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Von Biji Surinder Kaur, 27. Juli 2003, St. Gilgen, Österreich Heute sitzen wir alle, Brüder und Schwestern, in Meisters Haus in liebevoller Erinnerung an Ihn zusammen, um Baba Sawan Singhs Geburtstag zu feiern.
In diesem Gedicht, das Meister schrieb, beschrieb Er Seinen inneren Zustand. Meister schrieb dieses Gedicht, als Baba Sawan Singh Seinen Körper verlassen hatte und Er im Rahmen der letzten Feierlichkeiten (die Asche) zum Fluss brachte.
Meister schwieg, aber Sein Herz weinte, und von Herzen sang Er: "O mein Meister, Ihr seid wunderschön und jemand sollte Euch zurückholen, damit ich Euer schönes Antlitz wieder sehen kann. Sehe ich Euer schönes Antlitz wieder, werde ich nicht müde werden und Eure Füße küssen."
Weiter sagte Er: "Ihr habt so vielen die Initiation gegeben, und viele Kinder weinen nach Euch, Ihr solltet ihnen den weiteren Weg zeigen. Niemanden gibt es, der mein Herz verstehen kann, zu wem sollte ich sprechen? So halte ich überall Ausschau, um Euch wieder zu sehen, Eure Schönheit; aber im Äußeren kann ich es nicht mehr. Der Pfeil der Trennung hat unser Herz getroffen, und warme Wasserströme fließen allezeit aus unserem Herzen."
Immer, wenn diese Zeit – der 27. Juli – kam, waren wir alle glücklich, Meister aber schien immer traurig zu sein. Wir alle waren glücklich, den Geburtstag von Baba Sawan Singh zu Meisters Füßen zu feiern, Meister aber war stets traurig. Wem es nicht möglich ist, die Meisterkraft physisch vor sich zu sehen, für den ist der Geburtstag und der Tag des Weggangs gleichbedeutend.
Wer war diese Kraft? Er war der Ozean der Gnade. Er kann nicht weniger werden, auch wenn man mehr und mehr in Ihm schwimmt. Er war die Quelle der Spiritualität, und jeder kennt Seinen Namen. Er war die kompetente Kraft, die uns das Bewusstsein geben konnte. Er war das Meer des Bewusstseins und Er kam, um uns das Licht zu geben und uns zurückzubringen. Er ist der Einzige, der all Seinen Kindern, die (unwissend) in der Welt umherirren, das innere Wissen geben und sie nach oben bringen kann. Wenn wir das Leben des kompetenten Meisters betrachten, ist es eine Lektion für uns.
Baba Sawan Singh hatte eine Verbindung zu allen Heiligen, die je in die Welt kamen. Es war wunderbar, wenn jemand die Meisterkraft mit eigenen Augen, d.h. physisch, gesehen hatte und zu sehen, wie Er die Gnade gab und uns über alle Probleme erheben konnte.
Dann sagte Meister: "Diese Kraft war allein mein Hazur, Baba Sawan Singh. Die Augen von Ihm, dessen Geburtstag wir heute feiern, waren keine gewöhnlichen Augen, Er war der Kompetente, Allmächtige. Seine Hand war keine weltliche Hand, Er sorgte für uns allein mit göttlicher Hand. Seine Zunge war keine weltliche Zunge, Er sprach allein Gottes Worte. Er war die Quelle der Berauschung und kam nur hierher, um uns zurückzubringen. Er nahm die menschliche Form an, aber was Er sagte, kam direkt von Gott. Er selbst war das Licht, und Er wurde am 27. Juli geboren."
