| Wie wir uns von den karmischen Rückwirkungen befreien können |
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Vortrag von Dr. Harbhajan Singh, Salzburg/Österreich, Juli 1992 Das heutige Thema ist "Karma". Es ist ein sehr wichtiges Thema, denn Karma ist die Ursache unserer Existenz, der Grund, weshalb wir wieder und wieder in den menschlichen Körper kommen und all die Leiden ertragen müssen. Es ist ein sehr schönes Thema. Karmas begleiten uns bis zu unserem letzten Atemzug. Unsere Gedanken sind sehr mächtig, und jeder Gedanke, jede Handlung hat eine Auswirkung. Ich werde versuchen, vier Punkte zu erklären – wir müssen wissen, dass es nicht nur den physischen Körper gibt, sondern auch den astralen und den kausalen Körper, und darüber hinaus den Bereich des Jenseits. Es ist ein sehr umfangreiches Thema, aber ich werde dennoch versuchen, es darzulegen. Etwas muss ich Ihnen sagen: Ich bin kein Redner, ich möchte mit Ihnen von Herz zu Herz sprechen. Es geht nicht um eine neue Philosophie; der Mensch ist älter als alle Philosophien der Welt. Diese Lehre hat sich nie geändert und wird sich auch nie ändern. In den heiligen Schriften sind die Erfahrungen unserer kompetenten Meister aufgezeichnet. Was in den heiligen Schriften geschrieben steht, ist auch im menschlichen Körper zu finden, aber nicht alles, was im menschlichen Körper (zu erfahren) ist, finden wir in den heiligen Schriften der Welt. Alle kompetenten Meister haben gesagt: "Tretet ein, geht nach innen. Der Körper ist ein wundervolles Haus, in dem wir leben." In diesem Zusammenhang werde ich nicht nur von den heiligen Schriften sprechen, sondern auch aus meinem praktischen Leben, mit dem mich mein Meister gesegnet hat. Das Thema, das wir besprechen, ist ein Thema, das uns alle betrifft, weil wir ein Ziel haben. Wir sind alle von ein und demselben Ursprung ausgegangen und müssen wieder zu ihm zurückkehren. Unser Vater ist einer, und es gibt keinen zweiten Handelnden in der Welt. Wer ist der Handelnde? Die Christuskraft, Meisterkraft oder Gotteskraft ist der Handelnde. Wenn wir wissen, dass nicht wir selbst der Handelnde sind, können wir uns von vielen Problemen befreien und in unsere ewige Heimat zurückgehen. Was bedeutet Karma? – Durch unsere eigenen Taten gebunden zu werden. Ich werde versuchen, Ihnen zu erklären, was die Christuskraft, Meisterkraft oder Gotteskraft ist. Man muss unterscheiden zwischen Jesus und Christus: Jesus war der Menschensohn, der Pol, durch den die Christuskraft wirkte. Christus lebte vor Jesus. Christus ist die Kraft ohne Anfang und Ende, die die ganze Schöpfung und uns alle erhält. Wir haben eine direkte und unabhängige Verbindung mit dieser Kraft. Wenn wir das wissen, wenn wir an diesem Punkt beginnen, kann es geklärt werden. Wenn wir die Lehren aller kompetenten Meister nehmen, ob sie nun im Osten oder im Westen lebten, stellen wir fest, dass sie übereinstimmend dieselbe Wahrheit lehrten, obwohl sie an verschiedenen Orten und zu verschiedenen Zeiten wirkten. Diese Übereinstimmung besteht in allen heiligen Schriften der Welt. Alle kompetenten Meister kamen von ein und demselben Ursprung und kehrten wieder dorthin zurück. Einst kam diese Kraft als Christus, ein anderes Mal als Guru Nanak, einmal als Kabir, ein anderes Mal kam sie als Sant Kirpal Singh. Was ist diese Kraft? Es ist die strahlende Form des Meisters, sie gibt dem Körper Leben. Wenn diese Kraft uns verlässt, können wir nicht mehr im Körper bleiben. Unsere Aufgabe, unser Karma, unser Ziel beginnt mit der Lehre, denn – wie ich Ihnen sagte – es gibt nur