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Home Biji Surinder Kaur 21. August und 25. September
21. August und 25. September

Auszug aus einem Gespräch von Biji Surinder Kaur am 5. August 2000


Meister schickte uns mit all Seiner Liebe hierher und mit dieser Liebe ist Er auch jetzt bei uns.

Wie schön war die Zeit, als wir noch Bhajis Stimme hören und physisch mit Ihm sprechen konnten. Auch Er wünschte sich immer, Meisters Stimme zu hören. Wir kommen mit einer Aufgabe in die Welt, aber wir bleiben nicht für immer hier.

Der Monat August beginnt und ich möchte jetzt über die Begebenheiten mit Meister im Monat August (1974) sprechen.

Damals war es bewölkt, Meister aber sagte: "Es ist sehr schönes Wetter. O Sawan, mein König, ich sehne mich danach, zu Dir zurückzukommen." In diesem Monat war Meister sehr glücklich.

Es ist also jetzt Anfang August und ihr könnt Seine Gegenwart wahrnehmen und den Schmerz der Trennung von Ihm fühlen.

Meister lebte damals in Delhi. Äußerlich gesehen waren wir weit von Ihm entfernt. Doch innerlich hatten wir eine solche Nähe zu Ihm, dass Er uns mit Seiner Liebe zu sich rief. Wer diese Zeit miterlebt hat und diese Szenen gesehen hat, dem fällt es schwer sie zu beschreiben. Und doch wiederholt sich jedes Jahr dieses Datum, das Meister auswählte (um an diesem Tag den Körper zu verlassen).

Jedes Jahr ab dem 18. August begann Bhaji dieselben Begebenheiten zu erzählen. Er sprach darüber, wie es damals mit Meister war. Bhaji aß sogar dasselbe Essen wie Meister damals im Monat August. Es waren die Wolken der Liebe, die aufzogen. Diese Zeit des Trennungsschmerzes tritt zu Tage, man kann sie nicht verbergen.

Bhaji sagte: "Nicht nur im August mag ich die Tage vom 18. bis zum 22. nicht, sondern diese Daten mag ich in keinem Monat." Wenn man eins wurde mit Meister und Meister im Schüler Platz nahm, ist es sehr schwierig ohne Ihn zu leben.

Wenn Bhaji (zu Meister) nach Delhi fuhr, fühlte Er weder Hitze noch Kälte, Er achtete überhaupt nicht auf sich. In diesem letzten Jahr wollte Meister nicht, dass Bhaji auch nur ein wenig von Ihm getrennt war. Einmal sagte Meister: "Wenn man mit jemandem Freundschaft geschlossen hat, ist es sehr schwierig, in der Zeit nach Ihm zu leben." Einerseits ist der Ehemann (der Meister ist der innere Ehemann der Seele) gegangen, er hat den Körper verlassen, und auf der anderen Seite muss man dem Sturm entgegentreten. Nur jemand, der selbst verwundet ist, kann den Schmerz des anderen kennen, der nie zuvor von Ihm getrennt war. Wenn diese Bilder hochsteigen und diese Zeit einem vor Augen steht, ist es sehr schwierig all das in Worte zu fassen.

Bhaji selbst musste durch diesen Sturm, durch diese schwierige Zeit (nach Meisters Weggang) hindurchgehen, und dennoch war Er in der Lage, allen Trost zu spenden. Er umarmte alle im Sangat und tröstete sie. Andererseits gab es auch Leute, die glücklich waren (weil sie ihre Zeit gekommen sahen, Nachfolger zu werden).

Wie ging es Bhaji damals? Meisters Körper lag auf einem großen Tisch aufgebahrt und Bhaji verbarg sich darunter. Er betete: "Sieh in welchem Zustand die Frau ist, deren Ehemann den Körper verlassen hat und in die ewige Heimat gegangen ist. Wer kann jetzt mein Partner sein?"

