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Home Dr Harbhajan Singh Es ist ein wunderbarer Weg zurück zu Gott
Es ist ein wunderbarer Weg zurück zu Gott
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Von Dr. Harbhajan Singh, 30. Mai 1993, St. Gilgen, Austria


Ich bin sehr glücklich, euch alle zu sehen. Dass wir zusammen sind, ist Meisters Gnade. Er brachte uns zusammen, denn uns allen ist es möglich, den Weg nach innen zu finden und wieder in Seiner Mission zusammen zu kommen. Ich denke, wir sollten Meister deshalb sehr dankbar sein. Zusammen zu sein und für Seine Mission zu arbeiten, ist das größte "Thanksgiving", es ist das, wofür wir am meisten dankbar sein sollten. Es gibt so viele Gründe, Ihm zu danken. Er sprach davon, dass Meister uns mit Seiner Arbeit und Seiner Anweisung gesegnet hat – das ist der größte Segen, den Meister jemals den Menschen gab.

Warum legt Meister so großen Wert auf die Anweisung? Sie drückt Seinen Wunsch aus. Er möchte Sein Kind zurück haben in Seinem Schoss. Das ist Sein Wunsch. Denn durch diese Anweisungen sollten wir unsere Verbindung mit Gott erneuern. Nützen wir all diese Tugenden, können wir in unserem Leben viele Verdienste erlangen, missbrauchen wir sie, können wir in unserem Leben viel Schuld anhäufen. Deshalb wurden wir mit Seinen Anweisungen beschenkt. Die Anweisung aller kompetenten Meister trägt die selbe Essenz in sich, sie ändert sich nicht.

Wie wirkt diese Anweisung? Sie ist eine bindende Kraft. Es ist so, wie wenn man etwas zementiert. Mischt man Sand und Wasser, hält es nicht zusammen. Wenn ihr wollt, dass etwas zusammenhält, muss man es zementieren, und dazu braucht ihr Zement. Meisters Anweisung, Meisters Gnade, ist so etwas wie Zement, sie bindet uns fest an Meister. Letzte Nacht haben wir aufgehört, über unser Thema zu sprechen, bevor wir zu den Anweisungen kamen.

Die Gebote von Christus oder anderen Meistern, erinnern uns daran, dass wir in unsere ewige Heimat zurückgehen müssen. Sie rufen es uns wieder neu ins Gedächtnis und bringen uns zurück zur Quelle des Lebens. Und wie müssen wir (die Gebote) umsetzen? Wir wurden als Menschen geboren, wir sehen wie Menschen aus, aber das genügt nicht. Durch die wahre Lebensweise erlangen wir all diese Tugenden und Verdienste im Leben und sollten uns so in der Welt als Mensch beweisen. Das ist Meisters Absicht. Meister möchte, dass sein Kind wie Er ist. In keiner Weise, in keinem Aspekt des Lebens sollte sich das Kind geringer fühlen  als das. Es muss sich ins (wahre) Leben erheben. Meister sollte in seinem Leben in Erscheinung treten, alle sollten Ihn durch das Leben des Kindes sehen. So wie Meister immer sagte: "Ihr seid Meisters wahres Bild, und die anderen sollten den Meister durch euch wahrnehmen. Ihr solltet ein gutes Beispiel für Meister werden."

Diese Anweisungen von Meister sind also das, was sich  Meister am allermeisten für das Kind wünscht. Es ist die Summe, die Essenz Seiner Liebe. Ohne Hingabe, ohne Liebe können wir all diese Gebote nicht halten. Dafür müssen wir Empfänglichkeit und Liebe entwickeln. Was dieses Thema betrifft, lehrten die Meister uns immer wieder, dass es darum geht, eine enge Verbindung zu dieser Kraft zu haben. Kümmert euch nicht darum, was die weltlichen Leute sagen. Denn es gibt Menschen, die die Welt genießen wollen, und um der Welt willen, für ihr Vergnügen, opfern sie den Himmel. Andere gibt es, die in den Himmel kommen wollen, sie sind bereit, die Freuden der Welt dafür zu opfern. Die Liebenden Gottes aber ziehen es vor, sowohl die Welt als auch den Himmel aufzugeben. Sie wollen keines von beiden, denn sie wissen, dass es den Himmel gibt, aber auch einen Schöpfer des Himmels, und sie ziehen es vor, den Schöpfer zu lieben anstatt den Himmel.

