| Aus Sant Kirpal Singhs Leben |
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Von Dr. Harbhajan Singh Meister sprach von den höchsten Dingen und Seine Worte sind voller Harmonie. Was Er auch sagte, Er sprach aus der Tiefe Seines Herzens. Die Art, wie Er etwas ausdrückte, hatte immer etwas zu bedeuten. Aus allem, was Er in Seinem Leben sagte, konnten wir etwas lernen. Viele Menschen kamen zu Ihm, und jeder konnte etwas erhalten. Er liebte jeden einzelnen, unabhängig davon, wie er sich verhielt, was er tat oder dachte. Er liebte den Sünder noch mehr als den Gottesfürchtigen. Deshalb änderten viele Sünder und Verbrecher ihr Leben und wurden zu Seinen ergebenen Schülern.1 Es ereigneten sich viele Begebenheiten, die Seine Kompetenz zeigen. Ganz leicht konnte Er das Leben eines Menschen ändern. Wenn jemand mit Liebe im Herzen zu Ihm kam, beseitigte Meister durch Seine Aufmerksamkeit die Wurzel Seines Problems, und derjenige wusste oft gar nicht mehr, warum er zu Meister gegangen war. Für diese besondere Aufgabe kommen die Meister in die Welt. Sie bringen nicht nur Glauben und Vertrauen in uns hervor, sondern durch diesen Glauben, durch dieses Vertrauen bringen sie uns nach Hause zurück. Ihr wisst, bei Meister geschahen viele wunderbare Dinge, aber es sind keine Wunder, sondern Begebenheiten. Es besteht ein großer Unterschied zwischen Wundern und Begebenheiten. Die Meister zeigen keine Wunder, sondern alles, was sie tun, steht mit den Naturgesetzen im Einklang. Wenn ein Bedarf besteht, erfüllt Er ihn. Viele solche wunderbare Begebenheiten ereigneten sich überall in der Welt. Würden wir alle zusammenfassen, könnte man ein dickes Buch darüber schreiben. Aber um das heutige Thema zu verstehen, müssen wir in das Heiligtum unseres Herzens eintreten, denn hier ist der höchste Ort im menschlichen Körper. (Es ist wie bei Mutter und Kind). Würde das Kind nach Hause kommen, würde es sofort die Liebe der Mutter erhalten. Aber obwohl die Mutter auf das Kind wartet, spielt es am Spielplatz und ist nur in das Spiel vertieft. So hat Er uns viele Mittel und Wege genannt aus Liebe und Mitleid für jedes Seiner Kinder. Er tut Sein Äußerstes. Manchmal geht Er sogar für euch aufs Schlachtfeld, wo ihr gegen euren Feind kämpfen solltet. Dann müsst nicht ihr hingehen, sondern Er erringt einen Sieg für euch, alles ist dann in eurem Interesse. So vieles hat Er bereits für uns getan.3 Einmal fuhr ein Mann mit mir zu Meister, der eigentlich von jemand anderem initiiert war, aber obwohl er viele Jahre schon bei diesem Meister war, konnte er keine Erfahrung erhalten. Meister aber konnte in einem Moment diese Erfahrung geben. So war er mit mir zu Meister gefahren, und Meister fragte ihn: "Wie bist du hierher gekommen?" Er sagte: "Ich bin ein Schüler von einem anderen Meister, aber mein Meister hat den Körper bereits verlassen." Meister sagte: "Das macht nichts. Was möchtest du?" Er sagte ganz offen: "Ich möchte, dass du für mich verantwortlich bist." Meister sagte: "Gut, ich bin für dich verantwortlich." Einige Zeit danach wurde dieser Mann auf seinem Feld im Schlaf überfallen. Die Diebe wollten ihm mit einem scharfen Messer die Kehle durchschneiden. Da erinnerte er sich augenblicklich an Meister: "Du hast mir ein Versprechen gegeben, und was wird jetzt mein Schicksal sein? Ich werde gleich sterben, aber du hast mir doch ein Versprechen gegeben." Sofort erschien Meister. Die, die ihn überfallen hatten, standen auf der linken Seite, und Meister stand rechts. Einer rief dem anderen zu: "Worauf wartest du denn, bring ihn um!" Dieser wollte auf ihn losgehen, da drehte sich der