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Home Worte von Sant Kirpal Singh Worte 2002/1 Erhaltet die Frucht des Satsangs
Erhaltet die Frucht des Satsangs


Auszüge aus verschiedenen Gesprächen mit Biji Surinder Kaur

Der Satsang dient unserer Vorbereitung, danach lässt Er uns die Reise Seines Naams beginnen, das heißt, Er gibt uns Sein Naam und nimmt uns dann zurück nach Hause. (2.7.2000)

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Meister sagt, wenn Er uns in die Welt sendet, schickt Er uns wie einen Hansa (ein mystischer Schwan, der die reine Seele verkörpert), der im Sarovar lebt, unsere Aufmerksamkeit aber ist wie die Krähe (die schwarze Krähe symbolisiert die Seele, die sich in dieser Welt verloren hat). Ihr vergesst, dass ihr ein Hansa seid, und werdet zur Krähe. Im Innern war jeden Tag Satsang und ihr wart darin eingebettet. Aber nun wurde die Schnur, an der der Drachen hängt, durchtrennt. Seine Hand hält die Schnur, aber sie ist gerissen und der Drache ist in dieser Welt zurückgeblieben. Ihr solltet einen Satsang hören, der so von der Wahrheit erfüllt ist, dass ihr dadurch Licht erhaltet. Verspätet euch nicht, ganz gleich wie die  Umstände auch sein mögen, ihr solltet in einen solchen Satsang kommen. Wenn ihr bereit seid, euch zu entwickeln und Ihm zuzuhören, ist auch Er bereit euch zu helfen. Ihr seid jetzt an der Reihe, schiebt es nicht hinaus, es ist eure Chance, beeilt euch. Wenn ihr diese Zeit, diese Chance, verliert, wisst ihr nicht, wann ihr sie wieder erhalten werdet. (7.2.2000)

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Was sollten wir vom Satsang erhalten? Im Satsang erlangen wir Reinheit des Herzens. Dann sind wir in der Lage, innen einzutreten, und die Meisterkraft, der Wäscher, kann unseren inneren Schmutz wegwaschen. Im Satsang erhebt sich in uns die Sehnsucht nach Ihm und Er selbst kommt um der Seele zu begegnen.
Wenn die Pflanzen Knospen und Blätter treiben, besteht Hoffnung auf Früchte. Die Blätter lassen uns hoffen, dass wir eines Tages die Früchte essen werden. Wenn das unser Zustand ist, wird es der Seele möglich sein, die innere Form des Meisters zu sehen. Um diese Stufe zu erlangen, müssen wir den Gipfel des Berges erklimmen, von dort aus kann Er uns sehen.

Vom Gipfel des Berges sieht Er, wo Feuer brennt und Rauch aufsteigt, das heißt, wie der Zustand unseres Herzens ist. Wenn wir Ihn treffen wollen, müssen wir den Weg von Herz zu Herz klären. Unsere Seele sollte von einer unsagbar großen Sehnsucht erfüllt sein, damit Er uns innen und außen begegnen kann, damit die Meisterkraft uns annimmt und in unserem Herzen wohnt. Allein durch Seine Kraft kann dann die Lotusblume darin erblühen. Erst wenn wir das Haus unseres Vaters, unseres Meisters, betreten (wenn wir nach innen gehen), fließt uns in dieser Welt das Wasser aus der ewigen Heimat zu.

Indem wir das innere Wasser und die Hilfe unseres Meisters und der Bhaktas (Ergebenen) erhalten, sind wir in der Lage, die Festung zu erobern, den Zweck unseres menschlichen Lebens zu erfüllen. (25.6.2000)

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Nur durch Seine Gnade, wenn Er es erlaubt, werden wir fähig Ihm zuzuhören. So sollten wir einen solchen Platz in unserem Herzen schaffen, dass die Meisterkraft unser Haus besuchen und dem Vogel, der Seele, Ihre Farbe geben kann. Unser Freund, die Seele, ist in uns, mit jedem Atemzug reist sie mit uns. Erst hört unsere Seele (im Satsang) der Gotteskraft zu, dann bereitet sie ihr Haus vor um Ihm im Innern zuzuhören. "Wir kamen mit Dir in Verbindung, Du bist der Eine, der Einzige, in einer Sekunde kannst Du uns nach oben nehmen." Das sollte unser Gebet, der Schrei unserer Seele sein. Meister erklärte gerade: "Wenn Wolken zu sehen sind, gibt es Hoffnung auf Regen." So ist auch der Vater bereit zu kommen und dem Kind zu begegnen, wenn es (nach Ihm) weint.