Meister berichtete als Beispiel (wie es damals war), dass Kal, eine große Trockenheit, herrschte, es fiel überhaupt kein Regen, obwohl normalerweise im Juli Regenzeit, Monsun, ist, und zu dieser Zeit wurde Baba Sawan Singh geboren. Als dann diese kompetente Kraft in die Welt kam, regnete es auch außen Tag und Nacht, und man konnte den ganzen Tag lang die Sonne nicht sehen. So wurde Er Sawan genannt, so heißt der Monat des Monsuns. Überall konnte man sehen, dass alles grün wurde und die Trockenheit vorbei war. Den ganzen (restlichen) Juli regnete es, das sind alles die äußeren Zeichen, wenn die Meisterkraft in die Welt kommt. So brachte Er nicht nur im Äußeren alles zum Ergrünen, sondern Er gab der Seele dieses Grün, so dass sie mit Hilfe von Naam (alle Hindernisse) überwindet. Wenn Sant Kirpal Singh über die Kompetenz Seines Meisters sprach, war Er über dem Körperbewusstsein. Immer, wenn Er, der kompetent war, Meister Sant Kirpal Singh, über Baba Sawan Singhs Lebensgeschichte sprach, konnte Er eins werden mit Ihm.
Wenn wir in diese Welt kommen, hat Er den Schlüssel unseres Palastes, unseres Inneren, in der Hand. Er gab jedem die Färbung von Seinem inneren Schatz. Er selbst hatte sich so weit entwickelt, dass Er die höhere Ebene, Sat Lok, erreichen konnte, und so war Er auch fähig, Seine Kinder dorthin zu bringen. Aber das ist nur möglich, wenn man harte Bemühungen (in der Meditation mit Hilfe) von Naam eingesetzt hat, wenn man nur in Sein Bhakti (die Hingabe an Ihn) gefärbt ist. Nur dann kann man sich erheben. So lange wir nicht die fünf heiligen Namen erhalten haben und täglich meditieren, können wir das innere Tor nicht öffnen.
Hazur zitierte das Beispiel, das auch in den Schriften steht: "Er betete zu Gott: ‘O König der Könige, Ihr selbst habt das Tor ganz fest verschlossen und sitzt neben ihm.’ Und Bulleh Shah sagte: ‘O Maula, o Gott, Ihr selbst kamt in den menschlichen Pol und brachtet das Bewusstsein, Ihr erweckt jeden.’ Dann sagte er weiter: ‘O Maula, wärt Ihr nicht in diese Welt gekommen, würden wir in dieser Welt tief schlafen.’" Man kann nicht nach innen gehen ohne die Hilfe des Gurus. Er ist der Einzige, der das Tor öffnen wird. Selbst eine einfache Frau kann euch die fünf Namen geben, aber dann handelt es sich nicht um Naam. Wir können nur nach innen gehen, wenn wir die fünf Namen erhalten haben, die vom Meister geladen wurden mit Seiner Farbe. Mit Hilfe der fünf Shabds kann man in die Region von Sat Lok gelangen, wo es dann nicht mehr notwendig ist zu meditieren (Simran zu üben). Dann geht die Seele im Sat Purush auf, im Satguru, im kompetenten Einen, dann ist es nicht mehr notwendig, Simran zu machen. Alle weitere Arbeit liegt in der Hand des Satgurus, in Nirankars Hand, Er lässt uns in Ihm aufgehen, so dass unsere Seele alles nur innen sieht. Der Sat Purush und der Satguru sind von ein- und demselben Licht. Die Seele ruft: "Der Satguru und der Sat Purusha sind eins!", und die Seele ist ein Teil des Satgurus. Dort ist also reines Bewusstsein, (die Seele ist) ein Tropfen des Ozeans, in dem die Seele für immer aufgehen wird.
Wenn unsere Seele im Innern in Maha Sagar (im großen Ozean) aufgeht, gibt es dort weder Sein Naam, noch Seine Form, noch sein Akhar – Seine Gestalt. (Es ist der Bereich des Namenlosen, des Formlosen, Wortlosen Zustandes). Wie groß Er ist! Er selbst ist Anaam, (der Namenlose), der Naam bereitet – die Initiation gibt. Er ist alles, und mit unserer weltlichen Sprache ist es sehr schwer zu beschreiben, wer Er ist. Wir sind ein Teil dieser Kraft und sollten es selbst sehen. Wir sind nicht das Licht und nicht Shabd, sondern alles ist Er, und alles Shabd, Naam, Licht, alles ist im Innern, und Er erschuf all das im Innern. Wenn unsere Seele das heute nicht erkennt, betrügen wir uns nur selbst. Welche Art Wissen braucht ihr jetzt? Nicht nur äußeres Wissen aus Büchern. Wir brauchen ein solches Wissen von der Quelle allen Wissens, von demjenigen, der alles Wissen hervorbrachte, so dass wir einfach den Schatz dieses Wissens erhalten können.
