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Auszug aus einem Vortrag von Mrs. Biji Surinder Kaur, 17. Dezember 2000, St. Gilgen, Österreich
(Mrs Biji Surinder Kaur nimmt Bezug auf eine Aufnahme eines Satsangs von Sant Kirpal Singh, die zuvor gespielt wurde.)
Wir haben soeben einen solchen Murshid, eine solche Kraft sprechen gehört, die selbst der Eigentümer von Khand Brahmand ist, und wenn wir mit Ihm in Verbindung kommen, kann Er auch uns an diesen Ort bringen. Wir können Ihm zuhören, aber es ist sehr schwierig, den Darshan Seiner strahlenden Form zu erlangen. Um Ihn zu erreichen, müssen wir den schrecklichen Dschungel durchqueren, und das ist nicht möglich ohne Seine Gnade. Danach hörten wir (eine Bandaufnahme von) Bhaji. In Meisters Anwesenheit sprach er darüber, wer Er ist, das bedeutet, dass er Meisters Kompetenz erklärte. Damals schloss Meister das Buch, Er konnte nur ganz wenig über dieses Thema sagen. Wenn Meister es wünscht, können wir es im Detail erklären.
Es war in der Nacht, und Meister sagte dann: "Die Gemeinschaft eines kompetenten Meisters zu erlangen, ist nur mit einem guten, hohen Karma möglich." Durch Seine Gnade, Seine Aufmerksamkeit und durch Sein heiliges Wort kann Er die Seele mit Seiner Glückseligkeit überfließen lassen. Wenn Er mit der Seele zufrieden ist, wenn die Seele entwickelt ist, kann Er auch beginnen, den Strom der Spiritualität fließen zu lassen. Mit Seinem Wasser des Lebens kann Er die Seele entwickeln. Wir sind tote Körper, und nur Er kann uns zum Ergrünen bringen und uns Leben geben. Er ist unser Brot und Wasser des Lebens. Nur einer, der durch diesen Bereich hindurch gegangen ist, kann uns den Weg zeigen. Er war eine solche kompetente (Kraft) – wenn Bhaji Ihn massierte, dufteten seine Hände danach nach Rosen.
In eine Seele, die nach Seinem Willen lebt, kann Er Sein Licht hineinlegen. Eine solche Seele erlangt das ewige Leben und wird für immer zu Seinem Sklaven. Die Bhagats (ergebene Schüler), die entsprechend Seinem Willen mit Ihm reisen, erstrahlen nicht nur selbst, sondern lassen auch die anderen erstrahlen. Sie leben immer entsprechend Seinen Geboten, Seinen Anweisungen, und setzen sich nicht darüber hinweg.
Er allein war der Kapitän, Er war der Kapitän unseres Bootes. Er allein kann uns mit Seinem Schiff hinüberbringen. Er schickte einen Strahl Seiner strahlenden Form (von Seinen Lotusfüßen), und wenn er die Seele trifft, erhält sie die Nahrung von Amrit Naam. Um einen Strahl Seiner strahlenden Form zu erlangen, müssen wir unseren Spiegel von Maya und Gemüt reinigen. Dann kann man Ihn in den Augen erhalten, und das kann für immer sein.
Gott hört den Schrei des Herzens; der Schüler sollte einfach nur lernen, wie man nach Ihm weint. Wo wohnt Gott? Farid Sahib sagt, wir können Ihn in der Welt sehen. Der (wahre) Schüler und die Gotteskraft sind eins. So können wir Ihn in der Welt sehen, aber Er lebt in uns, und wenn wir eins werden mit Ihm, können wir Ihn sehen. Ihr geht in die Welt hinaus, um Ihn zu suchen, Er aber wohnt im Herzen des Bhagats. So sollten wir nichts Schlechtes über die Seelen sagen, in deren Herzen Er wohnt.