Drei Tage nur hatte Bhaji Zeit zu weinen, dann musste Er sich all den Problemen stellen. Wenn Er weinte, tat Er es nur im Verborgenen, hauptsächlich kümmerte Er sich um den Sangat. Und immer, wenn der Sangat von nah und fern kam und fragte, was geschehen war und wie es war (als Meister den Körper verließ), konnte Bhaji nicht weinen, sondern erklärte ihnen alles über Meisters Kompetenz.

Gerade habe ich dieses Foto gesehen auf dem Bhaji zu sehen ist, wie Er vor Meisters aufgebahrtem Körper steht und Seine Hände faltet. Damals betete Er zu Meister: "Physisch hast Du mich verlassen, aber im Innern darfst Du mich nicht verlassen. Lass unsere innere Freundschaft immer weiter bestehen, Du solltest Deine Freundschaft zu mir von innen aufrechterhalten."

Als ich an diesem Tag dort ankam (Biji war später nachgekommen), regnete es stark. Bhaji nahm mich nahe zu sich und begann zu weinen, erst dann konnte Er Sein Herz erleichtern, denn vor dem Sangat konnte Er nicht weinen. Dann sagte Er: "Die strahlende Sonne, die das Licht der Spiritualität ausstrahlte, ist nun im Äußeren untergegangen." Auf der einen Seite wurde die letzte Begräbniszeremonie für Meister abgehalten, gleichzeitig zeigte man einen Film von Ihm, und drittens wurde eine Aufnahme von Seinem Satsang gespielt. Diese verschiedenen Szenen spielten sich ab und es war eine sehr schwierige Atmosphäre, durch die man hindurch musste. Die Menschen saßen in kleinen Gruppen zusammen und sprachen mit Bhaji. Sie wollten von Ihm wissen, was mit Meister geschehen war.

Es wurde also die letzte Zeremonie abgehalten und die Tränen in Bhajis Augen waren gerade getrocknet, als Er begann darüber zu sprechen, dass der ewige Ehemann die Frau niemals verlassen kann, bis Er sie zurück in ihre wahre Heimat gebracht hat, und dass wir so alle zusammen sein werden. Diese Worte waren eine Stütze für uns selbst, aber es war auch so, dass Meister uns auf diese Weise ins Gleichgewicht und zum Stehen bringen konnte. Es war sehr hart, ganz in der Nähe das Feuer brennen zu sehen (in dem man Meisters Körper verbrannte) – es war wie ein Traum.

Wenn man die Wüste bewässert, ergrünt sie, und so war es für uns, wenn wir über die Begebenheiten mit Meister sprachen. Für den Sangat war es Hilfe und Trost, wenn Bhaji über all das sprach, was sich (in dieser letzten Zeit), in der Er bei Meister war, zugetragen hatte, denn jeder wusste, dass Meister niemandem außer Bhaji erlaubt hatte, in den letzten Stunden bei Ihm zu sein, und dass Er keine Medizin mehr von einem anderen Arzt nahm.

In jedem Zentrum sprach Bhaji zu allen diese Worte: "Ich bin der Allerunglücklichste, ich habe das allerschlechteste Schicksal, meine eigene Hand hielt meinen Meister, und doch verlor ich Ihn. Sein Arm war in meiner Hand, ich fühlte Seinen Puls, aber der Vogel – die Seele – ging nach innen in die ewige Heimat und ich blieb mit leeren Händen zurück."

Dann sagte Bhaji zu allen: "Lasst uns meditieren, damit wir Seine innere Schönheit sehen können und erfahren, wie kompetent und lebendig Er ist."

Diese Tage waren sehr schwer für uns. Andererseits wurde bereits die Frage gestellt: "Was hat Meister im Hinblick auf Seinen Nachfolger gesagt?" Und Bhaji antwortete: "Meister hob Seine Hand und sagte: ‚Kudha, der Allmächtige, hat zuvor Seine Arbeit getan und Er wird sie auch in Zukunft tun‘."