einen Handelnden. Er ist die Meisterkraft, Er ist die Gotteskraft. Auch in den heiligen Schriften wird gesagt: "Es gibt keinen unter einer Million (Menschen), vielleicht einen unter einer Milliarde." Kamen damals Tausende von Meistern in die Welt, als Jesus, Guru Nanak oder ein anderer kompetenter Meister kam? Sie waren die einzigen (zu ihrer Zeit). Aber wer waren all die, die gleichzeitig mit ihnen kamen? Es heißt, dass sie direkt oder indirekt für die negative Kraft arbeiteten. Kabir sagte: "Sie waren Übeltäter." Die Auswirkungen, die wir zu tragen haben, unsere Karmas, wurden weit mehr von ihnen verursacht als von uns selbst. Wir wurden in der Welt irregeführt, und Unwissenheit und falsche Führung sind die grundlegenden Ursachen allen Karmas. Nun sagen überall in der Welt die Menschen, dass sie meditieren. Sie behaupten, Christus zu sehen oder, in Indien, dass Guru Nanak ihnen erscheine. Wenn man dann ihr Leben näher betrachtet – hat es sich geändert? Nein, sie sind dieselben wie zuvor. Christus sagte: "Gesegnet sind, die reinen Herzens sind, denn sie werden Gott schauen." Wenn Christus wirklich jemandem erschienen wäre, so müsste derjenige zu einem lebenden Beispiel in der Welt geworden sein. (Wir sagen das, aber) unser Leben hat sich nicht verändert. Wir sind dieselben. Wir sind zerstreut auf der Ebene der Sinne. Wir sind völlig fehlgeleitet durch das Gemüt und die nach außen gehenden Kräfte des Gemüts. Das alles werde ich versuchen Ihnen zu erklären, und ich versichere Ihnen, wenn Sie heimgehen, werden Sie ein Geschenk in Ihrer Hand haben, das Geschenk des Lebens. Der Zweck des menschlichen Lebens ist, ein gutes Ende zu haben, und um ein gutes Ende zu haben, müssen wir die höheren Werte des Lebens erlangen. Diese höheren Werte des Lebens zu erlangen, ist erst möglich, wenn man Unterscheidungsvermögen und Bewusstsein in sich hat. Unterscheidungsvermögen und Bewusstsein sind in der Seele verborgen und können nur auf einer bestimmten Ebene erlangt werden – wenn wir die Kompetenz unseres Meisters kennen. Sonst bleiben sie verborgen, und wenn wir gehen (den Körper verlassen), sind sie immer noch verborgen. Die Kompetenz der Meisterkraft, Gotteskraft, Christuskraft ist ohne Ende, und es gibt kein Ende des Lernens. Bei diesem Thema wird sehr einfach erklärt werden, wie die Karmas überwunden werden können. Während Sie in der Welt leben, müssen Sie wissen, wie man in der Welt leben muss. Sie müssen die Kunst des Lebens kennen. Es ist nicht schwer, losgelöst zu bleiben in einer Welt voller Bindungen, wenn Sie wirklich wissen, wie Sie in der Welt leben sollen, wie man bewusst lebt, wie man mit Unterscheidungskraft lebt. Wie entsteht Karma? Diese Welt ist das Spielfeld der negativen und der positiven Kraft, und ebenso der menschliche Körper. Diese beiden Kräfte sind die treibenden Kräfte in der Welt, ihr Ziel ist genau festgelegt und sie tun ihr Äußerstes. Es ist wie bei einem Feld: "Wie du säst, so wirst du ernten." Wenn wir auf einem Feld Chilli-Samen säen, werden wir Hunderte von Chillies ernten. Wenn man auf demselben Feld einen Mangobaum sät, wird man Hunderte von Mangos ernten. Die Schärfe der Chilli und die Süße der Mango entwickeln sich auf ein und demselben Feld. Genauso hat jede Tat eine Auswirkung. Wir wissen nicht, was wir auf diesem Feld säen sollen und wie wir von den Auswirkungen frei werden können. So sät der Mensch bewusst oder unbewusst Saaten in sich, und diese wachsen dann von selbst. Es gibt keinen Ausweg. Aber die Meister sagen uns: "So sicher, wie zwei und zwei vier ist, könnt ihr das