet ihr nicht mehr heraus. Das Licht dort ist so anziehend, selbst wenn man daraus entkommen möchte, kann man es nicht mehr. Und wozu führt das? Rishis und Munis verbrachten ihr ganzes Leben mit dieser Art von Meditation, sie magerten ab bis zum Skelett und konnten dennoch nicht mehr aus diesem Bereich entkommen.
Wohin werden also diese Menschen gehen, deren Gemüt und Intellekt bei der Meditation aktiv sind? Sie werden dorthin gehen, wohin ihr Gemüt sie führt. Ihr Gemüt ist aktiv, wenn sie meditieren, und es bringt sie durch seine vielen Fangarme wohin es will. Wenn man versucht, sich gewaltsam auf bestimmte Punkte zu konzentrieren, dann kann man das als Hatha Yoga bezeichnen. Wenn Menschen unter Anleitung sogenannter "Meister" meditieren, erhalten sie dieselbe Erfahrung und gehen denselben Weg wie die, die es aus eigener Kraft versuchen und sich gewaltsam konzentrieren. Es gibt viele Wege, die von den verschiedenen sogenannten "Meistern" oder von denen, die verschiedene Yogaarten beherrschen, gelehrt werden. Ausgenommen das Licht- und Tonprinzip, das der Weg zurück zu Gott ist, sind das alles selbstgeschaffene Systeme, die nichts mit der Wahrheit, mit der Spiritualität zu tun haben. Und die Erfahrungen, die diese sogenannten "Meister" geben, sind für jeden anders. Wer in irgendein Chakra ging, der berichtete über dieses eine Chakra, wer in ein anderes ging, berichtete über dessen Schönheit, und so ergaben sich die Unterschiede in ihren Erfahrungen in der Astralwelt. Im Gegensatz dazu ist die Erfahrung, die die kompetenten Meister geben, immer ein und dieselbe, sie ist immer die gleiche. Um in den Körper hineinzugehen, gibt es also sehr viele verschiedene Wege, doch es gibt nur einen Weg, sich vom Körperbewusstsein zurückzuziehen. Diese Lehre vermittelt uns also die Höheren Werte des Lebens, so wie sie von allen kompetenten Meistern gelehrt und praktiziert wurde, und das ist es, was wir brauchen! Wir werden später noch genauer darauf zurückkommen.
Eines sollten wir niemals vergessen und uns in unserem täglichen Leben immer daran erinnern: Die Erfahrungen, die uns mit dem Gemüt in die Astralebene führen, sind überaus anziehend. Doch es sind Illusionen. Dort kann es Licht im Übermaß geben, aber es ist wie eine Falle. Ihr könnt hineingehen, das Licht ist außerordentlich stark, und wenn die Seele in dieses Licht eintaucht, dann kann sie sich nicht mehr daraus befreien. Das Licht ohne Tonstrom führt nicht weiter. Ihr seid dort in einem hilflosen Zustand. Die diesen Weg gehen, werden immer wieder aufs neue von der negativen Kraft gefangen genommen, sie können sich nicht von ihr befreien, und zuletzt verlieren sie ihr Leben. Und zwar nicht nur für diese Geburt – sie müssen einen sehr langen Weg gehen, bis sie schließlich die Hilfe eines kompetenten Meisters erhalten, und es ist ein sehr gutes Schicksal, wenn sie einem solchen Meister begegnen.