Und wer ist diese Kraft, mit der wir in Verbindung kamen? Sant Kirpal Singh. Jeder, der in Seinen Satsang kam, erhielt Seine Farbe, Seinen Segen – so war Sein Satsang. Wenn man Ihm zuhörte, vergaß man den Körper und das Gemüt und war sich nicht mehr bewusst, wer neben einem saß, so stark war die Farbe Seines Segens. Das ist der Satsang des Einen, der kompetent ist. Er selbst ist berauscht und gibt uns diese Berauschung. Für Ihn sind alle gleich, das ist das erste Kennzeichen dafür, dass es sich um den Satsang des Kompetenten handelt. Sein Werk trägt nicht den Stempel einer bestimmten Religion, Er hat Seiner Mission Seine eigene Prägung gegeben. Und die Seelen, die die Farbe des Satsangs des kompetenten Einen erhalten, werden von strahlendem Licht erfüllt. (29.7.2001)

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Ihr solltet also zum Satsang des Kompetenten gehen, sodass ihr zu einem Teil des Satsangs werdet. Meister sagt: "Gebt nicht anderen die Schuld, beweint euer eigenes Schicksal." Seid ganz still und von Frieden erfüllt, geht nach innen und seht, warum euer Boden, euer Inneres zur Wüste wurde, obwohl Er doch zuvor die Saat von Naam in euch gesät hat. "O Seele, denk daran, dass Er dir das Geheimnis der Initiation offenbarte, du solltest Ihm dein Gesicht zuwenden." Sucht nur im Innern und seid euch bewusst, dass am Ende allein die Saat von Naam euch helfen wird. Es gibt viele Satsangs in der Welt, aber man sollte nur einen solchen Satsang besuchen, der dem Begriff "Satsang" – das heißt Gemeinschaft mit dem Wahren, entspricht, denn es gibt so viele Sogenannte (falsche Meister). Seid ihr jedoch in der Gemeinschaft des Wahren (des Kompetenten), seid ihr mit der Wahrheit verbunden, und auch andere können durch euch mit der Wahrheit in Verbindung kommen. Der Sat-sang ist ein Ort, wo der König der Könige zuerst die Seelen auswählt (die Satsang halten sollen) und dann über Sein Thema spricht. Dadurch erhaltet ihr Seine Farbe und werdet fähig, sie an andere weiterzugeben. (3.6.2001)


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In welchen Satsang bringt Er uns? In den inneren Satsang. Dort wirkt die Schwingung aller Mahapurushas, von dort erhält die Seele einen Tropfen Amrit. Wenn der Schüler einmal einen Tropfen davon erhalten hat, wartet und sehnt er sich immer nach einem weiteren Tropfen dieses Amrits. Der Ort (wo wir das erlangen können) ist nicht weit entfernt, dort am Sitz der Seele ist Er und dort öffnet sich unser Schatz. In diesem Satsang, an dem wir teilnehmen, ist Seine Farbe innen und außen dieselbe. Er sitzt auf Seinem Thron und schaut, ob die Seele befleckt ist.

Wenn wir in Seinem Satsang sitzen, wählt Er Seine Seelen aus und gibt ihnen dann entsprechend der Zeit die Verbindung mit Seinem Naam. Das ist Satsang.

Es ist kein Satsang, wenn er vom Jahrmarkt der Welt erfüllt ist. Man kann auch nicht sagen, dass alle Satsangs gleich sind, der Satsang der Allmächtigen Kraft ist ein anderer. Wer weiß, wo Er lebt, möchte bei Ihm leben. Wer danach verlangt, eine Dosis des inneren Heilmittels zu erlangen, kann nur gesund werden, wenn er das innere Heilmittel, einen Tropfen Seines Amrits, erhält. (16.7.2000)

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Wenn man in Seinem Satsang, im Satsang des kompetenten Meisters sitzt, gibt Meister der Seele Ladung. Dann bleibt die Seele mit dem wahren Sangat, mit der Meisterkraft, in Verbindung und die Zeit wird ihr zum Segen. In diesem Zusammenhang sagt Soami Ji: "O Freund, heute solltest du einen solchen Satsang halten, wie er in Deinem Haus, im Innern, gehalten wird. Heute möchte ich nicht den äußeren Satsang hören, sondern das aufnehmen, was von innen, von Deinem Haus, kommt." – "O Seele, du solltest alle Bindungen an die Welt draußen zurücklassen und völlig im Satsang aufgehen. Nur du und ich – kein Dritter sollte uns sehen. Du solltest selbst deinen Körper vergessen, so solltest du am Satsang teilnehmen. Was solltest du tun? Halte deinen Blick beständig auf Ihn gerichtet, dann werden deine Augen in Seine eintauchen. Und wenn Sein Darshan deinen Augen Seine Farbe gibt, kann man die Augen nicht mehr abwenden, nur Er kann dich dann wieder zurückbringen. Dann erhalten die Augen einen kühlenden Schauer von Seinem inneren Brunnen." (18.6.2000)