Alle Meister, die kompetent waren, gaben eine Erfahrung von Licht und Ton, und die Lehre von Baba Sawan Singh war dieselbe.
Nur wenn wir alles Bani, die Lehren der Meister, uns zu Herzen nehmen und sie nicht nur im Äußeren lesen, sondern sie verstehen, indem wir sie im Innern aufnehmen, kann unser Weg frei werden. So sollten wir nur in Gemeinschaft eines solch kompetenten Meisters sein, der ein Bewohner von Sat Lok ist. Er ist der Einzige, der die Seele über das Körperbewusstsein bringen kann. Wenn wir in die Welt kommen, um das zu praktizieren, kommt auch die Meisterkraft mit uns mit. Diese Welt ist nie allein gelassen, sie ist nie ohne Ihn, den Kompetenten.
"O Seele, wen suchst du? Er selbst ist Shabd, Shabd ist unser Guru, und immerfort gibt Er von innen den Ton. Er ist immer bei dir." So können wir ohne Shabd, ohne die harten Bemühungen (in der Meditation mit Hilfe von) Naam nicht nach innen gehen.
"O Seele, du solltest immer zur frühen Morgenstunde – Amrit Vela – aufstehen, und solch harte Bemühungen einsetzen, dass du gewiegt wirst (wie in einer Schaukel) von Sat Lok." Unser Auge kann nicht von jemandem geöffnet werden, der nicht selbst darin aufgegangen ist. Jeder hat seinen eigenen Hintergrund, und es sollte nicht einer dem anderen folgen. Der Meister, die Gotteskraft selbst, löst uns von Maya und verbindet uns mit Seinem Gurubhakti und mit Seinem Gurushakti – der Kraft des Guru. Er erfüllt unser Herz mit Freude und Liebe zu Ihm, so dass wir alle Zeit Frieden verspüren. So wie wir jetzt zum Geburtstag von Baba Sawan Singh hierher kamen, um Liebe und Frieden zu finden.
Es ist alles Sein Schatz. Wem Er es gibt, wer gesegnet wurde, das zu erhalten, in dem kann die Saat von Naam reich erblühen. Der Sarovar – unser innerer Ozean – fließt über. Indem man alle Probleme überwindet, kann man alle Stufen überqueren und die höheren Ebenen erreichen. Das allein sind (wirklich) die (Meister-) Kräfte, die selbst erwacht sind und andere erwecken.
Wenn wir uns über den Körper erheben und diese physische Welt verlassen, liegt alle weitere Arbeit, die Seele nach oben zu bringen, in der Hand des Meisters. Baba Sawan Singh sagte immer: "Setzt euch hin und seht, alles andere ist nicht eure Arbeit. Es ist die Aufgabe des Akal Purush, euch nach innen zu bringen, nicht nur nach Khand und Brahmand. Er kann euch auch die Form des Anami zeigen." Dann sagte Er oft: "Die ganze Kraft von Baba Jaimal Singh ist in mir, und deshalb werde ich niemals zustimmen, dass Seine Lehre abgeändert wird." Das sind Baba Sawan Singhs Worte. Wenn wir (all das) nicht heute tun, wann wollen wir dann damit beginnen? Man kann diese physische Welt und den physischen Körper nicht verlassen, so lange man nicht gelernt hat, sich zu erheben. Wir können nicht mit unserem eigenen Verstand in diesen Pfad eingreifen. Es ist das Naam des Kompetenten, der es mit Seiner Farbe vorbereitet hat.