Überfallene plötzlich nach rechts, weil er dort Meisters strahlende Gestalt stehen sah, und so wurde er nur am Ohr verletzt. Als ihm das Ohr fast abgeschnitten wurde, war sein ganzer Körper mit Blut bespritzt, aber gleichzeitig erhob er sich über das Körperbewusstsein. Er sah Meister und erhob sich über den Körper. Die Angreifer sahen ihn liegen und dachten, er sei tot, und liefen weg. Am nächsten Morgen kam er zu mir, das Ohr war nicht ganz abgeschnitten, es hing noch ein wenig fest, und ich nähte es wieder an. Ich sagte: "Gut, das kann ich tun für dich." Er fragte: "Was bekommst du dafür?" Ich antwortete ihm: "Meisters Gnade hat dich beschützt, so ließ ich es kostenlos annähen." Ich könnte euch noch so viele Beispiele Seiner Gnade geben, doch ich möchte euch nur sagen, dass Seine Liebe und Sein Segen immer da sind.4 Ihr habt die Gnade eines Meisters erhalten, der euch nie mehr verlassen wird. Er kann euch alles geben, alles was ihr euch von Herzen wünscht. Er möchte uns jeden Wunsch erfüllen. Ihr wisst, es gibt so viele Wünsche – nicht die weltlichen, sondern die spirituellen Wünsche. Ein Schüler möchte immer nur Meister sehen, immer nur Meister sprechen hören. Er sehnt sich danach, immer in inniger Harmonie mit Ihm zu sein. Manchmal erhebt sich in uns das Verlangen, alle weltlichen Wünsche zu opfern, um Seine überfließende höchste Liebe zu erhalten. Vergessen wir die Welt dann nur für einen Augenblick, fühlen wir, dass wir bereits im Schoss des Vaters sind. Manchmal, wenn wir uns von der Welt und den weltlichen Verhaftungen frei machten, fühlten wir die ganze Nacht über Seine Gegenwart. Wir wollten immer Seine liebevolle Stimme hören, immer Seine Aufmerksamkeit erhalten. Wie ging es denen, die Ihn zu lieben begannen? Sie wollten nur noch Ihn sehen. Ging Er fort und fuhr woanders hin, folgten sie Ihm einfach nach. Ich sage euch, diese Sehnsucht ist nie erfüllt, sie wird von Tag zu Tag größer. Sie ist wie eine ins Innere eingebettete Blume, die augenblicklich wächst und blüht und mit dem Duft, den sie verströmt, das ganze Herz erfüllt. Ihr wisst, als Meister einmal krank war, waren wir drei Monate lang bei Ihm. Wir dachten damals keinen Augenblick daran, wieder zurück nach Hause zu fahren. Zu dieser Zeit musste ich (im Krankenhaus) jeden Tag mehr als 150 Patienten betreuen. Aber ich übergab alles Ihm und sagte: "Kümmere Du Dich darum." Es gab keinerlei Probleme im Krankenhaus, alles war in Ordnung, denn wir wussten im Herzen, dass Er für alles sorgt. Wir waren sehr glücklich, bei Ihm zu sein, und es ging Ihm von Tag zu Tag besser. Doch eines Tages wollte Meister uns unbedingt zurückschicken. Er wies uns im Inneren an zurückzufahren. Wir hatten keinen Wunsch im Herzen, nach Hause zurückzufahren, aber Er gab uns diese Anweisung. Also machten wir uns bereit, und dann gingen wir mit all unserem Gepäck zu Ihm, um uns zu verabschieden. Viele Menschen saßen bei Meister. Wir standen dort, und von Zeit zu Zeit schaute Meister uns an. Wir wollten einfach so stehen bleiben, solange es Ihm gefiel. Wir hatten es nie eilig, diesen Ort zu verlassen. Dann fragte uns Meister: "Warum seid ihr gekommen?" Ich sagte: "Meister, wir müssen heute nach Hause fahren." Meister sagte: "Ich werde es euch nicht erlauben, ich sage euch ein für allemal, ich werde es nicht zulassen, dass ihr geht." Ich sagte: "Meister, wir müssen fahren." Aber gleichzeitig blieben wir stehen. Meister sagte: "Mir macht es nichts aus, von mir aus könnt ihr hier stehen bleiben, aber ich werde nicht zulassen, dass ihr fahrt." Als alle gegangen waren, bat Er mich: "Dann untersuche wenigstens mein