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Ihr solltet dorthin gehen, wo Gottes Farbe gegeben wird, dort könnt ihr etwas erhalten. Dort solltet ihr euer Herz geben und eine Verbindung von Herz zu Herz schaffen. Wenn ihr euch Meister hingebt, wird euer Inneres für immer frisch und grün sein. Wo könnt ihr diese Farbe erhalten? Nur in Gottes Satsang. Dort erhaltet ihr einen Teil Seines Schatzes als Geschenk. Wenn ihr mit reinem Herzen in den Satsang der Gotteskraft kommt, erlangt ihr ein Drittel der Frucht Seiner harten Arbeit. Woher erhält der Meister diese Farbe? Er erhält sie vom Kompetenten, vom Allmächtigen, um sie Seinen Schülern zu geben. Würde der Meister sie nicht im Innern aufnehmen, wie könnte Er sie dann im Äußeren geben? Wenn jemand selbst keine harten Bemühungen eingesetzt hat, wie kann er es dann andere lehren? Ihr solltet eine solche Art der Hingabe entwickeln und euer Simran sollte so gefestigt sein, dass ihr immer mit Ihm vereint sein könnt. Dann könnt ihr in die Gemeinschaft der Sadhus und Bhaktas (im Innern) gelangen.

Wenn Er uns die Kraft gibt zu meditieren, bringt Er uns in die Gemeinschaft  eines solchen Heiligen, sodass wir unsere innere Heimat ganz direkt erreichen können. Bleibt jemand aber immer noch im selben Zustand wie vorher und im Netz von Maya gefangen, obwohl er so viel Gnade erhalten hat, ist er sehr unglücklich zu nennen, er selbst lädt sich den Tod ein.

Wenn man den Ort erreicht, wo Er wohnt, gibt Er uns ein solches Auge, durch das wir uns selbst erkennen können. Dann können wir nicht nur uns selbst sehen, sondern auch die anderen. Wenn die Seele nach innen geht und sich im Innern entwickelt, erkennt sie, wie das Gemüt sie ständig in Verwirrung gebracht hat. (Sie sagt:) "Ich konnte sehen, wie das Gemüt mich im Griff hielt, aber mit der Kraft meines Meisters konnte ich mich davon befreien." Dann betet die Seele: "Ohne Deine Hilfe hätte ich dieses Problem nie überwinden können." Nur wenn wir die innere Verbindung erhalten und nach innen gehen, öffnet Meister das Tor der Erlösung. Dann wird sich die Seele mehr und mehr bewusst, dass es Satsang auf zwei Ebenen gibt, den inneren und den äußeren Satsang. Ihr solltet nicht nur Meisters äußeren Satsang besuchen, ihr solltet euer Herz und euer Gemüt reinigen. Ohne harte Bemühungen (in der Meditation) mit Hilfe von Naam kann man weder die Kraft der spirituellen Ebenen erhalten, noch darin Wohnung nehmen. Wir können ihn nicht dadurch erlangen, dass wir ständig "Meister, Meister“ sagen oder immer wieder Seinen Namen nennen, wir können Ihn nur erlangen, wenn wir unser Inneres hingeben. Ansonsten kann Er uns zwar nach innen nehmen, aber dann müssen wir den inneren Satsang hören und Zeitalter lang warten.

Dieser Satsang hier wird im Innern vorbereitet und vereint uns mit dem Wissen des inneren Satsangs. Wenn wir den inneren Satsang hören und der innere Weg sich öffnet, sind wir mit Naam und Paramatma, der Überseele, zusammen und schreiten auf dem inneren Weg fort, und nur dann kann unsere Seele einen festen Stand erlangen. Wenn wir harte Bemühungen (in der Meditation) mit Hilfe von Naam einsetzen, begegnet unsere Seele der Meisterkraft, und nur dann können wir Maha Ras, den höchsten Nektar, erhalten. Haben wir diesen höchsten Nektar erlangt, sind wir eins (mit Ihm). (18.6.2000)