Sant Kirpal Singh, unser Meister, dem wir begegnet sind, kam in diese Welt und war der Herr dieses Lichts, Er gab uns Bewusstsein und war fähig, uns nach innen zu bringen. Selbst all die kompetenten Meister, die in diese Welt kamen, mussten auch Naam mit Hilfe der fünf (geladenen) Namen erhalten. Auch sie wurden nur vollkommen, indem sie in diese Welt kamen. Wenn Er selbst von Innen, das Tor, zu beiden Welten öffnet, nimmt Er uns auch mit Sich, denn Sein Satsang und die Saat von Naam kamen von Ihm.
Wenn die kompetente Kraft den Schüler vollkommen gemacht und ihn in Hingabe entwickelt hat, geht die Verbindungsschnur des Kompetenten weiter nach innen (und der Schüler hat Zugang zu diesen Bereichen). Damals sagte Baba Sawan Singh: "Das innere Bani (die Stimme Gottes) strömt in mich ein, hört zu! Die Verbindungsschnur zum inneren Schatz, der Schlüssel zum inneren Schatz, liegt im Innern, und ich möchte es euch eröffnen!" Weiter sagte Er: "Ich möchte hier erklären, wer diese Kraft ist, die von Sach Khand, vom Himmel kommt, das möchte ich klarstellen."
All diese Zeichen sind zu sehen, wenn jemand den Körper verlässt. Wenn jemand auf diese Art spricht und man die eine Kraft zusammen mit der anderen sieht, kann man erkennen, dass diese Kraft jetzt den Körper verlassen wird. Danach sagte Er: "Heute möchte ich den Ozean Kirpals öffnen, der für immer grün und frisch sein wird." Er wollte damit sagen, dass niemand sich täuschen solle, die Lehre, die von innen kommt, von Soamiji, der Schatz den Er geöffnet hat, werde nur durch Kirpal wirken. Bevor Er den Körper verließ, sagte er öffentlich, wer der nächste Kompetente sein wird und wer die Arbeit weiterführen wird.
Er selbst konnte Meisters Form in Div Mandal sehen, und (gleichzeitig) war sie auch in dieser Welt. Dann sagte Er: "Die gesamte Lehre von Shiv Dayal Soamiji habe ich in Kirpal, in den Ozean Kirpals, gefüllt." Weiter sagte Er: "Soamiji selbst wird Ihn arbeiten lassen. Er wird unter Seinem Schirm arbeiten, und ich werde all die Arbeit, die ich von meinem Meister erhielt, erfüllen. Er hilft uns in beiden Welten, hier und im Innern."
Baba Sawan Singh spricht in Seiner Lebensgeschichte darüber, dass Er, als Er sah, dass die Meisterkraft, Sant Kirpal Singh, bereits in Khand und Brahmand wirkte, einen seiner Schüler, Pandit Gurudit, anwies, die Lebensgeschichte von Soamiji zu schreiben. Er wollte damit zeigen, was das Leben von Kirpal bedeutet. Dann fragte Baba Sawan Singh Gurudit, ob er die Biographie von Soamiji bereits vollendet hätte, und dieser antwortete: "Ich schreibe sehr schnell." Auf diese Weise vergingen ein, zwei Jahre, und Baba Sawan Singh hatte bereits Seinen Körper verlassen. So fragte dann unser Meister Sant Kirpal Singh Gurudit, ob er die Biographie von Soamiji fertig geschrieben hätte. Er sagte: "Ja, ich schreibe sehr schnell." Da fragte ein anderer: "Was ist das für eine Biographie, die immer noch nicht fertig ist? Kannst du uns nicht wenigstens einen kleinen Teil daraus vorlesen?" Er erwiderte: "Wenn ich Sein Leben aufzeichne, gehe ich nach innen und gehe völlig in den Geschehnissen auf. So brauche ich sehr lange, um sie niederzuschreiben." Am Ende sagte er: "Ich werde ganz vollkommen werden, denn ich schreibe die Lebensgeschichte von Soamiji, und Baba Sawan Singh gab mir diese Aufgabe, damit ich so wie Er ein Beispiel werde. Das wird die Lebensgeschichte sein, die durch mich zu sehen sein wird."