Es gibt also für jemanden, der sich auf solche Dinge eingelassen hat und der auf diese Art meditiert, keinen Ausweg – er kann von selbst dort nicht mehr heraus. Wo wird er schließlich hinkommen? In den Machtbereich der Götter und Göttinnen, in den Machtbereich der negativen Kraft. Man kann in die Hölle oder in den Himmel kommen. Das ist jedoch nicht jener Himmel, der unsere Heimat ist. Der Himmel, der hier gemeint ist, ist schlimmer als die Hölle. Diese Bereiche von Himmel und Hölle befinden sich auf der ersten Ebene. Wer sich ein gutes Karma geschaffen hat, kommt in den Himmel. Auch Avatare leben in diesem Himmel und genießen dort ihr Leben auf der Ebene der Sinne. Denn Götter, Göttinnen und Avatare konnten sich nicht vom Gemüt befreien. Sie haben alle Schwächen, die auch der Mensch hat. Diese Avatare, deren Namen hier in der Welt sehr bekannt sind, waren einmal im Himmel und dann wieder in der Hölle. Das war das Ergebnis ihrer Meditation – das war die Rückwirkung der Karmas und der Wünsche, die sie geschaffen hatten. Und was wird das Schicksal eines Menschen sein, der über diese Avatare meditiert? Kabir sagt über sie: "So wie man das Wasser nicht sieht, wenn darauf Wasserlinsen wachsen, so können sie das Wasser des Lebens nicht sehen."
Wer, glaubt ihr, wird sich derer annehmen, die auf der Ebene des Gemüts und des Intellekts meditieren – die positive oder die negative Kraft? Das müsst ihr ganz genau verstehen! Sie meditieren für die negative Kraft, und sie werden von der negativen Kraft gefangen werden. Sie arbeiten als Instrumente der negativen Kraft. Sie werden in der Sphäre der negativen Kraft verbleiben, und es gibt keine Möglichkeit, sie dort herauszuholen. Wenn sie einmal ihren Weg gewählt haben, ist es sehr schwer für sie, wieder herauszukommen. Sie führen ein menschenunwürdiges Leben. Normalerweise ist der Mensch wie ein unbeschriebenes Blatt, und alles kann darauf geschrieben werden. Doch für jemanden, der sich auf diese Dinge eingelassen hat, gibt es wenig Hoffnung. Ihm kann nur durch die Gnade eines kompetenten Meisters geholfen werden, der ihn über das Körperbewusstsein erhebt und ihm eine neue positive Erfahrung gibt. Er muss dann die alten (negativen) Erfahrungen völlig vergessen – nur dann besteht eine Chance.
Schwarze Magie, geistiges Heilen und Wunder aller Art sind die Begleiterscheinungen dieser Art von Meditation. Man kann sich damit viele Wünsche erfüllen oder anderen helfen, sich ihre Wünsche zu erfüllen. Solche Leute werden zu Erfüllungsgehilfen für die Wünsche anderer, und so wird man (in diesem Netz) gefangen. Wenn jemand beginnt, als der Handelnde zu wirken und Wunder zu versprechen, gibt es keine Hoffnung für ihn. Was ich sage, ist wahr – bitte vergesst es niemals! Hunderttausende von Menschen werden durch diese negativen Kräfte fehlgeleitet, und sie zerstören dadurch ihre ganze Familie. Wenn ihr über diese Kräfte meditiert, "verschonen" sie euch, doch wenn ihr es nicht tut, wenn ihr ihren Anordnungen nicht gehorcht, werden sie Probleme in eurem Haus schaffen. Morde, Unfälle und Selbstmorde, alle weltlichen Probleme werden durch diese Antikräfte hervorgerufen, die sich über-all in der Atmosphäre befinden. Was Kabir darüber geschrieben hat, geht weit über unsere Vorstellung hinaus. All die Negativität, die in der Welt herrscht, ist auf diese Kräfte zurückzuführen, auf Riddhis und Siddhis, Wunderkräfte und alle diese Antikräfte, die in der Welt Tag für Tag stärker werden. Sie werden sehr beeindruckende Zeichen ihrer Macht zeigen, und sie haben die Macht, den Menschen jederzeit und überall zu täuschen. Doch ich sage euch, es gibt auch einen ganz klaren Weg, um diese Kräfte zu überwinden. Nicht nur ihr selbst könnt sie überwinden – ihr könnt auch vielen anderen helfen, diese Probleme zu lösen. Es gibt hunderttausende von negativen Kräften, aber es sind nur wenige positive Kräfte, die sich ihnen entgegenstellen.
