• English (United Kingdom)
  • Deutsch (DE-CH-AT)
  • Svenska (Sverige)
Home Worte von Sant Kirpal Singh Worte 1991/1 Feierlichkeiten zum Todestag von Hazur Baba Sawan Singh
Feierlichkeiten zum Todestag von Hazur Baba Sawan Singh

In Dehra Dun, 2. – 4. April 1974

Sant Kirpal Singh, Dehra DhunMeister hatte geplant, die Feierlichkeiten zum Todestag Seines Meisters Baba Sa­wan Singh Ji Maharaj vom 2. bis 4. April in Manav Kendra zu begehen. Am 2. April kamen dort mehr als 20.000 Menschen zusammen. Trotz des schweren Regens rühr­te sich niemand im Sangat von der Stelle, sondern alle hörten weiter dem Satsang zu. Das Wasser begann durch das Zeltdach durchzusickern und konnte in den Pandal (den Platz unter dem Zeltdach) eindringen. Während Meister in der liebevollen Erinnerung an Seinen Meister Satsang hielt, weinte Er bitterlich wie ein Kind.

Er sprach zum Sangat: "Wie lange werdet ihr aus diesem Mund den Satsang hören – die Sonne ist am Untergehen." Viele Rishis und Munis und religiöse Führer ver­schiedener Religionen nahmen am Bhandara teil. Am Ende des Satsangs wies Mei­ster alle an, einige Minuten in liebevoller Erinnerung an Meister zu sitzen und zu meditieren. Er sagte: "Jeder soll sich zur Meditation setzen, es gibt keinen Nicht-initiierten, denn wir sind jetzt an der Reihe, Gott zu begegnen." Nach etwa zwanzig Minuten bat Meister alle, die Meditation zu beenden. Er fragte die verschiedenen Er­fahrungen ab, die sie bei der Meditationssitzung erhalten konnten, wie: "Wer hat hel­les Licht im Innern gesehen? Wer hat den Mond, die Sonne oder die Sterne gesehen? Wer hat Meisters Form im Innern gesehen?" Nach dem Zählen zeigte sich, dass mehr als 5000 Menschen die innere Verbindung erhalten hatten. Einer der religiösen Füh­rer, der auf der Rednertribüne saß, bat Meister, sprechen zu dürfen. Meister stimm­te zu, und er sagte: "Meister, Eure Schüler können im Innern Dinge sehen, die wir bisher noch nie sehen konnten. Es beschämt uns, dass wir auf der Rednertribüne sit­zen." Meister sagte: "Ich habe euch Beispiele für einen lebenden Meister und für die Kompetenz des Meisters gezeigt."


3. April 1974 um Mitternacht

Mehr als 40 Personen saßen in Dehra Dun im Meisterraum, die meisten kamen von Chandigarh, von Amritsar, von Delhi und einige von anderen Zentren. Es war Mit­ternacht. Ich sagte: "Meister, ich habe eine Frage." Meister gab mir ein Zeichen, das bedeutete zu schweigen. Ich sagte: "Meister, wenn der Schüler nicht über die Kom­petenz seines Meisters spricht, wer wird es dann tun?" Meister erlaubte mir zu spre­chen. Ich sagte: "Meister, ich habe das Buch Gottmensch gelesen, das Dir geschrie­ben habt. Darin habe ich gelesen, dass im Eisernen Zeitalter nur 14 Meister und 70 Bhagats kommen werden. Nachdem ich das gelesen hatte, wurde ich traurig und dach­te, 'dann ist mein Meister kein Meister'. Denn bis zu Baba Sawan Singh sind es ins­gesamt 14 Meister, die bereits hier waren." Meister sagte: "Das habe ich nicht ge­schrieben." Ich stimmte zu und sagte: "Meister, aber Bhai Bala hat es zur Zeit von Guru Nanak geschrieben, und Ihr habt es in Eurem Buch Gottmensch bestätigt." Mei­ster sagte: "Bring das Buch." Devi Dass Patwari, der Kassierer vom Zentrum Am­ritsar, brachte das Buch. Als ich es aufschlug, sagte Meister: "Gut, sag', wer diese Meister waren." Ich antwortete: "Meister, Dir habt in Srinagar Meditation gehalten, und dort habt Dir über die 14 Meister gesprochen." "Sprich weiter", sagte Meister, und ich fuhr fort: "Nachdem ich damals in der Nacht das Buch gelesen hatte, wur­de ich sehr traurig. Ich saß nicht in Meditation, doch Dir habt mich über das Körperbewusstsein erhoben. Der Ton wurde sehr stark, und bald darauf sah ich eine leuch­tende, strahlende Liste, die aussah wie Gold und die Namen aller 14 Meister enthielt." Und ich bat Meister zu bestätigen, ob das eine positive Erfahrung gewesen sei. Mei­ster fragte: "Wie hat die Liste ausgesehen?" Ich antwortete: "Sie leuchtete wie Gold, und als ich hinschaute, konnte ich meinen Blick nicht daraufgerichtet halten. Dann aber wurde der Tonstrom sehr laut, und ich war fähig, sie zu lesen." Meister bestätigte: "Deine Erfahrung war positiv, sprich weiter." Ich sagte: "Meister, ich sah, dass Kabirs Name nicht dort stand." Ich wusste nicht, warum ich an Kabir dachte. Meister hob Seine Hand, und Er sprach: "Was kann man über Hin sagen – Er war der Schöp­fer. Er kam in allen vier Zeitaltern: Im Goldenen Zeitalter war Er Satsukrat. Im Silbernen Zeitalter war Er Munindar. Im Kupfernen Zeitalter war Er Karuname.