Guru Gobind Singh sagt uns: "Wenn ihr lieben wollt, dann kommt mit dem Kopf auf den Händen." Was bedeutet das? Kümmert euch nicht darum, was die Welt über euch sagt. Den Kopf auf der Hand anzubieten, bedeutet: Ihr braucht euch nicht um die Welt zu sorgen, ihr braucht euch nicht darum zu kümmern, was die Welt, die weltlichen Menschen sagen. Dann seid ihr dort (beim Geliebten) willkommen. Was bedeutet das, was ist das für eine Art Liebe? Dort, wo ihr euer Herz gebt, verliert ihr auch den Kopf, und zieht dort umher (ohne eigenen Wunsch). Das bedeutet Selbstübergabe. Sich dem Meister hinzugeben ist ein sehr kurzer Weg.

Einmal wurde Meister von jemandem gefragt: "Meister, wir können nicht meditieren, wir haben so viele Eisen im Feuer, wir haben keine Zeit." Meister sagte: "Gut, wenn du einschläfst, dann denke an Ihn." Der Mann sagte: "Wenn ich einschlafe, fällt es mir sehr schwer, an Ihn zu denken. Ich schlafe sofort ein und vergesse alles." Meister erwiderte: "Denke an Ihn mit deiner Aufmerksamkeit." Wie auch immer, er sagte: "Meister, ich muss sagen, manchmal vergesse ich Euch und denke nicht an Euch. Danach bereue ich es." Meister sagte: "Es liegt an deiner Aufmerksamkeit." Es ist eine Sache der Aufmerksamkeit. Wenn es euch leid tut, dass ihr etwas nicht getan habt, ist das Reue. Die Reue bringt eure Aufmerksamkeit zur Meisterkraft zurück. Schließlich sagte Meister: "Wenn ihr bei einem bewussten Mitarbeiter am göttlichen Plan seid, werdet ihr nicht in dieser Welt bleiben. Eure Flügel werden von dieser Welt losgelöst werden, ihr müsst eure Schwingen erneuern und in das höhere Bewusstsein fliegen." Dabei kommt es darauf an, worauf sich unsere Liebe zur Meisterkraft gründet. Wenn wir Ihn nur lieben, um unsere Wünsche zu erfüllen, wegen weltlicher Angelegenheiten und um dieses oder jenes von dieser Welt zu erlangen – so ist all das keine Liebe. Die weltliche Liebe ist Begierde. Begierde ist Verhaftung, und Verhaftung ist kein Leben. Wir haben es vergessen. Wir lieben Gott, um anderen zu gefallen, um etwas zu erhalten. Das ist keine Liebe. Lasst Liebe von euch ausstrahlen! Das ist Liebe, sie ist gegenseitig. Ihr wisst, jeder Liebende braucht einen Geliebten. Was ist der Wunsch des Liebenden? Er will keinerlei Belohnung in seinem Leben.

Einmal wurde Amir Kusro gefragt, als man ihn zur Hinrichtung zum Galgen brachte: "Welche Garantie hast du von deinem Meister erhalten? Irgendeine Zusicherung, dass du die Erlösung erlangst?" Er sagte: "Nein, ich muss diesen Weg gehen, aber ich habe keinerlei Garantie." Woran liegt das? Es ist die Schwingung des Meisters. Wer Meisters Schwingung erhielt, spricht nicht mit der Zunge. Er sagt: "Gut, ich habe mich der Meisterkraft hingegeben." Ohne Versprechen auf Erlösung, denn es gibt noch etwas Höheres als die Erlösung.

Weltliche Menschen werden zum Hindernis auf dem Weg des Liebenden. Einem anderen Heiligen, Sarmat, wurde einst die Haut abgezogen. Man sagte zu ihm: "Was hast du von Gott dafür bekommen? Ein solch (hartes) Schicksal musst du erleiden, was hat Er dir gegeben?" Er sagte: "Ich weiß nicht, was Er mir gibt, aber ich weiß, was ich Ihm gegeben habe. Ich habe meinen Körper, mein Leben, all die Tugenden, die Er mir gab, meinem Meister zurückgegeben."