überwinden, wenn ihr euch dessen bewusst werdet." Wie wird man sich dessen bewusst? Darum wird es jetzt gehen. Es gibt das Gesetz des Karma, aber es gibt auch das Gesetz der Gnade. Wenn das Gesetz der Gnade wirkt, endet das Gesetz des Karma. Das bedeutet, dass man die Ursache beseitigt und dadurch die Wirkung verschwindet. Selbst die Avatare unterliegen den Auswirkungen (ihrer Taten) und können sich nicht von ihnen befreien. Aber der Mensch ist Gott am nächsten. Nur der Mensch kann von den Auswirkungen frei werden, weil er das Erwachen hat, weil er Gott am nächsten ist. Es ist der Sinn des menschlichen Lebens – für uns alle – zu Gott zurückzugehen. Unser Ziel ist es, zu werden wie Er. So steht es in allen heiligen Schriften geschrieben. All die Götter, Göttinnen, Avatare, Engel und übernatürlichen Kräfte sind Diener dieses heiligen Körpers. Aber was tun wir? Wie schaffen wir Rückwirkungen? Das ist die Frage. Jeder möchte in der Welt glücklich sein. Und um in der Welt glücklich zu sein, müssen wir einen Wunsch schaffen. Wenn wir einen Wunsch schaffen, begehen wir viele negative Dinge im Leben. Wir lügen, wir sprechen schlecht über andere, wir verletzen ihre Gefühle. Menschen begehen sogar Morde, nur um ihre Wünsche zu erfüllen. Was geschieht aber, wenn wir unseren Wunsch erfüllt bekommen? Er wird zur Verhaftung. Dann sagt man: "Ich bin großartig, ich konnte mir meinen Wunsch erfüllen. Ich habe es geschafft. Ich bin sehr stark." So kommt das Ego auf. Durch einen Wunsch sind wir so von zwei Problemen betroffen: Verhaftung und Ego. Nach einiger Zeit wird das, was wir uns gewünscht haben, schal und leer, und wir müssen uns einen neuen Wunsch erfüllen, um in der Welt wieder glücklich sein zu können. So geht es das ganze Leben lang. Wir haben einen Wunsch nach dem anderen und werden dadurch gebunden. Was geschieht? Durch die Verhaftung entstehen die Krankheiten des Gemüts, und durch Ego die Krankheiten des physischen Körpers. Wenn die Krankheiten des Gemüts und des Körpers zusammenkommen, gerät der Mensch in den Kreis der negativen Kraft. Wenn der Mensch stirbt, wird er dann von den Engeln des Todes abgeholt. Das ist sehr, sehr schrecklich. Es steht in den heiligen Schriften, dass es zwei Kreise gibt: Der eine ist der negative Kreis, der andere der positive Kreis. Wer im negativen Kreis ist, ist nicht im positiven Kreis. Wenn man im positiven Kreis ist, ist man nicht im negativen Kreis. Im negativen Kreis entstehen Rückwirkungen, entsteht Karma. Berge von Karma liegen in uns wie in einem Lagerhaus auf Vorrat. Aber bei einem positiven Leben gibt es keine Rückwirkungen. Eine positive Handlung wird nie irgendeine Rückwirkung haben. Wir müssen hier klar unterscheiden (und verstehen), wie wir uns von diesen Problemen befreien können. Niemand kann ohne Wünsche in der Welt leben, und dennoch sagen die Meister: "Wir können so leben." Es ist nicht schwer, losgelöst in einer Welt voller Verhaftungen zu leben. Unser Boot kann im Wasser bleiben, doch es darf kein Wasser in unser Boot eindringen. Ohne die höheren Werte des Lebens kann man nicht von den Karmas, den Rückwirkungen, freiwerden. Es gibt so vieles dazu zu erklären, denn diese Rückwirkungen, das Karma, endet nicht mit dem physischen Körper. Es wirkt sich im astralen Körper weiter aus und ebenso im kausalen Körper, wenn wir den astralen Körper verlassen haben. Es bringt uns wieder und wieder in die Welt zurück, weil weder in den physischen, noch in den astralen, noch in den kausalen Regionen die Wahrheit zu finden ist. Die physische, die astrale und die kausale