Noch war Meisters Platz nicht kalt geworden und schon wurde diese Frage gestellt. Bhaji aber bekam immer mehr Kraft, als Er diese Worte zur Antwort gab. Bhaji war damals sehr beschäftigt (jeder wollte mit Ihm sprechen), aber der Sangat von Amritsar half Ihm sehr, sie sorgten für Sein Wohl, sie brachten Ihm von Zeit zu Zeit Wasser und Essen. Immer wieder stellte man Bhaji dieselbe Frage und Er antwortete: "Meister hat uns all die Bandaufnahmen hinterlassen, Er hat alles über Sich erzählt und ließ es aufnehmen, wir haben Seine Stimme und auch Er wird für immer bei uns sein." Dann sagte Er: "Das helle Licht wurde von der dunklen Nacht verdrängt." Das bedeutete, die Zeit der Trennung von Meister war gekommen und es war sehr schwierig durch sie hindurchzugehen. Und weiter: "Diese Augen, gefärbt in der göttlichen Liebe, waren eins mit Ihm, aber Seine physischen Augen haben wir jetzt für immer verloren. Er ist der Meister, der uns Leben gab, der uns über das Körperbewusstsein erhob und uns zum Gaggan bringen konnte."

"O Kirpal, heute sind Deine Strahlen überall zerstreut, aber es gab eine Zeit, wo wir alle unter Deinen Strahlen, Deinem Schirm saßen. Wie könnte der, der Dich wirklich liebt, schweigen und unter einem anderen Baum sitzen? Sie aber können nicht einmal in der Erinnerung an Dich weinen, sofort haben sie begonnen, einen zweiten Vater zu suchen. Sie alle haben ein schlimmes Schicksal, dass sie so schnell den Glauben an Dich verloren haben und begannen (einen Nachfolger) zu suchen."

In einem solchen Zustand war Bhaji also nach dem 21. August, aber der Sangat half Ihm sehr. Bhaji nahm oft eine Zeile aus Meisters Büchern, die einen Hinweis enthielt, etwas, worüber Meister mit Ihm gesprochen hatte, und erklärte es dem Sangat.

Einmal war Bhaji in der Bombari Road und sagte: "Früher konnten Dich diese Augen physisch sehen, jetzt aber bist Du unseren Augen entschwunden. Diese Augen werden leiden müssen, sie sehnen sich danach, Deine physischen Augen zu sehen, die Du nach innen genommen hast. Du Ozean der Gnade stahlst unser Herz und gingst nach innen. Sahen wir Dich hier in dieser Welt, sahen wir, dass Du Gott bist. Sahen wir Dich im Innern, sahen wir, dass Du der Schöpfer des ganzen Universums bist. Wie könnte ich meine Liebe zu Dir, mit dem ich die Nacht verbrachte, beschreiben?"

Am 23. August kamen wir zurück nach Hause und am 24. August lasen wir in der Zeitung, dass ein neuer Guru (als Nachfolger) propagiert wurde. Als Bhaji das las, ließ Er Sein Zuhause und das Krankenhaus zurück und sagte zu mir: "Jetzt kannst du nur entweder dein Zuhause oder mich behalten, ich gehe." Die Kinder waren noch klein, aber wir ließen sie zu Hause und fuhren einfach nach Delhi. Wir nahmen denselben Zug, mit dem wir immer gefahren waren. Das war der zweite Sturm, die zweite dunkle Nacht, als wir mit ansehen mussten, dass sie einen sogenannten Meister einsetzten, der nicht einmal dabei war, als Meister den Körper verließ. Damals waren nicht viele vom Sangat mitgekommen, nur zwei, drei Leute waren bei uns, als wir in Delhi ankamen. Aber es war, als wären drei-, vierhunderttausend von Amritsar gekommen. Wer auf dem Weg der Wahrheit ist, wer mit der spirituellen Wahrheit ausgestattet ist, fürchtet nichts in dieser Welt.

Bhaji hatte eine ganz besondere Kraft, eine besondere Schönheit von Meister erhalten. Er war so voller Stärke, und als Er Meisters Haus betrat, sagte Er (zu Meister): "Sieh unseren Zustand, wir haben Dir unsere Augen, unser Herz gegeben. Wie könnten wir einen anderen in unser Herz nehmen, einen der nicht einmal bei Dir war, (als Du gingst)?" Und die Leute hörten Ihn laut sagen: "Du solltest uns wenigstens einen Hinweis geben, wie es uns möglich sein soll an Tote zu glauben (an einen falschen Meister, der innerlich tot ist)."