Als ihr im Mutterleib wart, gab Er das Licht in euch hinein. So erklärt Farid Sahib, dass Gott in diesem Körper wohnt. So sollten wir dieses Herz, in dem Er wohnt, reinigen, sagt Farid. Es gibt nur einen Bhawan Dabar, einen Ort, um zu Ihm zu beten, und das ist das Dritte Auge. Gott schuf diesen Körper, indem Er die fünf Elemente hineinlegte, und auf dieselbe Weise schuf Er die ganze Welt. Gott ist wie jemand, der Tonkrüge herstellt, Er ist in derselben Lage wie ein einfacher Töpfer. Der Töpfer kann nicht sagen, dass das eine Gefäß gut und das andere schlecht ist, denn alle wurden von ihm gemacht. So kann er keinen Feind und keinen besonderen Freund haben, für ihn sind alle gleich. So ist es auch mit der Gotteskraft, denn Er ist der Schöpfer von jedem. So leben alle in dieser Welt, die Guten und die Schlechten. Manche sind in Seinem Kreis und manche sehen Ihn (nur) von weiter Ferne. Der Schöpfer leidet, wenn Er die Taten der Seelen sieht. Dann träumt man, während man auf dem Bett schläft, dass man ein König ist, und wenn man aufsteht, sieht man, dass man derselbe Bettler ist wie zuvor. Die Anweisung und das Gebot des Meisters sind wie der Duft der Blumen. Als Sri Guru Teg Bahadur den Körper verließ, gab er, als die Zeit gekommen war, all seinen Schülern eine Botschaft, und er gab sie auch für heute, für diese Zeit: Wie wir Seinem Willen entsprechend leben sollten. Er gab seinen Schülern die Botschaft: "O Sadhu, o Schüler, Du solltest nur an Seinen Namen denken, dich nur an Seinen Namen – Gobind – (als ein Name für die Allmächtige Kraft) erinnern, damit du immer bei Ihm sein kannst und bereit bist, Seiner Anweisung zu gehorchen. Wiederholt den Simran so, dass ihr die ganze Welt als gleichwertig betrachtet. Ihr solltet achtsam sein und euch davor hüten, Sünden zu begehen. Nehmt weiten Abstand von Stolz und Ego, ihr solltet immer ausgeglichen sein in Freud und Leid. Wiederholt den Simran so, dass ihr Frieden und Kraft erlangt, sodass jeder euch ins Herz schließt." Dann sagte er: "Wiederholt den Simran so, dass ihr so klar werdet, wie wenn man sein Gesicht im Spiegel sieht." Auf diese Weise reinigt der Guru das Herz des Schülers, bevor Er darin Platz nimmt, damit mit einer solchen Meditation die Sünde im Sünder zerstört wird und nie mehr aufleben kann. Bevor Guru Teg Bahadur sich opferte, gab er also seinen Schülern diese Botschaft, dann badete er in einem Brunnen, den es heute noch gibt, und rezitierte das Jap Ji. Dann opferte er sich.
Alle kompetenten Meister, die diese Welt verlassen, die von dieser Welt wieder zurückgehen, geben den Schülern eine Lektion, die ihrer harten Arbeit entspringt – die aus dem kommt, was sie im Innern haben. Genauso kam Kabir in diese Welt, um eine Botschaft zu bringen, und damals kamen 70 Bhagats mit Ihm mit. Einer davon war Ravi Das, er war ein Gurbhai von Kabir Sahib. Auch Ravi Das erhielt das innere Wissen und erstrahlte im Herzen eines jeden wie die Sonne. Das ist also der Weg für unser Leben, den die kompetenten Meister uns aus ihrer harten (inneren) Arbeit heraus, von ihrem inneren Wissen her eröffneten. Es bedeutet, den Satguru zu erlangen, und das gibt uns für immer die Erlösung. Die Heiligen oder Bhagats sind sehr glücklich zu nennen, die bereits im Haus Gottes leben. Sie leben nicht nur um ihrer selbst willen dort, sondern sie geben den anderen Licht und Leben.