Welt besteht aus Materie, und in ihnen gibt es keine Wahrheit. Wir müssen uns über sie erheben. Die Meister sagen uns: "Dieser menschliche Körper ist nicht fünffach, sondern achtfach." Überall heißt es: "Der menschliche Körper ist fünffach zusammengesetzt, er besteht aus Erde, Wasser, Feuer, Luft und Äther." Aber er ist achtfach. Was sind die drei weiteren Aspekte? Das Gemüt, der Verstand und das Ego. Sie sind die grundsätzliche Ursache allen Karmas, weil Verstand und Ego unserem Gemüt angeboren sind. Das Gemüt ist der König der drei Welten, und Verstand, Gemüt und Ego werden uns in den Körper zurückbringen. Wie wird man von Ego und Gemüt befreit? Was ist das Gemüt? Das Gemüt besteht aus Materie. Gemüt, Maya, negative Kraft – all das bezeichnet das Gemüt. Das Gemüt hat keine eigene Kraft. Es nimmt die Kraft von uns, von der Seele selbst, und benutzt dieselbe Kraft gegen uns, genau wie eine Parasitenpflanze, die selbst keine Wurzeln hat, aber alle Nahrung vom Baum bekommt. Genauso wird unsere Seele vom Gemüt beherrscht. Das Gemüt hat nichts in sich. Die Menschen unterscheiden zum Beispiel nicht zwischen Gemüt und Seele. Wir sind der Geist, wir sind die Seele, wir sind nicht das Gemüt, nicht der Verstand, nicht einmal der Körper. Wir sind die lenkende Kraft darin. So mag mir z.B. mein Gemüt sagen: "Nun, mein Herr, schauen Sie, was hinter Ihnen vorgeht!" Ich kann sagen: "Ich will jetzt nicht nach hinten schauen. Wenn du die Kraft hast, dann schau doch selbst." So wird das Gemüt nicht in der Lage sein, etwas zu sehen. Das Gemüt ist Materie, doch es bekommt die Kraft von uns. Es hat die Kontrolle. Wie das Feuer ist es ein guter Diener, aber ein schlechter Herr. Nicht nur das: Das Gemüt ist der Herr der drei Welten. Es kann alles werden, es kann jede Form annehmen und einem erscheinen. Wenn die Meister in die Welt kommen, geben sie uns das rechte Verstehen. Sie geben uns Erwachen. Sie geben uns höheres Bewusstsein und die Fähigkeit, alles und jedes in unserem Leben klar zu erkennen. Wenn wir uns in dieses Leben mit den höheren Werten des Lebens erheben, dann gibt es kein Problem. Alles wird sichtbar werden. Wie wir sagen: "Lass die Sonne aufgehen, dann werde ich es sehen." Wenn die Sonne aufgeht, kann man alles in seinem eigentlichen Zustand sehen. Im Innern zu erwachen ist wie der Sonnenaufgang. Nun möchte ich Ihnen erklären, was die Täuschungen und Illusionen in dieser Welt sind. Solange man das nicht genau versteht und sein Ziel nicht kennt, wirkt das Gesetz der Gnade nicht. Das Gesetz der Gnade wird unmittelbar dann zu wirken beginnen, wenn Sie sich über diese Dinge erheben, wenn Sie es kennen. Wie erkennt man es? Wenn Sie etwas entscheiden und etwas festlegen. Sich zu entscheiden und etwas festzulegen ist aber nur möglich, wenn Sie mit den positiven Dingen des Lebens beschenkt werden. Solange man im negativen Kreis ist, kann man sich nicht entscheiden. Wenn die Meister in die Welt kommen, helfen sie uns, der Wahrheit nahe zu kommen. Die Wahrheit ist im Innern, aber von einem dichten Schleier verborgen. Die Meister ziehen diesen Schleier der Unwissenheit beiseite und zeigen uns die Wahrheit im Innern. Was ist unsere Aufgabe? Das werden wir gleichzeitig mit dem Karma und dem Gesetz der Gnade erörtern. Alle Karmas, alle Rückwirkungen sind die Folge unseres Mangels an rechtem Verstehen. Wir sind fehlgeleitet, falsch geführt von den vielen sogenannten Meistern in der Welt, und nun müssen wir Rückwirkung auf Rückwirkung ertragen. Wir können ihnen nicht entgehen, uns erwartet ein schreckliches Leben und