Herz, bevor du gehst." Ich ging zu Ihm, und Meister hob Seinen rechten Arm. Ich sagte: "Meister, Dein Herz ist auf der linken Seite." Meister fragte: "Bist du sicher, dass es auf der linken Seite ist?" Ich sagte: "Meister, ich weiß, dass dort Dein physisches Herz ist." Aber ihr wisst, Meisters Herz ist am dritten Auge. Als ich Ihn also untersuchte, war ich Ihm ganz nahe, und mit ganz sanfter Stimme sagte Er sehr liebevoll: "Nein, es ist meine Anweisung, ihr müsst fahren." Wirklich, man kann es nicht mit Worten ausdrücken, wie sehr Er uns liebt, und nur wenige Menschen haben sich bemüht, es zu erkennen. Wüssten wir wirklich, wie groß Seine Liebe, Sein Mitgefühl ist, dann würden wir fühlen, dass sie niemals endet. Diese Liebe zwischen Meister und Schüler wird immer größer.5 Auf einer Reise durch Indien kam Meister nach Amritsar. Er hatte Satsang gehalten, und ich dachte darüber nach. Meister hatte im Satsang gesagt: "Würde der Meister dem Schüler Seine Liebe zeigen, würde er die Welt vergessen und zu tanzen beginnen." Ich dachte mir, wie ist das möglich? Wie kann das sein? Viele Menschen saßen beim Satsang. Als ich dann mit Meister allein im Zimmer war, sagte Er zu mir: "Gut, nun ist es Zeit aufzubrechen, ich muss nach Pathankoth fahren. Dort wird ein Satsang sein." Ich sagte: "Meister!" Er sah mich an, und sofort begann ich zu weinen. Meister umarmte mich. Er setzte sich in den Wagen, sah mich nochmals an und sagte: "Ich muss jetzt fahren." Ich war in einem Zustand wie ein Kind, das nur seine Mutter kennt und nur ihr nachlaufen möchte. So nahm ich mein Motorrad und fuhr Meister nach. Wir fuhren ungefähr sechs oder sieben Kilometer. Dann bat Meister den Fahrer, den Wagen anzuhalten. Er stieg aus und fragte: "Was möchtest du?" Ich antwortete: "Meister, ich kann es nicht sagen, eigentlich wollte ich nicht mit Dir nach Pathankoth fahren." Meister fragte: "Warum fährst du mir dann nach?" Ich begann wieder zu weinen. Meister sagte: "Schau mich an!" Ich sah Ihn an und fühlte, wie ich mich völlig zurückzog, ich konnte nicht einmal mehr meine Beine bewegen. Ich erzähle euch diese Erfahrung deshalb, weil sie zeigt, dass zwischen dem, wofür wir Meister halten, und dem, was Er wirklich ist, ein großer Unterschied liegt. Dann sagte Meister: "Bist du nun glücklich? Weißt du nun, dass es so ist (wie es im Satsang erklärt wurde)?" Ich sagte: "Meister, ja es ist so." "Dann gehe wieder zu deiner Arbeit", sagte Meister. "Oder brauchst du noch mehr?" Ich sagte: "Meister, ich brauche noch mehr!" Aber Er erwiderte: "Ich weiß, wann ich etwas geben kann, aber du weißt nicht, wann du bereit bist, es anzunehmen."6 Meister sagte manchmal, dass er zwei Schwierigkeiten in Seinem Leben erfuhr. Das eine ist die schwierige Zeit für einen Schüler, bevor der Meister kommt, und das andere ist die Zeit nach Meisters Aufbruch. Das trifft genau zu, niemand kann es abstreiten. Das sind die Schwierigkeiten, die immer wieder in das Leben eines Schülers, der sich Ihm hingegeben hat, kommen. Ich habe es zu einem gewissen Grad selbst erfahren. Während wir Seine Arbeit ausführen, sind wir alle innerlich mit Ihm verbunden und fühlen immer Seine Nähe. Jeder von uns weiß, dass wir nur sehr kurze Zeit in dieser Welt sind. Was aber wünscht sich Meister für uns? dass wir für immer bei Ihm sind, für immer in Seiner liebevollen Gemeinschaft. Vater und Sohn müssen eins werden, sie müssen in ein und derselben Farbe gefärbt sein, das ist Sein Ziel. Es ist Seine heilige Aufgabe, uns das zu schenken. Wenn euer Freund euch ein Geschenk bringt, müsst ihr es nehmen. Er hat viele, viele Geschenke. Manche Seiner