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Home Worte von Sant Kirpal Singh Worte 1988/2 Seid wachsam und beobachtet euch selbst
Seid wachsam und beobachtet euch selbst

Von Sant Kirpal Singh aus dem Buch "Light of Kirpal", Kapitel 50


Frage: Manchmal bemüht man sich krampfhaft, von seinem Fehler loszukommen, dabei aber unterdrückt man etwas, und das befreit uns in Wirklichkeit nicht von dem Fehler. Es macht uns nicht rein.

Meister: Warum etwas erzwingen, wozu? Es geht nicht darum, etwas zu erzwingen. Zumindest habt ihr jetzt erkannt, welche Fehler ihr habt. Nun versucht, sie zu beseitigen. Eine beständige, wachsame Kontrolle all eurer Gedanken ist notwendig. Wenn ihr heute fünfmal versagt habt, versucht, morgen nicht mehr als zwei Fehler zu machen. Beseitigt einen Fehler nach dem anderen. Das ist nur möglich, wenn ihr euch selbst beobachtet. Außerdem solltet ihr nicht negativ denken. "Ich bin ein Sünder, ich bin ein Sünder; das habe ich getan, das habe ich falsch gemacht."Das bringt nichts. Ihr müsst versuchen, die Fehler zu verringern. "Ich bin ein Sünder, gut, aber ab jetzt werde ich keiner mehr sein."Was sagte Jesus zu der Frau, die Ehebruch begangen hatte? Er fragte die Leute, wie dieses Verbrechen nach ihrem Gesetz bestraft werde. Sie antworteten, dass sie zu Tode gesteinigt werden sollte. "Gut, wenn einer unter euch ist, der diese Sünde nie begangen hat, so werfe er den ersten Stein."Wer hätte das gewagt? Niemand. Dann sagte er zu ihr: "Gut, tue es nicht mehr."Darauf kommt es an. Immer zu grübeln und zu denken: "Ich bin ein Sünder, ich bin ein Sünder«, bringt nichts. Ihr seid kein Sünder, ihr habt Sünden begangen. Ihr habt euch beschmutzt – wascht den Schmutz weg! Ihr seid wie goldhaltiges Erz, das aus dem Bergwerk kommt. Wenn ihr alle Verunreinigungen entfernt, seid ihr reines Gold.

Ich habe euch bereits gesagt, Gott plus Wünsche ist der Mensch – Mensch minus Wünsche ist Gott. Wenn ihr euch auf diese Art und Weise eine Zeitlang selbst beobachtet, wird das zur Gewohnheit, und die Gewohnheit wird euch zur Natur. Ihr werdet es dann nicht mehr wagen, zu lügen oder sonstige Fehler zu begehen.

Frage: Du sagst, wir sollten uns unserer Gedanken bewusst sein. Wenn in der Meditation Gedanken hochkommen ...

Meister: Warum kommen Gedanken auf? Weil unsere Aufmerksamkeit nachlässt.

Frage: Ja. Wenn in der Meditation Gedanken hochkommen, und wir uns dessen bewusst werden, wird dies unsere Aufmerksamkeit nicht noch mehr zerstreuen?

Meister: Warum kommen Gedanken hoch? Weil unsere Aufmerksamkeit nachlässt. Ich denke, diese Gedanken würden nicht in euch hochkommen, wenn eure Aufmerksamkeit nicht nachlassen würde. Das unterbewusste Reservoir unseres Gemüts fließt über von all diesen Gedanken. Macht eine Sache ganz, (mit ungeteilter Aufmerksamkeit). Deshalb habe ich gesagt: "Vertieft euch beständig und ohne Unterbrechung! Schaut genau in die Mitte der Dunkelheit, um herauszufinden, was dort ist."Solange ihr es so macht, wird kein anderer Gedanke eindringen. Nur wenn ihr nicht in die Mitte der Dunkelheit, sondern in die weite Fläche vor euch schaut, kommen Gedanken auf. Gleichzeitig solltet ihr, wie ich euch bereits sagte, nicht negativ denken oder sprechen, sondern immer positiv.

Ihr seid die Seele. Ihr seid ein Kind Gottes. Ihr seid Gott in Miniaturform. Ihr seid vom selben Wesen wie Gott, nur beschmutzt. Wascht den Schmutz weg. Was ihr heute falsch gemacht habt, macht morgen nicht mehr falsch. Dafür ist es notwendig, dass ihr wachsam seid und euch beobachtet – das allein ist der Zweck, die Tagebücher zu führen. Versteht es ein für allemal. Aber auch das ist nicht genug – ihr müsst danach leben. Ihr sagt: "Gift ist Gift; es wird mich töten."Magen und Blut sind betroffen. "Es ist Gift – ich esse Gift."Gut, hört einfach auf, Gift zu euch zu nehmen! Gleich, wieviel Gift ihr in der Vergangenheit genommen habt, es kann weggewaschen werden, aber macht es nicht wieder.

Wenn jemand zu unserem Meister kam und sagte: "Meister, ich habe diese Sünde begangen, wirst du mir vergeben?"Dann fragte er immer: "Kann einer von euch die Last der Sünde auf sich nehmen? Irgendwer? Niemand? Dann hör auf zu sündigen, tu es nicht mehr. Höre auf den Tonstrom!«

Tut es also nicht mehr, das ist alles, was ich sagen kann.