In diesem Sinne sagte auch Sant Kirpal Singh zu jedem, dass wir genauso die Lebensgeschichte unseres Meisters schreiben sollten, das heißt, wir sollten so werden wie Er.
Er war nicht nur Sawan, Er war der König der Könige. Es ist sehr schwierig, etwas über diese Kraft zu erklären. So lange ihr nicht nach innen geht, in Ihm aufgeht, könnt ihr nichts über diese Kraft sagen oder erklären. Für Baba Sawan Singh war es sehr schwierig, etwas über Seinen Meister bekannt zu geben, über die Lehre Seines Meisters zu sprechen, denn Baba Jaimal Singh war sehr, sehr strikt.
Baba Jaimal Singh nannte Hazur Baba Sawan Singh immer "Babuji". Und wenn Baba Sawan Singh sagte, dass die ganze Kraft von Baba Jaimal Singh in Ihm wirkt, dann auch deshalb, weil Baba Jaimal Singh eine genaue Zeiteinteilung für Ihn machte, wann Er meditieren sollte, wann Er essen und wie Er das Essen zu sich nehmen sollte, damit Er diese Nahrung auch allen anderen geben konnte. So lebte Er entsprechend dem Tagesplan, den Baba Jaimal Singh Ihm gab. Es ist uns also nicht möglich, einfach die Lebensgeschichte von jemandem, der kompetent ist, zu erzählen, so lange wir unter dem Einfluss des Gemüts leben.
Baba Sawan Singh sagte nur das, was als innerer Strom in Ihn einströmte. Er wurde zu einem Teil des inneren Schatzes, und diesen füllte Er in Seinen Gurmukh – in Meister (Sant Kirpal Singh). Er war frei von Gemüt und allem, Er war kompetent, und alles, was durch Ihn nach außen floss, war die Kraft von Div Mandal. Immer, wenn Er nach innen ging, sah Er, dass Kirpal bereits vor Ihm da war.
Wenn jemand Baba Sawan Singh eine Frage stellte, antwortete Er oft: "Wenn ihr eine kurze Antwort wollt, könnt ihr sie von mir erhalten, wollt ihr aber eine detaillierte Antwort, dann geht zu Kirpal. Kirpal kennt jedes Einzelteil des Gewehrs, Er weiß, wie man es säubert und wieder zusammen setzt." Wie glücklich kann die Meisterkraft sein, wenn der Schüler so entwickelt ist.
Wenn wir in Meisters Satsang kommen, sollten wir nur zu Seinem Liebenden werden. Wenn wir ein Liebender dieser Welt sein wollen, ist das nicht der richtige Platz für uns. Hier geht es nur um die spirituelle Liebe, darin müssen wir aufgehen. Es ist sehr einfach, weiße Kleider zu tragen und zu zeigen: "Ich bin ein Heiliger!" Aber die Dinge zu erklären, die ein Heiliger in sich hat, ist sehr schwierig – (einen Heiligen äußerlich) nachzuahmen ist leicht. Man kann leicht erreichen, dass man von anderen ein Heiliger genannt wird, aber die Aufgabe eines Heiligen zu erfüllen ist schwierig. Was (einen Heiligen ausmacht,) kann man nicht mit äußeren Mitteln erklären, das liegt nicht in der Hand eines Menschen, denn diese Kraft ist etwas ganz Anderes. Er ist der Lebendige, der Kompetente, und wenn wir in Meisters Satsang kommen, kommen wir, um etwas zu erhalten, und wir sollten (mit unserer Aufmerksamkeit) ausschließlich bei Ihm sein, um etwas zu bekommen. Wenn wir lernen, uns über das Körperbewusstsein zu erheben, wird sich unser inneres Auge öffnen und (alles) ganz klar sein.