Ihr wisst, wenn ihr euch der Meisterkraft hingegeben habt, dann seht (ihr) es so, dass ihr Ihm damit alles übergeben habt. Ihr seid nicht der Körper, nicht das Gemüt, nicht der Intellekt, nicht die Sinne, ihr seid etwas Höheres als all das. Sich dem Meister hinzugeben und alles entsprechend Seinem Wunsch zu tun, das ist die höchste Art der Liebe, sage ich euch. So sagt Kabir: "Seine Ausstrahlung bringt mich über die drei Welten. Ich bin von Freude erfüllt. Bin ich mit Ihm zusammen, bin ich voller Freude,  komme ich zurück in den Körper, fühle ich mich wieder wie in der Hölle."

Ein Liebender weiß, dass er in seinem Leben Stärke und Zufriedenheit braucht, er kennt seine Aufgabe und weiß, was er zu offenbaren hat. Und er offenbart es in aller Stille, ohne großes Aufheben. Was ist wahre Liebe? Die Zunge, der Mund spricht nicht, aber die Tränen fließen aus den Augen. Allein die Tränen sagen uns, wie tief wir mit der Gotteskraft verbunden sind oder diese Verbindung in uns verwirklicht haben. Wie weit leben wir ein reines Leben? Wenn Gift vorhanden ist, versiegen die Tränen. Dann sind wir nicht in der Lage zu weinen. Ihr wisst das alles, ihr kennt das praktische Beispiel verschiedener kompetenter Meister – denn sie lebten danach, sie ließen immer ihr Leben sprechen, und jeder von uns muss ebenfalls sein Leben sprechen lassen. Ihr wisst, wenn Meister jemandem hilft, sein Leben sprechen zu lassen, wird er ganz stumm. Er sagt: "Meister, es ist besser, wenn ich schweige und zurückgehe. Ich will nicht in dieser Welt bleiben, denn jetzt bin ich nicht mehr von dieser Welt. Nicht, dass ich etwas sage und (in den Rückwirkungen) gefangen werde." Davor fürchtet er sich, und so macht er den Mund nicht auf. Er sagt: "O Gott, bring mich dorthin (in die ewige Heimat)." Denn alles, was er schließlich durch die Hingabe, die völlige Selbstübergabe erlangte, sind einzig und allein die Schwingung und Gnade des Meisters, die ihm helfen, alle Hindernisse des Lebens zu überwinden. Er erhebt sich auf die Ebene der Ausgeglichenheit, wo es keinen Tod gibt, nichts, was einen festhält, keine Barriere. Dort ist ewige Glückseligkeit, jenseits der drei Welten.

Die, die sich hingaben und sich an die Anweisung der Meisterkraft hielten, wurden zum bewussten Mitarbeiter am göttlichen Plan, sie wurden zum personifizierten Wort. "Das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns." Das bedeutet, sie wurden von Gott beauftragt, in Seinem Namen zu wirken. Welche Möglichkeiten hatten sie? Sie hatten alle Möglichkeiten, sie hatten das Brot und Wasser des Lebens. Die, die es zu sich nahmen, gingen mit ihnen. Und dann gab es wieder andere, die ihnen folgten, ihnen wurde ebenfalls vergeben, und auch sie wurden zurückgenommen. Das ist ein Weg, mit dem die Gotteskraft uns segnete. "Der Sohn kennt den Vater und derjenige, dem der Sohn es offenbart." Christus sprach immer von Seinem Vater. Manchmal fragten ihn die Leute: "Du sprichst immer von deinem Vater, kannst du uns den Vater einmal zeigen?" Jesus Christus wurde ungehalten und sagte: "Ihr habt so lange Zeit bei mir gelebt und wisst nicht, dass ich und mein Vater eins sind. Wer mich gesehen hat, hat meinen Vater gesehen." Was bedeutet das? Wenn ihr euch entsprechend der Anweisung erhebt, könnt ihr den Vater und das Kind sehen, und dort könnt ihr erkennen, in welchem Zustand ihr seid, aber das könnt ihr nur sehen, wenn ihr euch über die Ebene der Sinne erhebt. Ihr fühlt dann, dass ihr völlig in sie (Vater und Kind) eingebettet seid. So wird diese Verbindung in uns geschaffen.