Geschenke werden euch höchstes Glück bringen, manche Berauschung, manche Traurigkeit – ihr könnt in der Welt nicht mehr glücklich sein. Manchmal werdet ihr euch von eurem eigenen Selbst getrennt fühlen. Wenn ihr all Seine Geschenke im Innersten eures Herzens erhalten habt, fühlt ihr euch niemals getrennt von Ihm. Immer strömen Seine Gedanken in euch ein; was Er auch von euch wünscht, werdet ihr so machen, wie Er es möchte, es ist dann gar nicht anders möglich. Einmal war Meister in Amritsar, als eine Frau sehr zu weinen begann. Meister fragte sie, was sie so traurig mache, aber sie wollte nicht sprechen, sondern weinte nur. Schließlich sagte sie: "Meister, letzte Nacht erschienst Du mir (in der Meditation), aber Du bist nicht bei mir geblieben. Ich wollte so gerne bei Dir sein." Da schaute Meister überall herum, und ich sagte augenblicklich: "Warum weinst du? Er ist ja jetzt bei dir, du kannst Ihn ja jetzt alles fragen, Er sitzt ja vor dir." Sofort schaute mich Meister an. Ich weiß nicht, ob Er mit dem äußeren oder mit dem inneren Auge auf mich schaute, doch ich erhielt überfließende Liebe. Ich konnte das Gewicht Seiner Liebe nicht tragen. Ich ging mit Ihm hinein, Er war allein im Zimmer, und es war sehr schön. Sein Lächeln war sehr einfach, aber es war voller Liebe. Ich selbst, und diejenigen von euch, die damals mit Ihm zusammen waren, haben gesehen, dass Er nie ärgerlich mit jemandem war. Wenn Er manchmal Missbilligung zeigte, dann nur, um jemandem die Bedeutung von etwas verständlich zu machen. Aber gleichzeitig wurde Er im Inneren sehr sanft und schenkte ihm Seine Aufmerksamkeit. Was bewirkte diese Aufmerksamkeit? Er gab die Lösung für das Problem des Schülers.7 Einmal kamen zwei Männer, die Streit miteinander hatten, zu Meister, damit Meister darüber entscheiden sollte. Beide waren initiiert, und Meister liebte sie beide. Aus einem bestimmten Grund hatten sie Streit, und niemand konnte entscheiden, wer recht hatte. Meister fragte den einen der beiden. Er war sehr emotional und nahm Meisters Zeit lange in Anspruch. Meister hörte sich alles an, Meister gab ihm Liebe, aber nur äußerlich. Als aber der andere an der Reihe war, sagte er nur: "Meister, Du weißt alles, wozu soll ich Dir etwas erzählen? Was immer Du entscheidest, wird mich glücklich machen." (Der Streit ging um Geld), und Meister sagte: "Du musst es bezahlen." Er antwortete: "Ja, Meister. Ich werde es bezahlen." Der erste Mann war sehr glücklich, denn alles hatte sich zu seinen Gunsten gewandt. Als sie gerade gehen wollten, sagte Meister zu dem anderen: "Komm noch einmal zu mir, bevor du gehst." So ging er noch einmal zu Ihm. Meister gab ihm viel Liebe. Er gab ihm einen Apfel zu essen und sagte: "Du kannst meditieren." Nach ein, zwei Jahren sah ich beide wieder. Der eine, der nichts gesagt hatte, dem Meister den Apfel gegeben hatte, musste zwar viel Geld bezahlen, um den Streit zu beenden, aber er war zu einem vollkommenen Menschen geworden. Der andere aber, der alles bekommen hatte, lebt immer noch wie ein Bettler. Meister hat eine so wunderbare Art, Sein Kind zu lieben. Er ist der Geber allen Glücks; aber wir sind nur hinter den selbstgeschaffenen Freuden her, die durch Emotionen entstehen, obwohl wir wissen, dass das nicht Meisters Wunsch entspricht, und deshalb erreicht uns Seine Gnade nicht. Wir warten auf Seine Gnade, aber wir sind nicht dafür bereit. Ein Schüler sollte viele Dinge aus dem Leben eines Heiligen lernen. Meisters Mitgefühl, Seine Liebe ist grenzenlos. Doch nur sehr wenige kosteten Seine Liebe. Wenn man Seine Liebe kostet, vergisst man alle sinnlichen