Wir alle, Brüder und Schwestern, sitzen heute als Bettler in Meisters Haus, um etwas von Ihm zu erbitten. Wir sind die Schüler von Ihm, der kompetent ist, und Er wird Seine Kinder niemals alleine lassen. Er ist der Kompetente, der hier und im Jenseits für Seine Kinder sorgt. Wir sollten niemals denken, dass unser Meister uns verlassen hätte. Äußerlich gesehen ist Er weit entfernt, aber Er wohnt in unserem Herzen. Aber um Ihn zu erkennen, muss man sehr stark werden und sein Herz sehr stark machen. Sein Haus ist sehr weit oben, und jeder muss lernen, nach innen zu gehen. Wir haben ein sehr gutes Schicksal, Meisters Wissen zu erlangen. Wenn unsere Seele nicht den klaren Weg des höheren Wissens findet, irrt sie in dieser Welt umher. Ohne den Guru verlieren dann die Mauern dieses Palastes, dieses Hauses, ihre Festigkeit. Es ist etwas sehr Hohes, den Darshan des Gurus zu erhalten. Die Augen haben nie genug davon, sie können ihren Durst niemals stillen, so lange sie nicht den Darshan des Gurus erhalten. Mit Meisters Gnade, mit Seiner Hilfe beschreiten wir den Weg, den Er uns vorgegeben hat.
Meister sollte jeden segnen, um uns vollkommen zu machen. Bald kommen der 25. September und der 21. August, und wir fahren (zurück) nach Kirpal Sagar und werden dann diese Tage feiern. Man braucht ein großes Herz, um all das zu ertragen und auch noch darüber zu sprechen, so wie mit Bhaji. Als er das letzte Mal von hier weg fuhr, da sprachen wir auf dem Weg nach Kirpal Sagar über viele Dinge. So wie Baba Sawan Singh einen vollkommenen Gurmukh entwickelte – Sant Kirpal Singh, so gab Bhaji gleicherweise dieser Mission eine sehr schöne und starke Farbe.
Lächelnd und wie im Scherz sprach er oft mit Meister, und konnte so immer ein Versprechen von Meister erhalten. – "Meister, Ihr solltet uns mit Euch nehmen, denn außer Euch gibt es niemanden, der uns mitnehmen kann." Dann bat er Meister: "Ihr solltet uns vier Tage, bevor wir unseren Körper verlassen, Bescheid sagen, damit wir alles vorbereiten und all unsere äußere und spirituelle Arbeit vollenden können." Meisters Worte waren immer sehr tief, sehr machtvoll, Er antwortete: "Wenn ihr tief im Berg grabt, werdet ihr sehen, dass ihr eine solche Kraft erhaltet, die nie enden wird."
Es war immer Bhajis Wunsch, dass ich keinen anderen Namen hören sollte als Meisters Namen. Als Er all diese Liebe sah, gab Meister eine solche Kraft, (Er sagte:) "Ihr braucht nur die Seelen auf den Weg zu bringen, in eine Reihe zu stellen, und die weitere Arbeit, sie alle zurückzubringen, wird Meisters Aufgabe sein." Er sprach sehr hohe Worte: "Bewusstsein wird in die Welt kommen." Meister sagte: "Ihr braucht nirgendwo hinzugehen oder in der Welt umherzuziehen, um die Lehre weiter zu geben. Die, die bewusst sind, werden von selbst zu euch kommen." Heute sehe ich das Ergebnis von Meisters Worten: All die Brüder und Schwestern, die aus den verschiedensten Ländern (hierher) gekommen sind. Ich erhielt die Nachricht von zwei meiner Brüder, die gestern ankamen. Die Sehnsucht, sie zu sehen, war sehr groß, und so sind sie schließlich gestern angekommen und wir haben uns getroffen. (Eigentlich) haben sie keine Zeit, aber der Pfeil der Liebe war sehr tief, sie konnten es nicht ertragen, und so kamen sie schließlich hierher. Sie kamen am 26. und werden am 29. wieder zurückfliegen. Es ist alles Seine Gnade, und durch Seine Gnade sind wir alle hier zusammen.