Heute sage ich euch also, was überall vor sich geht und wie wir uns von den Auswirkungen befreien können. Ihr solltet ein klares Bild davon haben, was in der Welt geschieht und was gut und was schlecht für euch ist. Wenn jemand zu euch sagt: "Hier ist der Meister – kommt mit, er ist ein großer Meister, er ist Gott selbst!", welchen Beweis habt ihr, dass er wirklich ein Meister, dass er Gott ist? Ihr müsst einen Beweis dafür erhalten! Wenn ihr also solchen Aussagen nicht traut, solltet ihr eure heiligen Schriften zu Rate ziehen. Und was sagen sie? Ein kompetenter Meister wird euch eine Erfahrung ganz anderer Art geben. Zuerst wird er euch vom Körperbewusstsein zurückziehen und euch durch das Dritte Auge bringen. Dieser Weg führt durch die Dunkelheit, es ist ein steiler und sehr schmaler Weg, er führt euch nach innen und dann weitet er sich. Auf diesem Weg kommt man wieder zurück (zu Gott). Wenn ihr die Initiation wollt, könnt ihr überall in der Welt hingehen (und versuchen, ob ihr sie erhalten könnt), aber was ist das Kriterium, um zu prüfen (ob man dort eine wahre Erfahrung erhalten kann)? Ihr seid bereits hier; hier ist der Sitz der Seele, von hier zieht man sich über das Körperbewusstsein zurück. Bittet also jenen "Meister", dass er euch von hier aus durch das Dritte Auge und durch die Dunkelheit zurückzieht und euch dieses Tor, den Himmel im Inneren zeigt! Mag Er euch nach innen bringen …
Ich spreche heute ganz offen von diesen Dingen, denn in diesem Punkt werden die Menschen in die Irre geführt. Die Menschen kennen die Theorie, sie wissen viel, doch wenn sie an diese Stelle (ans Dritte Auge) kommen, werden sie dort (von den sogenannten "Meistern") missgeleitet. Jeder sagt: "Unser Meister ist der Größte!", doch wer ist wirklich der Meister? Die strahlende Form des Meisters im Innern ist unser Meister, und sie ist in unserem Körper zu finden. Das ist das wichtigste Kriterium, das Meister euch gegeben hat, um die Dinge zu prüfen.
Wenn man jedoch die anderen Yogaarten betreibt und wenn die Schlangenkraft (Kundalini) vom unteren Ende des Rückgrats her aufsteigt und dabei alle Chakras durchquert und sich hier oben (im Scheitelchakra) öffnet, ist das eine tödliche Falle für den Menschen. Wir haben viele Menschen kennengelernt, die unter diesem Problem litten und keinen Ausweg fanden. Als ich letztes Mal hier war, hat mich jemand gefragt: "Bist du der Meister?" Ich sagte: "Nein!" – "Wer bist du dann?" fragte er, und ich antwortete ihm: "Ich führe die Arbeit meines Meisters aus! Was möchtest du von mir hören? Ich bin der gekaufte Sklave meines Meisters. Ich tue meine Pflicht. Welche Pflicht Er mir auch übertragen hat – diese Pflicht führe ich aus!" Und dieser Mann hatte genau dieses Problem (das ich vorher beschrieben habe). Er war von jemandem initiiert worden, und dann begann sein Körper innerlich zu brennen. Er war sehr empfänglich, und gerade weil er so empfänglich war (aber auf die falsche Art meditierte), brachte ihn das in viele Schwierigkeiten, die er vier Jahre lang nicht in den Griff bekommen konnte. Tag und Nacht war er ruhelos, es war ein fürchterliches Leben für ihn. Ich fragte ihn, was mit ihm passiert sei, und er sagte: "Wegen dieser Schwierigkeiten ging ich viele Male zu meinem Meister. Jedes Mal gab er mir wieder die Initiation, doch mit jedem Mal wurden diese Probleme immer schlimmer. Doch als ich heute hier im Satsang saß, war auf einmal alles vorbei, und ich fühle mich sehr frisch, und ich empfinde keine Spur eines Problems mehr." – Das ist die Hilfe der Meisterkraft. Die Meisterkraft konnte ihn von seinem Problem befreien, das wäre ihm aus eigener Kraft niemals möglich gewesen. Selbst wenn er sein ganzes Leben lang bis zu seinem Tod sein Bestes versucht hätte, hätte ihn diese Kraft nicht mehr losgelassen.