Vergnügungen, man vergisst sogar sich selbst. Ihr wisst, in der Spiritualität ist es so, wenn ihr euch außen völlig vergesst, erhebt ihr euch im Innern ins Überbewusstsein. Das ist ein Weg, sich Ihm hinzugeben. Während Seines Lebens wollte Er uns vieles lehren. Aber sogar wenn die Menschen direkt bei Ihm saßen, schufen sie mehr und mehr Wünsche. Viele kamen wegen weltlicher Probleme zu Ihm. Meister kann das alles lösen, aber es ist besser, wenn es geschieht, ohne dass wir darum bitten. Denn es ist Seine Sache. Wir behalten die Probleme in uns, nur um beständig dem Gemüt Nahrung zu geben. Dingen, die rein durch das Gemüt entstanden sind, die gar nicht wirklich zu euch gehören, braucht ihr keine Aufmerksamkeit zu schenken. Lasst all das und entwickelt eine vorherrschende Leidenschaft für Ihn. Wenn ihr einen alles beherrschenden Wunsch für Ihn habt, verlassen euch all die Wünsche, die das Gemüt beständig schafft, denn wo die positive Kraft ist, kann die negative Kraft nicht bleiben.8 Als Meister auf Seiner letzten Reise war, kam Er nach Amritsar, und Er besuchte uns auch in unserem Haus in Nagkalan. Bevor Meister jedoch zu unserem Haus kam, sagte Er: "Gut, ich werde in dein Haus kommen, aber unter fünf Bedingungen." Meister sagte: "Dieses Haus gehört nicht dir, das Krankenhaus gehört nicht dir, die Farm, die Landwirtschaft gehören mir und das Geld, das du verdienst, gehört mir. Selbst deine Kinder gehören mir, ich bin für sie verantwortlich." Ich sagte: "Meister, dann bin ich also allein?" Meister antwortete: "Auch du gehörst mir." Meister nahm alles an. Meister aber nahm es nur, Er sprach diese Worte nur, weil Er wusste, dass ich alles losgelassen hatte, wer sollte es sonst nehmen? Wenn etwas für Meister gegeben wird, für die rechte Sache, muss Meister es annehmen. Wir hatten keine Verhaftung daran. Meister wusste genau, dass wir alles losgelassen hatten. So war Er der Eigentümer von allem. Als Er in unser Haus kam, stellte Er mir eine Frage. Er sagte: "Du hast mich nie um etwas gebeten, heute kannst du mich um alles bitten." Ich antwortete: "Ja Meister, ich habe einen Wunsch." Er sprach: "Sage es mir!" Ich sagte: "Deine Mission soll auf der ganzen Welt blühen." Meister war sehr glücklich. Er aß gerade Orangen, ein Stück war bereits ein wenig an Seinen Lippen. Meister nahm es zurück und steckte es in meinen Mund. Er sagte: "Ich bin sehr zufrieden. Viele Menschen kamen zu mir mit verschiedenen Wünschen. Sie kamen wegen weltlicher Angelegenheiten, wie dem Wohl ihrer Kinder. Sie begriffen nie, dass all diese Dinge nur Nebensächlichkeiten sind und Meister sich um diese Nebensächlichkeiten ohnehin mit aller Sorgfalt kümmert. Meister weiß, was das Beste für Sein Kind ist. Wir aber wollen nur Staub und Schmutz. Meister möchte uns einen Diamanten geben, wir aber sagen: "Nein, wir wollen Eisen, wir wollen Unrat sammeln." Wir erkennen nicht, dass Meister Seinem Kind etwas sehr Kostbares geben will. Meister war damals sehr glücklich. Er sagte: "Niemals ist jemand mit diesem Wunsch zu mir gekommen. Du hast eine sehr hohe Sache erbeten." Er sagte: "Dies werde ich dir geben." Die Mission ist der Baum, während alle anderen Dinge, Spiritualität, Meditation und alles andere die Zweige sind. Wenn es keinen Baum gibt, wo werden dann die Äste sein? Sie werden alle verdorren.9 Ihn in sich zu tragen bedeutet, in Seiner süßen Erinnerung zu sein. Die Menschen, die Ihn nicht gesehen haben, fragen, wie sie sich an Ihn erinnern können. Wie ist das möglich? Ihr erhaltet dieses Glück beständig von innen, Er ist eurer Seele eingeboren. Denkt an Ihn, und Er ist da. Zur Zeit der Initiation