|
Von Sant Kirpal Singh, aus "Teachings of Kirpal Singh", Vol. II, Seite 21 - 22
Das Gemüt ist ein Sklave der Gewohnheit und wird dadurch immer wieder fehlgeleitet. Findet heraus, welche Gewohnheiten und Hindernisse auf dem Weg der Wahrheit sind. Beseitigt sie nach und nach und ersetzt sie durch gute Eigenschaften. Anstelle des Ärgers sollten wir Ruhe entwickeln, anstelle von Habsucht Zufriedenheit und so weiter. Wenn man das beständig beibehält, gibt das Gemüt die schlechten Gewohnheiten auf. Aber bedenkt, dass es nichts nützt, etwas theoretisch zu wissen, wenn man es nicht praktisch anwendet. Das Gemüt ist sehr stark. In einem Augenblick der Einsicht macht es Versprechungen, aber wenn es dann darauf ankommt, denkt es nicht daran, sie zu erfüllen.
Das Gemüt in den Griff zu bekommen gelingt nicht von heute auf morgen; dafür sind jahrelange Geduld und Ausdauer erforderlich. Solange das Gemüt keine Freude an der Musik im Innern findet, kann es gar nicht anders, als den äußeren Vergnügungen hinterherzulaufen. Lenkt liebevoll die Begeisterung und das ganze Interesse des Gemüts auf die spirituellen Übungen und lasst alle falschen Ängste beiseite. Eines Tages werdet ihr das Gemüt und die Sinne vollkommen unter Kontrolle haben und sehen, dass das eine große Gnade ist. Aber dabei ist der Zeitfaktor wesentlich, und es verlangt Geduld und Beharrlichkeit. Es wird nicht an einem Tag geschehen.
|