Seine spirituelle Kraft, Sein Feuer, Seine Farbe waren unbeschreiblich. Er war so sehr davon erfüllt, dass Er im Ashram selbst über Mauern springen konnte. Er war von einer so außergewöhnlichen Kraft erfüllt, dass Er niemandem erlaubte etwas Falsches zu tun. Dann begannen die Leute zu sagen: "Der Doktor ist so stark, durch Ihn spricht Meister." Und sie fürchteten sich vor Ihm. Nicht Er sprach, sondern ein anderer sprach durch Ihn, und deshalb kamen alle zu Ihm. Von Anfang an bis zuletzt, sagte Er immer dasselbe, Er gab Meisters Botschaft weiter ohne etwas abzuändern.

Wie könnte der Gurmukh, der Seine Nächte mit Ihm verbrachte und der so lange Zeit mit Meister zusammen war, Seinen spirituellen Garten zerstören? Bhaji sagte immer: "Der Gärtner, der die Bäume gepflanzt hat, wird sie ganz sicher von Zeit zu Zeit bewässern, damit die Pflanzen nicht vertrocknen." Eine so große Kraft kann nur der Gurmukh erkennen, der im Innern zu Ihm gehen kann um herauszufinden, wer Er ist. Er verbrachte Seine Nächte voller Liebe mit Ihm und sagte: "Du hast diesen Garten angelegt, und so wie Du uns den inneren Nektar, das innere Wasser, gibst, so wird er uns zufließen."

Er sagte ganz offen zu jedem: "Er gab mir ein solches Wasser, dass ich nie mehr durstig sein werde. Das Wasser dieses Brunnens, von dem Er das Wasser gibt, wird uns nach innen bringen. Und dieses innere Wasser kann nie verloren gehen. Er, der uns das Licht gab, gab uns auch Richtlinien, wie wir leben sollen. Wenn wir uns an diese spirituellen Richtlinien halten und entsprechend Seinem Willen leben, können wir unter dem Schutz Seines Lichts in unsere ewige Heimat gelangen." Wer Bhaji gesehen hat, weiß, dass Er sprechen und sprechen konnte, die Worte flossen aus Ihm heraus, als würden sie von einer Bandaufnahme kommen (so sehr war Er von Seinem Wissen erfüllt).

Gott hat uns diesen menschlichen Körper gegeben, Er hat uns hierher gesandt, und wir sollten Ihn dafür preisen, es ist nicht unser Verdienst. Er wohnt in unserem Herzen und achtet darauf, wie weit Sein Kind sich entwickelt hat, wie es sich verhält. Als der Geliebte uns in die Welt sandte, gab Er der Seele die Botschaft mit: "Du solltest noch größer werden als dein Vater, du solltest nicht weniger sein als Er." Meisters Worte sind nie ohne Bedeutung, sie werden sich erfüllen.

Meister gab Bhaji so viel Kraft, ein solches Feuer, dass Er sogar über eine fünf Fuß hohe Mauer springen konnte um auf der Satsangtribüne das Mikrofon zu kontrollieren (damit niemand etwas Falsches sagte). Jedes Wort, das Bhaji sprach, war erfüllt mit Meisters Schwingung und Seiner Farbe, und so war jeder bereit zuzuhören und es anzunehmen.

Bhaji sagte: "Ich bin ein solcher Arzt, der mit Meister, mit Kudha, der Gotteskraft, ein Geschäft abgeschlossen hat, aber nur in Bezug auf Naam, nicht wegen weltlicher Dinge." Als Er das mit starker Stimme verkündete, hörte Er, dass auch der Sangat immer mehr Kraft bekam, und sie begannen immer lauter zu sagen: "Doktor, verkaufe Deinen Meister nicht wegen Geld." (Damals wurde ein falscher Meister als Nachfolger propagiert, nur wegen Macht und Geld, und mit diesen Worten wollte der Sangat ausdrücken, dass Bhaji dem nicht zustimmen solle.)