erscheint Er. Er schenkt euch Liebe, Er lässt euch einschlafen und erscheint in euren Träumen. Er liebt euch und tut alles für euch. Sein Wunsch ist es, immer für Sein Kind zu sorgen. Aber wenn wir es nicht spüren, wenn wir Ihn nicht brauchen? Manchmal wollen wir nur etwas vom Gemüt, wie kann dann die Meisterkraft bleiben? Die Menschen sagen, dass es sehr schwierig ist, das Gemüt zu ändern. Das ist richtig, mit negativen Gedanken könnt ihr das Gemüt nicht kontrollieren. Ihr könnt es nur mit positivem Denken unter Kontrolle bringen. Im positiven Denken ist Liebe, Mitgefühl und Schwingung enthalten, und das wird die ständigen Aktivitäten des Gemüts beenden. Das Gemüt ist die Quelle aller negativen Gedanken. Was ist im Gemüt zu finden? Verhaftung, Vergnügungen, auch Glanz und Bezauberung, doch das ist alles Täuschung. Es ist alles nur Schwindel und nicht wirklich Gold. Es glitzert wie Gold, aber nicht alles, was glänzt, ist Gold. Meistens fühlen wir uns leer, wir haben Seine Liebe nicht in uns, nicht Seinen Zauber, nicht Seine Schönheit, doch all das möchte Er uns geben. Es gibt Menschen, die all das aus Seinem Reservoir erhielten, es ist jederzeit zu erlangen. Ihr könnt alle Hilfe von Meister erhalten, ihr braucht nur all eure weltlichen Probleme, eure schlechten Gefühle für andere Ihm hingeben – ihr mögt sagen, die schmutzigsten Dinge, die ständig euer Bewusstsein krank machen. Er verlangt nicht, dass ihr Ihm etwas Gutes gebt, Er möchte nur alles Schlechte von euch. Er weiß, wie Er all das fortwerfen kann. Wir wissen nur, wie wir es in uns behalten können.10 Wenn ihr euch nur mit euren Wünschen identifizieren wollt – gut. Sonst ist Meister da, um euch zu helfen. Er hilft euch nicht nur hier, sondern auch im Jenseits. Wisst, dass er euer bester Freund ist. Er möchte eure Lasten auf Seine Schultern nehmen. Er weiß, wie Er sie tragen kann. In vielen Leben hat Er gelernt, wie man Lasten trägt. Er kam nur in die Welt, um die Arbeit eines Kulis zu verrichten. Was ist ein Kuli? Es ist jemand, der euer Gepäck trägt, wenn ihr vom Zug ausgestiegen seid. Er sagt: "Komm, gib mir deine Lasten, du hast schwer zu tragen, ich werde sie dir nach Hause bringen." So hat Er die Arbeit eines Lastenträgers übernommen und führt diese Arbeit auch jetzt aus. Ihr braucht jemanden, der eure Lasten trägt. Am Anfang seht Ihn nicht als Meister, sondern als Kuli. (Zuerst wird es so aussehen, als ob Er euch) in dieser Welt wenig helfen kann. Aber dann werdet Ihr sehen, auf welch wunderbare Weise Er Seine Arbeit tut. Er ist euer Diener, und ihr braucht Ihm nichts zu bezahlen. Er ist ein gekaufter Sklave. Wenn ihr wirklich versteht, wer Meister ist, dann begreift ihr, dass Er ein gekaufter Sklave ist. Wir aber brauchen Ihn nicht. Würden wir Ihn brauchen, wäre Er stets zu unseren Diensten. Er lebt in den höchsten Regionen, aber noch bevor ihr daran denkt, ist Er bereits mit euch. Er ist bereit, eure Lasten, eure Bürden, all euer Gepäck zu tragen – aber nur, wenn ihr es wollt – sonst nicht, das ist ein Gesetz, das immer Gültigkeit hat. Er kann euch nicht dazu zwingen. Er wird nur eure Lasten auf sich nehmen, wenn ihr es wünscht. Habt ihr diesen Wunsch, so weiß Er es sofort und kommt. Er sagt dann: "Gut, deine Last ist dir zu schwer, gib sie mir." Ich erinnere mich an eine Begebenheit, die sich in der Nähe, vielleicht zwei Kilometer von meinem Dorf entfernt, zutrug. Ein Mann wurde sehr krank. Alle seine Verwandten waren versammelt. Er weinte sehr und sagte, dass er sterben müsse. Er war Lehrer von Beruf, und eine Lehrerin, die sehr viel in Meisters Mission mithalf, und in Seinem