Es ist sehr einfach, kopfüber in eine solche Meditation hineinzuspringen, doch es hat schlimme Folgen. Das Ergebnis dieser Meditation ist nur, dass ihr der negativen Kraft in die Falle geht, ihr werdet dann gefangen und niemals mehr freigelassen. Ihr werdet dort für immer festgehalten. Wenn in den heiligen Schriften steht, dass die Rishis und Munis zum Skelett abgemagert waren und das Rätsel des Lebens dennoch nicht lösen konnten – wo sind sie dann schließlich hingekommen? Wo sind all jene hingegangen, die das Mysterium des Todes nicht lösen konnten? Sind sie zur Gotteskraft gegangen? Sie hatten das Mysterium des Todes nicht lösen können – wo also sind sie hingegangen? In dem Bereich, in dem sie meditierten, wurden sie jedes Mal von neuem im Netz der Seelenwanderung gefangen, und es gibt keine Hoffnung für sie. Sie konnten das Gemüt nicht kontrollieren, ganz zu schweigen von den Leidenschaften. Das Gemüt wird nur noch aktiver, wenn man diese Yogaarten praktiziert. Deshalb habe ich euch gesagt, dass die, die auf diese Weise meditieren, sehr viel reden, aber sie setzen diese Dinge nicht in die Praxis um. Die zu viel reden sind von innen her leer. Sie wurden von der negativen Kraft gefangengenommen. Wenn ihr also zu solchen Leuten geht, werden sie euch vieles erzählen, doch sie werden euch dort festhalten, wo sie selbst sind. Sie sind Gefangene und können sich von dieser Kraft nicht befreien. Denn wenn diese Kraft einmal begonnen hat, sie für sich arbeiten zu lassen, wird sie sie nicht mehr loslassen. Ihr könnt die Probleme also nicht durch euer Gemüt lösen, denn das Gemüt selbst ist das Problem, und es wird mehr und mehr Probleme schaffen. Ich meine damit die, die auf der Ebene des Gemüts meditieren. Die Ebene der Seele erreicht man nur, wenn man sich vom Körperbewusstsein zurückzieht und dieses Tor geöffnet wird – dann erfahrt ihr die (positive) Wirkung der Seele. Ihr werdet euren Körper vergessen, euer Gemüt wird zur Ruhe kommen, euer Intellekt wird still, und ihr werdet nicht wissen, was im Körper unten vor sich geht. Das ist die positive Erfahrung. Die Meisterkraft wird eure Aufmerksamkeit zurückziehen – so, als ob man ein Haar aus der Butter zieht, so leicht werdet ihr vom Körperbewusstsein zurückgezogen.
Die Lehre der kompetenten Meister ist sehr einfach, leicht zu verstehen und leicht zu erfassen. Man kann ganz leicht etwas erhalten, und es ist auch sehr einfach, (durch diese Lehre) alle weltlichen Probleme zu bewältigen. Mit dem Wort des Meisters könnt ihr alle Hindernisse überwinden und wieder zurückgehen. Die negative Kraft hat keine Macht mehr, und die Angst fällt von der Seele ab. Der Weg zurück zu Gott ist voller Schwingung, Liebe und Harmonie, denn auf diesem Pfad ist die Einheit. Es gibt keinen zweiten Weg. Mit jedem Schritt erhaltet ihr von innen neues Leben, ihr erhaltet mehr und mehr Schwingung von innen und auch in weltlicher Hinsicht erhält eure Seele Stärke. Dann ist man fähig, seine Schwächen zu überwinden und hat keine Angst mehr vor den Auswirkungen der Welt.