Noch einmal möchte ich Meisters Worte wiederholen: Das ist das Zentrum von Unity of Man, ein spirituelles Zentrum, und wenn wir in diese Welt kommen, sollten wir nur nach der Spiritualität hungern, nach nichts anderem. Das ist ein Ort der Liebenden der Ergebenen, der Liebenden Gottes, und kein Platz für weltliche Liebende. Ich habe euch allen schon oft gesagt, dass Meister ganz offen im Satsang sagte: "Wenn ihr an den Ort kommt, wo Satsang gehalten wird, um den Satsang zu hören, solltet ihr nicht nur kommen, um zuzuhören, ihr solltet daran Teil haben, ihn mitgestalten." Wenn wir nach Spiritualität hungern, wird Meister ganz sicher die Nahrung geben, die für die Spiritualität notwendig ist. Wenn wir im Satsang sind, sollten wir uns selbst vergessen. Dann sollte einem nicht einmal bewusst sein, wer neben einem sitzt, das heißt, nur Meister und ihr solltet da sein, und kein Dritter sollte dazwischen stehen. Ihr werdet sehen, durch solch eine Atmosphäre gestaltet ihr den Satsang mit. Das waren Meisters Worte.
Heute kann ich fühlen, wie es in Kirpal Sagar ist, der selbstlose Dienst in Seiner Kaaba geht voran. Ich war zwei Monate bei euch und wir haben viel darüber gesprochen, wie wir uns entwickeln sollten, damit wir Meister nah kommen und an Seinem verborgenen Schatz teilhaben.
Jemand fragte Baba Sawan Singh: "Wie kann man die Kompetenz des Meisters erkennen?", und Er antwortete: "Schau dir einfach Kirpal an." Als Baba Sawan Singh dabei war, den Körper zu verlassen, gab es viele Fragen, Antworten und Diskussionen. Da öffnete Er Seine Augen und sagte: "Kirpal, du solltest auch eine Frage stellen." Dann ging Hazur Baba Sawan Singh wieder nach innen, und Er sah, welche Atmosphäre von dieser Welt kam, das heißt, Er schaute, welche Gefühle die Menschen hatten, die dort saßen. Schließlich stellte Meister eine Frage: "Wenn die Seele den Körper verlässt, in welcher Form und auf welcher Stufe hilft der Guru dem Schüler und welches Shabd, welcher Tonstrom, hilft ihr wann?" Viele standen dabei, aber niemand konnte die Antwort geben, denn niemand hatte gelernt, (wirklich) nach innen zu gehen. Baba Sawan Singh war bereits innen und gab wiederum von innen die Antwort: "Kirpal, du solltest deine Frage selbst beantworten." Dann sagte Meister: "Der Guru hilft der Seele in vier Formen. Die erste Form des Meisters beginnt von Kanval, diese Kraft erhebt die Seele von der physischen Welt. Die zweite Form bringt sie bis Para Brahm. Und von Para Brahm aus legt man die äußere Hülle ab und geht nach Sach Khand (dabei hilft die dritte Form des Meisters). Dann bringt uns die letzte Form des Meisters von Sach Khand nach Anami, und diese Form steht immer an der Seite unseres Kopfes, wenn wir den Körper verlassen. Er breitet also ständig einen Schutzschirm über die Seele, so dass Er immer sehen kann, in welchem Zustand die Seele ist." Dann faltete Meister – Sant Kirpal Singh – Seine Hände und sagte zu den anderen: "Ihr solltet Hazurs Zustand sehen." Die Seele leidet nicht, aber der Meister muss wegen der Seele leiden. Es gibt im Innern furchterregende Wege, und es ist sehr schwierig, nach innen zu gehen ohne einen Meister.
Ich möchte also jedem sagen, dass heute ein großer Tag ist, und wir sind als Brüder hier beisammen aus den verschiedensten Ländern. Meister hat ganz sicher das Tor zu Seinem Schatz geöffnet, und wir sollten uns bereit machen, Ihn zu erlangen. Diese spezielle Gnade wird vom 27. Juli bis 25. September andauern. So sollten wir versuchen, an diesen Tagen soviel wie möglich von Meisters Gnade zu erhalten. Am 1. Juni bin ich vom Sangat in Kirpal Sagar weggefahren und hier werde ich am 29. Juli abfahren.
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