ebenso wird unser Ende sein. Die Hölle, von der oft gesprochen wird, wurde nicht von der Gotteskraft geschaffen. Meister fragte die negative Kraft: "Wie konntest du die Hölle schaffen?" – Sie wissen, Himmel und Hölle befinden sich in der Astralebene. Dort gibt es blendendes Licht im Übermaß, aber es ist das Licht aus der astralen Welt. Diese ist voller Illusionen, voller Wunder, voll von anderen übernatürlichen Kräften. – So sagte die negative Kraft: "Deine Kinder hatten Wünsche, und ich erfüllte diese Wünsche. Dadurch stärkten sie meine Hand. So konnte ich Hölle und Himmel für sie schaffen." Es gibt einen Himmel in der Astralebene, aber das ist nicht der Himmel, von dem Christus sprach. Der Astralhimmel ist nicht der (wirkliche) Himmel, er wurde von der negativen Kraft geschaffen; die frommen Egoisten leben dort und sind dort gebunden. Hölle und Himmel in der astralen Ebene binden uns beide durch die Rückwirkungen. Wie? Die frommen Leute haben sich selbst gebunden. Meister sagt zu ihnen: "Ihr habt euch selbst gebunden, nun befreit euch auch wieder selbst." Sie können sich nicht selbst befreien. So ist die Situation in der astralen und kausalen Ebene. Die Kräfte, die sich dort aufhalten, gehen aufgrund ihrer Wünsche dorthin. Ihre Wünsche wurden erfüllt, nun sind sie in der astralen und kausalen Ebene gebunden. Sie verlieren das Unterscheidungsvermögen und das Bewusstsein. In den drei Welten – der astralen, der kausalen und superkausalen Welt – gibt es niemanden, der unterscheiden kann. All diese Kräfte sind gebunden. Götter, Göttinnen und Avatare unterliegen immer noch der Lust, dem Ego, der Habgier – alle diese Leidenschaften gibt es dort. Die Götter, Göttinnen und Avatare kämpfen gegeneinander. Es wird gesagt, es gibt dort Brahmapuri und Vishnupuri (Herrschaftsbereiche der Gottheiten Brahma und Vishnu). Sie wurden sehr mächtig. Dort gibt es keine Wahrheit. Wir müssen also diese Bereiche überschreiten. Was gibt es schon in der Astralebene? Man kann in diesem Körper sehr gut unterscheiden. Was geschieht im menschlichen Körper, wenn man sich zum Zeitpunkt des Todes über das Körperbewusstsein erhebt? Die Leute sagen, hier (zwischen den Augenbrauen) ist der Sitz der Seele; jeder sagt das, aber wo ist der Sitz der Seele tatsächlich? Dort oben ist auch der Verstand, darüber das Gemüt, und erst darüber liegt der Sitz der Seele. Solange man nicht frei ist von Verstand und Gemüt, wie kann man da am Sitz der Seele sein? Nur wenn man durch einen kompetenten Meister zum Sitz der Seele geführt wird, kann Er uns über die kausale Ebene hinausbringen. Wenn man sich über die kausale Region erhebt, sieht man dort Ursache und Wirkung von allem, was in der Welt geschieht. Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft werden dann eins und verschwinden sofort. Hier wird man wiedergeboren. Man betritt den Himmel, von dem Christus sprach. Dieser Himmel liegt weder in der astralen, noch in der kausalen Ebene, er liegt darüber. Was geschieht nun in der Astralebene? Dort gibt es Licht im Übermaß. Die Geschichte überliefert, dass viele Rishis und Munis Tausende von Jahren meditierten. Sie magerten ab bis auf die Knochen, konnten aber das Rätsel des Lebens nicht lösen, weil dort kein Ton ist. Das Licht ohne Ton führt nicht weiter. Es ist in Überfülle vorhanden, doch sobald die Seele dorthin geht, wird sie von der negativen Kraft gefangen. Daher wird sie Todesfalle genannt, und die, die dort hingehen, verlieren für alle Zeiten ihr Bewusstsein. Es gibt keinen Ausweg, wenn man nicht durch Gottes Gnade von diesem Ort befreit