Dieser Körper, dieser Tempel, ist also wunderbar, in dem die Meisterkraft Platz genommen hat. Er selbst nahm Wohnung in unserem Herzen und lässt uns den Simran wiederholen. Am Tag ist Er im Herzen Seiner Bhagats, im Herzen Seiner Schüler, aber in der Nacht arbeitet Er in Kandh Brahmand. Wenn in der Welt Dunkelheit herrscht, muss ein Bhagat oder jemand, der kompetent ist, in diese Welt kommen. So kam Kabir mit 70 Bhagats vor Guru Nanak Dev Ji. Und als Ravi Das geboren wurde, begann er, in der Welt Kühle zu verströmen, wie der Mond. Nachdem Ravi Das einige Zeit Bhakti (Hingabe) geübt hatte, konnte er zu den Füßen von Kabir gelangen. Das gleiche innere Wissen, das er im Innern erhielt, gab er den Seelen. Wenn die Bhagats im Sunn Samadhi (völlig versunken, sodass der Körper schläft und die Seele sich innen erhebt) sitzen, sehen sie, dass die Heiligen auch auf derselben Ebene sitzen. Dann sehen die Bhagats im Innern, dass die, die kompetent sind, die Farbe auch von innen erhalten und sie dann dieser Welt geben. Aus diesem Gefäß voll Amrit erhalten wir einen Tropfen, und dadurch bleiben wir frisch und grün.
Der Zustand der Seelen ist so, dass in uns ein Knoten ist, der nicht geöffnet werden kann ohne den Guru. Ohne den Ergebenen können wir den inneren Weg nicht finden. In uns sind fünf Feinde, fünf Diebe, die uns ausrauben, die uns betrügen. Mit der Hilfe der Ergebenen, der Gurusikhs oder des Gurmukhs erhalten wir dann diese Chance, wir erhalten dieses Wissen, und dann sind wir eins mit ihnen. Das ist der einzige Weg, wir sitzen in Sahaj Samadhi, das bedeutet, ganz ruhig in der Stille zu sitzen und zu meditieren, und dann öffnet sich unser Weg. So wie Meister gerade im Satsang sagte: "Wir sollten zu einem solchen Meister gehen, der uns nach oben bringen kann."
Nur Er, unser Geliebter, ist derjenige, der uns einen Tropfen Seines Amrit aus Seinem Ozean geben kann. Er schickt uns in diese Welt, damit wir hier arbeiten können. Wir erhalten also jeden Tag, jeden Morgen etwas von Seinem Schatz und damit meditieren wir. Nur wer dieses Wissen erlangt hat und den inneren Weg gegangen ist, kann uns diesen inneren Weg zeigen. Ohne einen kompetenten Meister ist es sehr schwierig, nach innen zu gehen. Denn es ist ein sehr schwieriger, furchterregender Weg, und nur Meister kann uns sicher hindurchbringen und uns von innen her retten. Er selbst kann durch unsere Handlungen, durch all das, was wir tun, Schwierigkeiten bekommen, aber Er wird uns an den richtigen Platz bringen – dorthin, wo unsere wahre Heimat ist.
All dieses Wissen erlangen wir also im Satsang. Es ist kein äußeres Wissen, sondern das innere Wissen. Es ist kein solches Veda oder Buch, das wir nur zu lesen brauchen, um nach innen gehen zu können, oder das wir nur den anderen erklären, wir müssen es selbst verwirklichen. Wenn wir Meisters Stimme hören, die Worte des Meisters, die von innen kommen, neigen wir wie von selbst unser Haupt. Dieses Wissen erlangen wir nicht nur heute, wir erhielten es bereits, als wir in diese Welt kamen. Wenn die Zeit reif ist, erstrahlen Seine Bhagats, Seine Gurusikhs und beginnen zu wirken. Wem Er dieses Licht gibt, der wird zu einem Leuchtturm, der anderen hilft. Heute sollten wir schauen, in welchen Bhagat Er einen solchen Lichtstrahl hineinlegte. Wir brauchen dazu kein Hatha Yoga oder dergleichen, das können wir nur aus (dem Schatz) Seiner harten Bemühungen heraus erlangen, aus dem, was Er innen gesehen hat, wie Er dieses tägliche Sterben lernte. Er gibt uns also etwas aus Seiner Erfahrung heraus.