Wenn Bhaji sprach, war jedes Wort mit Meisters Schwingung erfüllt, und der Sangat fühlte eine so starke Ladung, so viel Gnade, dass sie nur Ihn sprechen hören wollten. Auf dem Weg der Wahrheit kann im Innern nur die Wahrheit bestehen, nicht die Lüge, das Falsche.

So wie Bhaji sprach, so wie Er damals war, und das, was Er damals für Meister tat, bewirkte, dass bis heute niemand den Delhi Ashram für sich in Besitz nehmen konnte. Er steht leer (und wird als Erinnerungsstätte an Meister bewahrt). Manche, die nicht wussten, was Bhaji mit Meister erlebt hatte und was Meister in Seinen letzten Stunden gesagt hatte, waren wie ausgetrocknet, aber wenn sie dann Bhaji sprechen hörten, war es für sie, wie wenn man die Wüste bewässert und alles frisch und grün wird. So empfand es der Sangat und Meister übertrug Seinem Gurmukh die spirituelle Kraft und Seine eigene Aufgabe, Seine Mission.

Meister liebte Bhaji sehr. Einmal hatte Bhaji einen leuchtendrosa Turban auf und Meister sagte zu Ihm: "Setz diesen Turban ab, ich kann nicht unterscheiden, ob der Turban oder dein Gesicht in dieser leuchtenden Farbe erstrahlt." So voller Schönheit war Bhaji und alle, die damals an Bhajis Seite waren, konnten es miterleben. Der Sangat betete zu Meister: "Wir sind Dir sehr dankbar, dass wir Deine Botschaft durch Bhaji hören können." Damals war es so, dass Meisters Farbe an vielen Orten überfloss, überall war Kirpals Segen, aber ohne den Gurmukh konnte Ihn niemand fühlen.

Bhaji erlangte Ihn im Innern, und vom Anfang bis zum Schluss gab Meister Ihm Seine Kraft, Seine Farbe, Seinen Segen. Auf diese Weise erfüllt Meister Seine Seelen durch Seinen Gurmukh mit Seiner Gnade und Seiner Kraft, die direkt von Sat Lok kommt. Er gibt der Welt ein Beispiel und beweist, wie Er in jemandem Platz nehmen und Seine Arbeit ausführen kann. So erblüht der spirituelle Garten und das Boot der Spiritualität kann das andere Ufer erreichen. Aber Er kann nur dem Seine Farbe geben, der bereits im Innern gesegnet wurde, und nur derjenige kann sie im Innern erhalten und an die anderen weitergeben.

Einmal schrieb Bhaji in einem Brief an Meister: "Ich möchte meditieren und Deine Berauschung, Deine Farbe erhalten." Meister antwortete: "Ich habe Dir eine solche Farbe, einen solchen Schatz gegeben, den nicht nur du nützen kannst, sondern auch deine Brüder, und dennoch wird er nie zu Ende gehen."

Nur jemand, der diese harten (inneren) Bemühungen einsetzt, der diese Berauschung erhalten hat und immer in Seiner liebevollen Erinnerung bleibt, kann diese Kraft erlangen. Wer Ihm sein Gesicht zugewandt hält, ist Sein Bhagat, Sein Diener, und Er sorgt für ihn. Solche Seelen kommen nicht als Gefangene in diese Welt, sondern ihre Aufgabe ist es nur, Meisters Willen zu erfüllen und die Arbeit auszuführen. Sie fürchten sich vor nichts in dieser Welt, sie geben einfach Meisters Worte, Seine Botschaft, weiter, und wenn sie ihre Aufgabe erfüllt haben, sind sie sofort bereit zurückzugehen. Auch viele Bhagats müssen in die Welt kommen, aber wenn sie in die Welt kommen, wohnt Er in ihrem Herzen.