wird. Die Astralebene steht jedem offen. Es wird in den heiligen Schriften berichtet, dass ein Meister und sein Schüler zusammen meditierten. Der Schüler war empfänglicher, er konnte in die Astralebene leichter und schneller eintreten als sein Meister. Diese negativen Leute, die den Anspruch erheben, Meister zu sein, sind alle nur sogenannte Meister. In allen heiligen Schriften heißt es, dass der, der von Gott beauftragt ist, niemals sagen würde, er sei der Meister, er wird sagen: "Ich bin ein gekaufter Sklave des Meisters." Denn der Handelnde ist der Eine, der einzig Handelnde ist die Christuskraft oder Meisterkraft. Das müssen wir erkennen, und wir müssen wissen, wie wir es erkennen können. Was gibt es also in der Astralebene? Dort gibt es nur Wunderdinge. Es wird gesagt, die Ridhis und Sidhis, die Wunderkräfte, sind dort verstreut wie schöne Blumen. Wenn man sie nur anschaut, wird man davon angezogen, und man kommt (aus der Astralwelt) mit diesen Wunderkräften zurück. Die Welt ist voll von solchen "Meistern", die nur mit uns spielen und uns ein bisschen Licht geben und sagen, dass wir "meditieren". Aber das hat mit wirklicher Meditation nichts zu tun. Ich möchte Ihnen die Lösung für Ihr Leben näherbringen. Hüten Sie sich vor den Leuten, die Ihnen voller Emotionen viele Dinge erzählen, so viele schöne "Erfahrungen", die nie von Christus gelehrt wurden. Es gibt schöne Worte von Christus: "Lerne zu sterben, so dass du zu leben beginnen kannst." "Wenn die zehn Tore deines Tempels geschlossen sind, wirst Du das himmlische Licht im Innern sehen." Christus legte Nachdruck darauf: "Stirb täglich!" Wenn man einmal wiedergeboren ist, warum sollte man in die Welt zurückkommen? Es ist dieselbe Erfahrung wie zum Zeitpunkt des Todes. Was bedeuten diese anderen Erfahrungen für Sie? Sie werden dadurch einfach emotional und werden noch mehr an die Rückwirkungen des Lebens gebunden, so dass Sie nie davon frei werden. Sie bleiben für alle Zeiten daran gebunden. Sie verlieren Ihr Leben. Wer das tut (wer auf diese Weise meditiert), ist im Netz der Seelenwanderung gefangen, sagt Kabir. Ganz sicher wird man in die Seelenwanderung gehen, weil man nur im Astralen leben kann, und von dort geht man in die niederen Schöpfungsformen. Es gibt dort kein Entkommen. Die Wohnstatt Ihrer eigenen Prinzipien liegt in Ihnen. Sie müssen den besten Gebrauch davon machen. Christus sagte, es ist dieselbe Erfahrung wie zum Zeitpunkt des Todes. Haben Sie diese Erfahrung von einem Meister bekommen? Nein. Sie haben sie nicht erhalten. Ich erkläre Ihnen, warum. Jetzt, in diesem menschlichen Körper, im physischen Körper, ist unser Gemüt immer astral. Daher werden wir auch sofort sehr emotional – durch das astrale Gemüt. Wenn wir uns hier oben konzentrieren, sind wir im Gemüt, das uns sofort in die Chakras bringt, und dort ist ein Übermaß an Licht. Dieses Licht ist nicht das heilige Licht, es macht uns emotional. Es ist nicht mehr als das. Was gibt es nun dort? Nur die astrale Erfahrung, astraler Staub, der sich auf den physischen Staub legt, und wir sagen: "Oh, das ist ein kompetenter Meister. Er hat ein Wunder gezeigt." Aber das ist nicht die Wirklichkeit. Das war niemals die Lehre irgendeines kompetenten Meisters. Und die Auswirkung ist hier am größten – wenn man im Netz der negativen Kraft gefangen ist, ist man dort gebunden. Es ist allein das heilige Feuer, das alles verbrennt, was im Innern an Rückwirkungen des vergangenen Karmas besteht. Nur das heilige Feuer kann das Karma verbrennen. Es gibt riesige Vorräte an Karma. Wenn jemand