Wie kann Er erkannt werden? Ihn zu erkennen liegt im Namen Sat Naam. Sat Naam ist die Kraft Gottes, und dieses Naam erhalten wir zu Füßen des Meisters. Er gibt der ganzen Welt Kraft. Was schuf der Meister am Beginn, was war das Erste, das Er geschaffen hat? Er gab Leben. Er legte das Licht in das Leben, davor herrschte Dunkelheit. Wenn Er das Licht in die Seele hineinlegt, erstrahlt Sein Licht noch stärker. Dann kann die Dunkelheit nichts mehr bewirken, sie ist vollkommen beseitigt. Die Heiligen nannten es Wort, Naam oder Shabd, es fließt über im Guru. Es ist überall, es gibt keinen Ort ohne Sein Naam, ohne Seine Kraft. Es kann nie zu Ende gehen, es ist ein tief verborgener Schatz, den Er besitzt. Es liegt nur an uns, dass wir nicht fähig sind, es zu erhalten, wir haben keine Sehnsucht danach. Das Sat Naam des Akal Purush (der ewige, höchste Herr) kontrolliert das gesamte Universum.
Die, die dieses Licht, dieses Naam erhalten haben, sind die Bhagats. Sie leben zwar in dieser Welt, sind aber von ihr losgelöst. Es ist, wie wenn man Wasser mit Wasser vermischt, man kann es dann nicht mehr trennen, es wird eins. So wie das Wasser steigt, steigt auch die Lotusblume höher nach oben. So wie es nicht das Wasser ist, das der Blume Kraft gibt, so kann niemand den Bhaktas die Aufmerksamkeit stehlen. Die fünf Diebe können den Heiligen nichts anhaben. Die fünf Diebe können die Heiligen nicht behindern, denn sie erheben sich mit der Hilfe von Naam. Der Gurmukh wird zu einem Zug, der die Reisenden mitnimmt, und wir sind diese Reisenden.
Warum gibt uns der Guru (die Möglichkeit), im Sangat zusammen zu sitzen? Damit wir nicht in der Gemeinschaft der Manmukhs bleiben. Solange man mit Manmukhs zusammen ist, kann die innere Dunkelheit nicht weichen. Es können Hunderttausende Sonnen und Monde da sein, aber dennoch kann niemand ohne den Guru die Dunkelheit beseitigen. Allein der Satguru kann das Gemüt zur Ruhe bringen und innen das Licht geben. Wenn man einen kompetenten Meister gefunden hat, hat man die Kraft, die Gnade vom Meister erhalten, und Er ist der Steuermann, der uns über Bhav Sagar (den Ozean von Leben und Tod) bringt. Nur mit der Hilfe des Meisters können wir unsterbliches Leben erlangen. Er allein kann den Knoten der Zweifel in unserem Herzen lösen. Wenn Er uns den Schlüssel Seines Amrit Naam gibt, wird die Seele eins mit Naam. Niemand außer dem kompetenten Meister kann Naam geben. Naam ist nicht nur ein Wort, das ein weltlicher Mensch uns geben kann, es wird allein von Ihm bereitet und Er gibt es uns aus Seinem Schatz. Er hilft uns, indem Er uns Naam gibt und uns so frei macht von Kal Desh, der negativen Kraft. Wenn Er Naam gibt, kann man an diesem Ort den Strom Seiner Gnade, den Strom Seines Naam sehen, und wenn wir diese Liebe zu Naam und zum Meister einmal erhalten, kann uns niemand mehr von Ihm trennen. Der Schüler weiß nur nicht, wie man den Meister liebt. Wenn er das auch nur ein wenig lernt, öffnet Er sogar das Tor von Bhai Kunth.
Ein Guru ist der, der uns innen vereinen kann, selbst wenn wir äußerlich voneinander getrennt sind. Allein mit Seiner Hilfe, mit Seinem Naam, mit Seiner Gnade, kann ein Herz das andere erkennen. Wir können uns innen begegnen.
Das war also Meisters Botschaft. Wenn wir an Seinem Platz sind, gibt Er uns Seine Anweisungen, und wenn wir hinausgehen, sind wir alle gleich.
Wir werden sehen, welche Botschaft Er uns nächste Woche gibt, wir sollten einfach nur zu Ihm beten: "Wir sollten Dir gehören und Du solltest uns gehören."
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