Bhaji sagte zu Meister: "O mein Kirpal, Du hast in meinem Herzen Platz genommen und durch Deine Gnade ist es mir möglich geworden, harte Bemühungen einzusetzen und Bhakti, Hingabe, zu entwickeln. Auf diese Weise ist eine so starke Festung entstanden, die niemand außer Dir einnehmen kann. Ich bin Dein Gurmukh und mit Hilfe des Sangats werden wir die Arbeit ausführen und die Festung einnehmen. (Wir werden alle Aufgaben erfüllen und zurückgehen.)" Es gab keine Kraft, die Seiner Mission etwas hätte anhaben können, und heute könnt ihr sehen, wie Unity of Man erblüht. Bhaji sagte: "Alles, was Meister über Unity of Man gesagt hat, werden wir mit einem solchen Knoten verschnüren, dass niemand ihn öffnen kann." (Er meinte, niemandem wird es möglich sein, störend einzugreifen.)

Oft war Bhaji am Tag woanders als in der Nacht, innerhalb von vierundzwanzig Stunden konnte Er viele Dörfer und Städte besuchen und Meisters Arbeit ausführen. Warum erzähle ich das alles heute? Es ist die Geschichte von Vater und Sohn, die Geschichte vom 21. August und 25. September.

Bhaji selbst fuhr den Wagen und Er war ganz allein um die Arbeit auszuführen. Meister gab uns Seinen Wagen als eine Kaaba, einen Tempel Gottes, er hatte die Nummer 6552. Bhaji hielt mich immer ganz nahe bei sich und meine Aufgabe war es zu meditieren, damit uns Meister jeden Augenblick führen konnte und wir nichts falsch machten. Tag und Nacht war Bhaji bemüht, die Mission hochzubringen. Er sorgte sich nicht um Sein Zuhause und Er kümmerte sich nicht darum, ob Er Geld in der Tasche hatte oder nicht. Er hielt sich einfach an Meisters Worte, der gesagt hatte: "Doktor, wer mit mir Freundschaft geschlossen hat, muss diese Freundschaft aufrechterhalten und die Arbeit ausführen."

Für uns erhob sich dieser Sturm von neuem, als der 25. September kam. Er selbst klärte Seinen Weg. Damals konnte Er nicht mehr unterscheiden, ob Er hier in dieser Welt oder im Innern sprach, und wenn Er etwas sagte, sprach Er die innere Sprache.

Nach dem letzten Satsang, den Bhaji in Chandigarh hielt, fuhren wir weiter nach Jaipur um Marmor für den Sarovar zu kaufen. Auf der Fahrt sprach Er mit Meister: "O Meister, dieses Tuch (dieser Körper) ist sehr alt geworden, es ist bereits zerschlissen, wann wirst Du mir ein neues geben? (Wann wirst Du mich nach innen nehmen?) Wer die Sonne des inneren Ehemannes gesehen hat, wie kann der zufrieden sein mit dem Licht einer Kerze?"

Ab dem 15. August begann Bhaji in der inneren Sprache zu sprechen, und niemand konnte verstehen, was Er meinte. Nach dem 15. August regelte Er alle Geldangelegenheiten. Niemand konnte Ihm etwas entgegensetzen, weder ich noch der Sangat. Wenn jemand zu Ihm sagte: "Bhaji, arbeite nicht so schwer, du bist erst operiert worden.", erwiderte Er: "Nicht ich bin operiert worden, Biji ist operiert worden, seht, ich bin stark, sie ist die, die schwach ist."

Man konnte Meister durch Ihn erstrahlen sehen. So zeigt sich Hingabe und die harten inneren Mühen. Am 15. August hielt Er Satsang im Sarovar und sagte: "Dieser Doktor wird das Kleid der Wahrheit tragen und dann nach innen gehen und Ebenen durchqueren, wo bisher niemand hingelangen konnte." Und Er fuhr fort mit der Stimme, die von innen kommt, zu sprechen.

