| Alles braucht seine Zeit |
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Von Sant Kirpal Singh Die zweite Voraussetzung ist unbedingter Gehorsam dem Meister gegenüber. Die Worte des Meisters sind nicht einfach nur Worte, sondern der Meister selbst! Außerdem ist Ausdauer und Beharrlichkeit notwendig. Diejenigen, die jetzt fortgeschritten sind, waren vielleicht vor einiger Zeit so wie ihr oder noch schlimmer dran. Sie hielten durch und taten das Rechte. Das gab ihnen Stärke und Kraft. Ihr könnt dasselbe tun. Es geht einfach nur darum, wieder von neuem zu beginnen. Beginnt jetzt, sofort! Der Meister wartet sehnsüchtig darauf, dass ihr fortschreitet. Er möchte, dass sich Seine Initiierten bis zu den höchsten Höhen erheben und ihre Gefässe bis zum Überfließen mit dem Nektar des Gottesbewusstseins füllen. Doch das Gefäss muss zuerst von dem Schmutz, den es jetzt enthält, befreit werden, um Raum zu schaffen, damit der (göttliche) Nektar eingefüllt werden kann. Sucht nur solche Gemeinschaft, die euch weiterhilft. Distanziert euch von der Gemeinschaft mit allen anderen liebevoll und ohne Provokation. Ihr werdet mit Sicherheit Fortschritte machen. Doch merkt euch eins: Rom wurde nicht an einem Tag erbaut. Es bedurfte der Hände von Hunderten und Tausenden von Menschen über einen langen Zeitraum hinweg. So hart braucht eure Disziplin nicht zu sein, doch ihr könnt das, was ihr erreichen wollt, auch nicht so leicht erhalten. Ihr müsst euch darum bemühen, ihr müsst dafür arbeiten. Doch seid sicher, dass ihr mit ein wenig Bemühen bessere Ergebnisse erzielen werdet. Der Meister möchte, dass ihr alle Liebe und Demut entwickelt. Diese Eigenschaften müssen mit Toleranz gelebt werden. Die spirituelle Wissenschaft ist sehr exakt, und wer auch immer ihr folgt – sei es auch der Allerschlechteste – wird zum Besseren gewandelt. Wenn manche Menschen, die auf den Weg gestellt wurden, sich nicht zum Besseren entwickelt haben, so ist es allein ihr Fehler und liegt nicht an der (spirituellen) Wissenschaft. Dies ist der vollkommene Weg, der von allen Meistern, die in der Vergangenheit kamen, gelehrt wurde. Unser tägliches Leben sollte ein lebendiges Zeugnis dessen sein, wofür wir uns bekennen. Das ist das A und O. Jeder muss das lernen, je eher, desto besser. Reformer werden gebraucht, die nicht andere, sondern sich selbst ändern. Es ist besser, seine eigenen Fehler zu sehen und zu versuchen, sie zu beseitigen, als andere zu kritisieren.
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