Wenn der Mensch von der Meisterkraft initiiert wird, erhält er nichts Neues – es ist alles bereits im Menschen. Der Meister erweckt nur diese Kraft in uns und die negative Kraft kann sich nicht nähern. Wenn sie dennoch versuchen würde zu bleiben, würde sie zu brennen beginnen. Der Mensch ist Gott am nächsten. Die Götter und Göttinnen, die Avatare und alle anderen negativen Kräfte sind die Diener dieses heiligen Körpers. Doch wir sind zu Sklaven der Sinne und der damit verbundenen Negativität geworden. So gibt der Mensch durch seine Sinne direkt oder indirekt der negativen Kraft Nahrung und wird Tag für Tag auf übelste Weise fehlgeleitet. Das Schicksal des Menschen ist so, als würde er sich mit einem Messer die eigene Kehle durchschneiden.
Zur Selbsterkenntnis braucht ihr auf nur wenige Sätze aus der Lehre von Christus vertrauen: "Ihr könnt das Königreich Gottes nicht betreten, es sei denn, ihr werdet von neuem geboren!" und "Wenn ihr die zehn Tore dieses Tempels schließt, könnt ihr das himmlische Licht im Inneren sehen!" Mit all diesen Yogaarten wird man jedoch weder von neuem geboren, noch ist man fähig, die zehn Tore dieses Tempels zu schließen. Versucht also zu verstehen – es ist sehr leicht zu verstehen. Die Lehren aller Meister sagen ein und dasselbe aus. Ihr braucht nur die Hilfe von jemandem, der fähig ist, die zehn Tore dieses Tempels zu schließen. Das heißt ihr werdet vom Sitz der Seele aus vom Körper zurückgezogen, ihr werdet zum Sitz der Seele zurückgebracht, und die fünf Sinnesorgane hören auf zu wirken. Augen, Ohren, Nase, Tastsinn usw. – das sind die fünf Sinne, durch die die Seele (über die Aufmerksamkeit) nach außen wirkt. Entsprechend wirkt sie auch nach innen und es entstehen Gedanken. Gedanken sind sehr mächtig. Wenn ihr euch von außen zurückzieht, beginnt diese Wirkung im Innern, sie hat große Kraft, ihr könnt euch dem nicht entziehen. Die Meisterkraft hilft euch in beiden Fällen – außen und innen. Im Inneren erhebt sie euch über die Gedanken und bringt euch dorthin, von wo aus ihr in den Körper hinuntergegangen seid, an den Sitz der Seele. Was für ein Unterschied! Und von dort zieht Er euch nach oben zurück – das ist der große Unterschied (zu allen Yogaarten)! Versteht ihr es jetzt?
Wenn ihr dieses Geheimnis verstanden habt, gibt es kein Problem mehr. Nehmt zum Beispiel nur diese eine Aussage: "Wir sind nun an der Reihe, Gott zu begegnen.“ – Sie ist für jeden von Bedeutung. Es ist unumgänglich. Wenn ihr nicht jetzt (das Rätsel des Todes) löst, wann wollt ihr es dann tun? Alle Meister sagen, dass alles andere Nebensächlichkeiten sind. Noch heute solltet ihr es tun! Zögert es nicht hinaus! Es ist eure Aufgabe, doch bisher habt ihr sie vernachlässigt, ihr habt ihr keine Aufmerksamkeit geschenkt und wart sehr nachlässig und träge. Ihr gehorcht der Anweisung eures Vaters nicht, und das, was ihr tun solltet, ist immer noch ungetan. Wer wird diese Arbeit tun? Niemand kann sie für euch tun – ihr müsst euch selbst helfen!
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