Als Er am 21. August Satsang hielt, sprach Er so lange, dass ich zu Ihm ging um Ihn zu bewegen, Schluss zu machen. Aber wieder sagte Er vor allen: "Ich fühle mich gut, sie ist schwach und ist nach vorne gekommen, damit ich aufhöre." Wenn Er auf dem Podium saß, konnte ich hinter Ihm ein Licht, hell wie die Sonne, erstrahlen sehen. Ich war sehr beunruhigt. Dann sprach Er dieselben Worte, wie damals Meister in Dehra Dun: "Heute hört ihr mich sprechen, aber das nächste Mal werdet ihr vielleicht nicht mehr die Worte aus dieser Kehle hören." Als Er meinen Zustand sah, und dass ich ganz schwach wurde, als ich das hörte, änderte Er das Thema und sagte: "Heute sitzen wir alle hier in der Satsanghalle versammelt, aber wir wissen nicht, wer von uns vielleicht schon morgen zu gehen hat."

Er sagte nicht einfach etwas im Äußeren, es war bereits im Innern, in der Versammlung der Heiligen, beschlossen worden, dass Er gehen würde. Auch nach dem Satsang kümmerte Er sich noch ganz liebevoll um alle im Sangat, voller Liebe begegnete Er ihnen und sprach mit ihnen. Wir vier, fünf waren um Sein Wohl besorgt, denn es war sehr heiß, Er aber zeigte sich unbetroffen, weil Er wusste, dass der zweite dunkle Sturm kommen wird (wenn Er Seinen Körper verlässt).

Er wurde zum Schatzhaus Seiner Tugenden und eröffnete uns viele neue Aspekte der Spiritualität. Wenn Er mit dem Sangat zusammen war, war Er sehr glücklich und sprach auf ganz andere Weise, aber wenn Er wieder in Seinem Zimmer war, begann Er erneut die innere Sprache zu sprechen. Er schloss die Tür und sagte: "Heute auf dem Podium habe ich etwas entschieden und ich hoffe, auch du wirst es akzeptieren." Danach sagte Er: "Wenn ich als erster meinen Körper verlasse, sollst du nicht niedergeschlagen sein, und wenn du zuerst gehst, werde ich nicht schwach sein. Wenn ich den Körper verlassen habe, sollte die Flagge der Spiritualität danach genauso hoch gehisst sein, wie sie es jetzt ist." Denn am 28. Juli (1974) gab uns Meister diesen Parshad, dieses Geschenk. Er sagte: "Doktor, geh jetzt, die Kraft der Spiritualität wird in sieben Generationen deiner Nachkommen nicht enden."

Bhaji sprach weiter: "Du darfst nicht wie eine Tote leben, du musst nach innen gehen und bei Meister sein."

Dann redete Bhaji mit mir über die Meditation. Er sagte: "Wenn wir im Tiefschlaf sind, geht die Seele ins Nabelzentrum. (Und wenn wir unbewusst schlafen) haben wir nur weltliche Träume. Du aber bist die Seele, die Schülerin eines kompetenten Meisters, und musst erwacht sein. Wenn du die Augen schließt, solltest du innen sein, und wenn du sie öffnest, bist du wieder in dieser Welt. Dann werden wir in deinen Träumen erscheinen und dir weiterhelfen, wenn etwas schwierig für dich ist." Als ich fragte: "Wovon sprichst du?", wehrte Er ab: "Es kam aus Versehen über meine Lippen, ich spreche von innen."

Man konnte Meisters Kompetenz durch Bhaji erkennen. Als Bhaji den Körper verließ, hatte Er keinerlei Schwierigkeiten, Er ging voller Frieden. Die letzten Tage Seines Lebens war Er so glücklich wie nie zuvor. Ich aber war nicht so glücklich zu sehen, wie froh Er war. (Biji war misstrauisch geworden und befürchtete, dass Er gehen würde.)

Er sagte zu den anderen: "Eure Biji ist bedrückt." Mein ganzer Körper war ganz schwer, ich fühlte große Lasten auf mir liegen. Bhaji sagte: "Ja, das stimmt." Und Bhaji bestätigte es. Er war bis zuletzt immer in meiner Nähe und hatte keinerlei Schwierigkeiten. Um vier Uhr früh (am 24. September) ging Er noch selbst ins Bad und danach sagte Er: "Du hast erlebt, wie viele Schwierigkeiten Meister hatte (in der Zeit, bevor Er ging)." Ich bejahte und Er sprach weiter: "Aber du siehst, ich habe keine Probleme, mir geht es nicht schlecht, denn ich bin der Schüler des kompetenten Meisters."