Im Eisernen Zeitalter war Er Kabir. Er kam nicht durch den Mutterschoss zur Welt." Ich sagte: "Von Guru Nanak bis Guru Gobind Singh sind es zehn Meister. Nachdem Guru Gobind Singh den Punjab verlassen hatte, initiierte er Ratnagar Rao, der wie­derum Tulsi Sahib initiierte. Der elfte Meister war also Tulsi Sahib, der zwölfte war Swami Shiv Dayal Singh Ji und der dreizehnte war Baba Jaimal Singh Ji, der vier­zehnte Baba Sawan Singh Ji – aber Euren Namen konnte ich nicht auf der Liste finden. Ich weinte bitterlich, doch dann sah ich Euren Namen gemeinsam mit dem Kabirs an der Spitze der Liste, und es sah aus, als wären Guru Nanak und Kabir eins." Meister sagte, zu allen gewandt, darauf: "Gebt acht, das Goldene Zeitalter kommt. Jeder muss jetzt zurückgehen. Keiner wird geschont werden. Die der Anweisung des Meisters nicht gehorchen, werden einen sehr langen Weg gehen müssen, um ihre Rei­se zu beenden."

Das war Meisters schwerwiegendste Aussage während der 26 Jahre Seines Wirkens. (Anmerkung: Meister hat in diesem Buch weiter geschrieben, dass später viele duf­tende Heilige folgen werden.)

4. April 1974

Um sieben Uhr früh sandte mir Meister eine Nachricht durch Hyat, Meisters Koch. Er sagte: "Meister denkt an dich." Ich ging zu Meister, und Meister fragte mich: "Wie sieht dein Programm aus?" Ich sagte: "Meister, der Sangat von Amritsar ist mit ei­nem gemieteten Bus gekommen, und wir müssen alle wieder nach Amritsar zurück­fahren." Meister antwortete: "Aber du kannst heute nicht fahren! Ich habe etwas sehr Wichtiges mit dir zu besprechen." Niemals zuvor hatte Meister Worte von solcher Dringlichkeit zu mir gesprochen. Ich spürte dabei eine so besondere Schwingung, dass ich auf der Stelle zusagte. Von 7 Uhr früh bis 5 Uhr nachmittags blieb ich bei Meister, und Er versorgte mich den ganzen Tag über sogar mit Essen. Den ganzen Tag war ich so mit Meister zusammen und fühlte mich wie ein unwissender An­alphabet neben dem Rektor einer Universität. Meister sagte mir vieles, das den Sat­sang, die Mission und den Satsang im Westen betraf. Als ich all das hörte, fühlte ich mich immer kleiner. Niemals hätte ich gedacht, dass ich je würdig wäre, solche Din­ge zu hören.