z.B. krank ist und schreckliche Schmerzen im Körper hat, möchte er von diesem Körper befreit werden, aber es geht nicht. Er muss vielleicht zu einer Operation ins Krankenhaus, aber er kann den Körper nicht verlassen, weil es eine sehr große, starke Barriere gibt – hart wie Stein. Das sind die Rückwirkungen der Karmas der Vergangenheit. Sie sind dort gelagert, Zeitalter über Zeitalter. Es ist einzig und allein das heilige Feuer, das diese Vorräte an Karma in Flammen aufgehen lassen kann, und Ihre Seele wird bei der allerersten (Meditations-)Erfahrung sich ganz leicht über den Körper erheben, so leicht, wie man ein Haar aus der Butter zieht. Es ist so einfach, sich zu erheben, wenn es durch die Aufmerksamkeit des Meisters geschieht, und durch das, was Er Ihnen gibt. Der Eine, der von der Gotteskraft beauftragt ist, kommt mit dem "Wort". Das Wort ist das heilige Feuer, das alle vergangenen Karmas verbrennt. Es gibt riesige Vorräte von Karma, sie werden verbrannt, und die Seele kann den Körper verlassen, so wie man ein Haar aus der Butter zieht. Es ist so leicht. Was braucht man dazu? Zuerst braucht man rechtes Verstehen. Wenn man den Himmel betritt, erhält man dort zwei Dinge: Unterscheidungskraft und Bewusstsein. Die Unterscheidungskraft ist im heiligen Licht, und mit dem Wasser und Brot des Lebens erhält man Bewusstsein. Man erhält Bewusstsein und Unterscheidungskraft. Wenn man nun über diese beiden Dinge verfügt, Bewusstsein und Unterscheidungskraft, was wird man entscheiden im Leben? – Nur für Ihn (Gott) zu leben und zu arbeiten, alles für Ihn zu tun. Wenn Meister in die Welt kommen, leben sie 100 % für andere. Man muss mit jedem Gedanken auf Ihn ausgerichtet leben, denn jeder Gedanke hat eine Auswirkung. Bei einem positiven Leben ist es leicht, mit positiven Gedanken zu leben. Wenn man mit positiven Gedanken lebt, gibt es keine Rückwirkungen. Wenn es keine Rückwirkungen gibt, warum sollten wir dann in die Welt zurückkommen? Es ist ein sehr, sehr schönes Thema, weil es uns unser Ziel vor Augen führt. Wir tun, was wir fortan zu tun haben. Unser jetziges Leben ist durch das Pralabdh-Karma (Schicksal) festgelegt, entsprechend den Rückwirkungen der Vergangenheit. Niemandem steht überschüssige Zeit zur Verfügung. Wenn dieses Karma beendet ist, müssen wir sofort den Körper verlassen. Die Meister bitten uns, ein positives Leben zu führen, während wir im Körper sind. Ein positives Leben ist nur möglich, wenn man sich über die Ebene der Sinne und die Fesseln des Gemüts erhebt; wenn man sich in den Himmel erhebt, von dem Christus sprach. Unterhalb des Sitzes der Seele ist alles voller Schmutz. Wo meditiert man? Der Verstand ist verdorben, das Gemüt ist verdorben. Wo ist der Sitz der Seele? Wenn man sich einmal über die Ebene der Sinne und die Fesseln des Gemüts erhebt, erhält man das Brot und das Wasser des Lebens, man wird wiedergeboren, und das wird unser Leben verändern. Meister kommen in die Welt und lehren und lieben die Menschheit. Man muss den geraden Weg gehen, so steht es in der Bibel. "Gerade und steil ist der Weg”, denn man kann den Verstand und das Gemüt nicht mitnehmen. Das Gemüt ist wie eine große Schlange, wie ein großer Elefant. Wie kann es durch das zehnte Tor hindurchgehen, wenn das zehnte Tor nur so groß wie ein Zehntel eines Senfkorns ist? Nur die Seele kann dort eintreten. Der Weg ist sehr gerade, aber er ist eng. Nur Sie selbst müssen ihn gehen, Sie können nichts mit sich nehmen. Sie können keinen einzigen Wunsch dort mit hinnehmen. Diese Lehre wird Ihnen helfen, Ihr Leben zu entscheiden. |