Ihr wisst, Majnu war ein großer Liebender. Im weltlichen Sinn war seine Liebe sehr rein. Er liebte Laila. Es heißt, dass er anfing, die Füße eines Hundes zu küssen. Die Leute sagten: "O Majnu, du bist verrückt! Von Tag zu Tag wirst du verrückter. Durch diese übertriebene Liebe küsst du jetzt die Füße eines Hundes!" Er sagte: "Nein, was ich mache, ist richtig, denn dieser Hund läuft manchmal durch die Straße meiner Laila. So fühle ich mich in einem gewissen Grad zu diesem Hund hingezogen." Das ist äußerste Liebe, denn wer Gott liebt, liebt auch seine Mitmenschen. Seine Liebe kommt von Herzen und er hat keine Feindschaft gegen  irgendjemanden, denn auf der Ebene der Seele sind wir alle eins. Auf der Ebene des Gemüts sind wir voneinander getrennt.

Die Meister kommen in die Welt und heilen unsere Krankheiten, sowohl die Krankheiten des Gemüts als auch die des Körpers. Denn der Meister weiß, dass Er Sein Kind in dieser Welt zu einem Sinnbild (für ein spirituelles Leben) entwickeln will. Seine Aufgabe ist also sehr groß.

Einmal ging Majnu auch mit den Bettlern mit (zum Palast) von Laila. Laila verteilte immer Essen an die Bettler, sie gab ihnen Almosen. Er wollte einen Blick auf seine Geliebte erhaschen. So nahm er ebenfalls eine Schale in die Hand und setzte sich zu den Bettlern. Sie gab jedem etwas, aber als Majnu an der Reihe war, schnippte sie mit den Fingern und dem Daumen die Schale aus Majnus Hand. Sie zerbrach am Boden. Sofort begann Majnu dort (vor Freude) zu tanzen. Die Leute sagten: "Majnu, du bist verrückt, deine Schale ist zerbrochen und Laila hat dir überhaupt nichts gegeben." Er sagte: "Nein, sie hat mir alles gegeben. Sie lehrte mich: ‚Du musst dieses Gefäß (des Körpers) zerbrechen, du kannst erst dann mit der wahren Liebe und mit mir in Verbindung kommen, wenn du dieses Gefäß zerbrichst.‘"  Es ist der Körper, den wir zerbrechen müssen. Ihn zu zerbrechen bedeutet, vor dem Tod zu sterben, so wie Christus es sagte. Wenn man den Körper ohnehin verlassen muss, warum nicht jetzt? "Lernt zu sterben, damit ihr zu leben beginnen könnt." Das bedeutet, dass einmal sowieso der Tag in eurem Leben kommt, an dem ihr euch vom Körper zurückziehen müsst, warum also nicht jetzt? Das ist das größte Geschenk, das der Meister uns gegeben hat. Der Körper ist ein Laboratorium, ihr könnt jeden Tag darin eure Übungen ausführen. Ihr müsst lernen, wie man den Körper verlässt, ansonsten wird das ein Problem werden.

Es gibt viele Wege, wie Meister uns lehrt. Immer wieder lehrt Er uns auf  verschiedenen Stufen, damit das Kind enger mit Ihm in Verbindung kommt. Er ist in uns. Er ist nicht weit von uns entfernt. Es liegt an unserer Aufmerksamkeit. Wenn unsere Aufmerksamkeit sich nach innen wendet, beginnt sie innen zu wirken, und dann wird unsere Arbeit ganz einfach. Unsere Arbeit wird einfacher, liebevoller, und wir sind dem Ziel näher. Was müssen wir tun? Wir müssen unser Leben vereinfachen, damit unsere Arbeit, die sehr langwierig ist, und unsere Gedanken, die nicht unter unserer Kontrolle sind, ganz einfach werden, damit sie einfach zu handhaben und einfach von der Welt und den weltlichen Angelegenheiten wegzubringen sind. All das sind die höheren Werte des Lebens.