Werk ein guter Kamerad für uns war, besuchte ihn. Dieser Lehrer war nicht initiiert, er wusste nichts über Meister und hatte auch noch nie ein Bild von Ihm gesehen. Sie sprach vom Zweck des menschlichen Lebens und fragte ihn: "Sag mir, was hast du für Schwierigkeiten, lass uns von Herz zu Herz darüber reden. Sag es mir, wenn ich dir irgendwie helfen kann." Er sagte: "Mir ist, als ob auf meiner Zunge, meinen Ohren, meinem Kopf, meinem ganzen Körper große Lasten liegen, ich kann weder richtig hören noch sprechen. Ich weiß nichts mehr, ich kann nur noch über meinen schlimmen Zustand weinen. Ich kann all das, was mit mir geschieht, nicht mehr ertragen." Eigentlich hätte er in diesem Zustand gar nicht sprechen können. Nur weil ein Schüler eines kompetenten Meisters bei ihm war, verließ die negative Kraft den Ort, und er konnte sprechen. Selbst wenn jemand zur Zeit des Todes von etwas loslassen möchte, ist es ihm nicht möglich. Kabir sagt: "Wenn der Engel des Todes erscheint und den Menschen gewaltsam aus dem Körper zieht, wird sein ganzer Körper von innen her erschüttert, dann erkennt er für einen Augenblick seine Lage. Der ganze Körper wird zerstört, und er verliert die Sinne. Er weiß nicht mehr, wer bei ihm ist." So ist es manchmal. Sie Lehrerin erzählte ihm auch von Meisters Kompetenz, und so entstand in ihm ein Wunsch. Er dachte: "Ist das wirklich möglich? Nie habe ich gedacht, dass man diese Dinge in der Welt erlangen kann. Ich wusste nur, dass es früher bei den kompetenten Meistern möglich war, deren Lehren wir kennen. Wir liebten diese Lehren, aber wir hatten keinen Zugang zur Praxis. Wir wussten nicht, dass es den praktischen Weg gibt, das habe ich nicht für möglich gehalten. Das ist ja wunderbar, wenn es einen solchen Meister in der Welt gibt." Die Lehrerin ging später nach Hause. Der Engel des Todes erschien wieder, doch sofort kam Meister. Meister manifestierte sich, und der Engel des Todes verschwand. Der Sterbende war überglücklich, seine Freude kannte keine Grenzen. Nun erfuhr er all das (wovon die Lehrerin gesprochen hatte), und er sah Meister. Zwei Stunden vor seinem Tod hatte er ein wenig über Ihn erfahren können, und gleich danach manifestierte sich Meister. Er sagte: "Du hast an mich gedacht." - Es ist sehr schwierig (in einem solchen Zustand), sich an Meister zu erinnern. "Wer immer dir geholfen haben mag, du hast an mich gedacht, und so war es meine Pflicht, dir zu Hilfe zu kommen. Schau her, deine Lebenszeit ist abgelaufen." Er sagte: "Ja, Meister, ich muss gehen." "Gut", sagte Meister, "ich gebe dir Leben von mir, geh glücklich zurück, erfülle den Zweck des menschlichen Lebens und löse das Rätsel des Todes; denn die Aufgabe, für die du in die Welt kamst, hast du noch nicht erfüllt. Nun hast du es erkannt, und dein Leben wurde verlängert. Aber nur deshalb, weil du es erkannt hast, sonst hättest du keinen Anspruch darauf gehabt." So hat Meister sein Leben verlängert. Das sind Beispiele, die Meisters Kompetenz zeigen, und wie unsere Lebensweise damit verbunden ist. Beides geht jetzt Hand in Hand. Der Zweck des menschlichen Lebens ist nicht von Meisters Kompetenz zu trennen, ihr selbst könnt von Meister nicht getrennt werden, denn ihr kommt von Ihm. Ihr gehört zur positiven Kraft und habt nichts mit der Welt zu tun. Aber das war uns nie bewusst. Wir sagten: "Die Welt ist dazu da, dass wir uns vergnügen. Lasst uns genießen, denn eines Tages müssen wir sie verlassen." Aber jeder muss jetzt sehr weise sein, sage ich euch, denn sonst gibt es keinen Ausweg.10 1 Tape 87/87, 27.12.87
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