(Am 21. August) machte ich Ihn darauf aufmerksam, dass am nächsten Tag Initiation sei und Er erwiderte: "Mach dir keine Sorgen, der Eine, der Naam bereitet, ist bei uns. Würde Er uns nicht erwecken, wer sind wir, dass wir Initiation geben können. Wenn Er unsere Hand nimmt und uns hierher führt, (erhalten wir die Initiation) und können sagen: ‚Wir sind jetzt initiiert.‘ Aber Er hat uns zuvor dafür ausgewählt."

Bhaji kannte so viele Begebenheiten mit Meister, von denen nicht einmal ich etwas wusste – unbeschreiblich viele. Und das Opfer von Ihm (Bhaji), der mit Seiner Mission begann, wird immer von großer Bedeutung sein.

Bevor wir (am 24. September) nach Ludhiana (ins Krankenhaus) fuhren, sagte Er zuletzt um vier Uhr: "Kirpal Sagar ist mein Leben, mein Herz, achte darauf." Er hat mit Seiner Mission begonnen und heute sehen wir, wie weit sie bereits erblüht ist. Wer mit Ihm gelebt hat, weiß, wie es war. Er ließ sich von Meister zusichern, dass jedes Blatt nur Meisters Namen tragen soll, überall sollte nur Sein Name sein. Das setzte Bhaji in Kirpal Sagar in die Tat um, überall in Kirpal Sagar, wo man auch hinblickt, sieht man nur den Namen Kirpal.

Bhaji erhielt diesen inneren Parshad und durch dieses Geschenk sind wir alle hier zusammengekommen. Wenn ihr in Seiner liebevollen Erinnerung seid und meditiert, werdet ihr von innen Parshad erhalten. Wenn Liebe euch erfüllt und ihr in Einheit seid und mein und dein  keine Rolle mehr spielen, wird Er in euch sein. Zweifelt ihr aber und wächst dieser Zweifel zu einem Berg an, der euch im Weg steht, ist es für Meister schwierig diesen Berg zu durchdringen. Wollen wir Ihn erlangen, so ist das nur möglich, wenn wir voller Liebe sind.

Wir haben erlebt, wie Seine Liebe hier überall erblühte, und ich bete, dass diese Liebe immer hier sein soll. Er ist nicht weit weg von uns, nur wir sind nicht fähig Ihn zu sehen. Alle, denen Er Geburt gab, sind Seine Kinder. Die Unterscheidung, der ist gut, der ist schlecht, gibt es nur, wenn wir keine spirituelle Berauschung haben. (Der innere und der äußere Satsang sind eins) und selbst wenn wir nur einen Satz, der im Satsang gesagt wurde, verinnerlichen, können wir die Gnade erhalten.

Wenn wir zum Beispiel Meisters Geburtstag oder den Tag, an dem Er den Körper verließ, feiern, wird an diesen Tagen eine spezielle Gnade gegeben. Sein Ozean ist sehr tief und groß und Er gibt jedem die Möglichkeit ein Bad darin zu nehmen.

Bhaji sagte, dass Er immer nur Meisters Wunsch ausführte, nie tat Er einen Schritt ohne dass es Meisters Wunsch gewesen wäre. Auch ich mache es so und ich wünsche mir von euch dasselbe.

Heute Nacht sind wir noch hier, morgen werden wir zurückfahren und den Platz wiedersehen, der der Ozean Seiner Gnade ist.

Als Meister uns mit Kirpal Sagar segnete, sagte Er: "Doktor, niemand konnte bisher einen solchen Platz fertig stellen. Wenn du diese Aufgabe übernimmst, wirst du Probleme auf dich nehmen müssen." Bhaji antwortete: "Ich bin bereit mich zu opfern, aber ich will diesen Platz aufbauen."

Wir alle, die wir hier beisammensitzen, sind von Seiner Liebe und der Erinnerung an Ihn erfüllt. Es gibt nur einen Handelnden und der einzige Schlüssel ist in Seiner Hand.