Danach gab Meister mir ein Schriftstück mit den Initiationsanweisungen auf eng­lisch und sagte: "Das wirst du brauchen." Ich entgegnete: "Meister, warum brauche ich das, es ist doch Eure Arbeit!", und ich begann zu weinen. Meister fragte: "Hast du irgendeinen Wunsch oder möchtest du etwas sagen?" Ich sagte: "Ja, Meister, seit der Initiation trage ich einen Wunsch in mir, einen Teil dieses Wunsches habt Ihr schon erfüllt." "Was war dieser Teil?" fragte Meister. "Vor einigen Jahren in Rajpur habe ich Euch gebeten: 'Ich mag meditieren oder nicht, aber meine Frau muss meditieren.' Und Dir, Eure Heiligkeit, habt geantwortet: 'Das war auch mein Wunsch, der nie er­füllt wurde. Ich habe zu meinem Hazur gesagt, dass Er mich in der Mission einset­zen kann, dass aber meine Frau nicht mit mir zusammenarbeitet. Du bist der erste, der diese Bitte an mich hat und sie wird erfüllt werden.'"

"In Srinagar, nach der Meditation in Dehalgan im Jahr 1973, habt Ihr meine Frau nach ihrer (inneren) Erfahrung gefragt. Sie gab zur Antwort, dass sie 13 Stunden pro Tag meditierte, und sie war sehr glücklich. Aber Eure Heiligkeit sagte, dass Ihr da­mit nicht zufrieden wäret. So stimmte sie glücklich zu, mehr zu meditieren, denn es war nicht schwer für sie, noch mehr Zeit einzusetzen. Während Eurer Krankheit war sie sogar fähig, 22 Stunden pro Tag für die Meditation einzusetzen. Jetzt setzt sie im­mer mehr Zeit ein, und der Innere Meister sagt vieles, das, würde es ausgesprochen, für einen Schüler, der für Meister und die Lehre nicht empfänglich ist, nicht von Hil­fe wäre. Dir habt ihre Erfahrungen bestätigt und Ihr widmet uns immer viel Zeit, wenn wir bei Euch sind, während die anderen schlafen. Und nun ließt Ihr uns mit all Eu­rer Gnade erkennen, dass nur sehr wenige Menschen uns glauben würden, die ande­ren würden sich nicht dem Inneren Meister hingeben. Dir habt uns die schreckliche Zeit zwischen dem Eisernen und dem Goldenen Zeitalter gezeigt, in der viele Brü­der und Schwestern beginnen werden, von anderen abhängig zu sein und nicht dem Inneren Meister folgen werden. So möchte ich Eurer Heiligkeit zweierlei darlegen: Entweder Dir erweckt alle Brüder und Schwestern und zeigt ihnen, was in Zukunft geschehen wird, oder Dir helft uns, bis zum Schluss mit Euch zusammenzuarbeiten, bis Dir uns allen sagt, dass wir mit Euch (nach Hause) zurückgehen sollen." Meister stimmte dem letzten freudig zu und sagte: " Der Meister ist nicht der physische Kör­per. Er wird euch beide führen, und ihr führt dann alle."

Meister schrieb mir einmal einen Brief: Du bist mit rechtem Verstehen gesegnet, so­gar mit dem seltenen rechten Verstehen mit seiner ganz besonderen Bedeutung, das wird dir und all deinen Brüdern und Schwestern helfen.

Ich sagte: "Meister, das machen wir bereits, und wir sprechen mehr über Meisters Kompetenz als über andere Dinge." Ich sagte auch, dass in dieser Zeit zwischen dem Eisernen Zeitalter und dem Goldenen kein Meister nötig sei, und dass die Kraft, die von Agam kommt, einen Test abhalten muss, um das neue Zeitalter in die Welt zu brin­gen, und dass sie sowohl innen als auch außen wirkt. "Und ohne Eure direkte Erlaubnis können wir nicht darüber sprechen", fuhr ich fort "so wie damals, am 1. Juni 1973 in Srinagar, als ich vieles über Eure Kompetenz sagen wollte. Es hätte sich bis heu­te über die ganze Welt verbreiten können, aber damals habt Ihr es mir nicht erlaubt." Weinend sagte ich: "Wie können wir es übers Herz bringen, uns von Euch zu tren­nen – könnt Dir uns sagen, wie das gehen soll?" Meisters Augen füllten sich mit Trä­nen, und Er sagte: "Du bist ein geborgter Sklave, du hast zu gehorchen. Sei still, wenn die Hitze aus dem Brennofen entweicht, kann man die Ziegel nicht zum Bauen ver­wenden."

Wir beide (meine Frau und ich) fuhren zusammen mit Ranjir Singh aus Amritsar und einem von Meisters Schülern nach Amritsar zurück. Mein Herz und mein Kopf wa­ren furchtbar schwer. Obwohl ich in Amritsar mit meiner Praxis und der Satsangar­beit sehr viel zu tun hatte, begannen meine Frau und ich, Meister jede Woche zu be­suchen.