Meister erklärt uns die einfachste, effektivste und wirkungsvollste Methode, um uns zurück in die ewige Heimat zu bringen. Dazu müssen wir wissen, was wir sind, wer wir sind, woher wir kamen, wie wir hierher kamen und was jetzt unsere Aufgabe im menschlichen Leben ist. Es ist eine Sache, die umfassend ist. Ihr braucht keinen Umweg zu machen, ihr müsst euch einfach nur darin vertiefen, und ihr könnt sehen, dass eure Sache in der Hand der Gotteskraft ist. Ihr wisst: Er ist der Retter, Er ist der Gnadenvolle, Er ist der wunderschöne Herr im Innern, denn Seine Schönheit, Seine Herrlichkeit übersteigen all die Welten. Er ist der Erhalter jenseits von dem, was erhalten wird, Er ist der König der Könige. Es gibt keine höhere Kraft. Er ist die höchste Kraft in der ganzen Schöpfung, und mit dieser Kraft stehen wir in Verbindung! Meister sagte: "Christus lebte vor Jesus." Er ist der Meister. Jesus meditierte über Christus. Er erlangte die Christuskraft, die in seinem Pol wirkte. Er war sehr liebevoll, und ihr könnt genauso werden. Ihr könnt eins werden mit eurem Vater. Er kann euch helfen, was das höhere Bewusstsein betrifft, auf dem Weg zurück zum höheren Bewusstsein.
Was brauchen wir dazu? Es heißt: "Indem wir uns (an Ihn) erinnern und immer (an Ihn) denken, werden wir eins mit Ihm." Diese Erinnerung ist der größte und stärkste Faktor im Leben. Ihr werdet zum Abbild von dem, was euch immer im Sinn ist. Wo eure Aufmerksamkeit ist, dort müsst ihr sein. Ist eure Aufmerksamkeit bei der hohen Kraft in uns, werdet ihr sicherlich dort Wohnung nehmen. Wann geschieht dieses sich Erinnern? Immer. Beim Essen, beim Schlafen, während ihr sprecht, ihr müsst euch einfach nur über eure Gedanken erheben. Werden eure Gedanken zu einem Gewahrsein ohne Denken, wird das weder eure Arbeit noch eure körperlichen Aktivitäten stören. Alles, was ihr tut, macht ihr über dem Denken, über der körperlichen Ebene und ihr kommt in den selben Zustand wie Er. Es heißt: Ihr lebt in Seinem Herzen und lasst Ihn in eurem Herzen leben." Dann ist eine beständige Schwingung da. Wenn ihr  an Ihn denkt, denkt Er an euch. Diese beständige Erinnerung ist das größte und wichtigste Gebot aller kompetenten Meister. Diese Erinnerung entsteht nicht ohne Zuneigung, ohne Selbstübergabe, ohne Hingabe, ohne dass man nach den höheren Werten des Lebens lebt. Ansonsten vergessen wir es. Das Leben sollte so sein, dass die Erinnerung (an Ihn) ein beständiger Fluss ist und ihr darin lebt.

Es gibt eine Erzählung von Lord Krishna und seiner Frau. Eines Tages musste Lord Krishna für sechs Monate fort, und Radha war alleine zu Hause. Sie hatte keine Arbeit, und so blieb sie einfach in beständiger Erinnerung an ihren Mann, ihren Herrn. Sie war seine Frau und auch seine Ergebene. Sie wusste, dass er der Herr ist. Ununterbrochen blieb sie sechs Monate lang in dieser Erinnerung. Nach sechs Monaten kam Lord Krishna und klopfte an die Tür. Radha fragte, wer da klopft. Er erwiderte: "Ich bin Lord Krishna." Sie sagte: "Warum bist du jetzt gekommen? Nun wurde ich selbst zu Krishna durch die liebevolle Erinnerung an dich. Ich brauche dich nicht. Du wohnst in mir." Sie zeigte ihrem Herrn ihren inneren Zustand – dass sie eins war mit ihm.

Wir sollten also die Trennung aufs Beste nützen. Jetzt sind wir (physisch von Ihm) getrennt. Selbst zu Meisters Lebzeiten waren viele von uns physisch von Ihm getrennt. Manche haben Ihn nie getroffen, manche trafen Ihn einmal im Jahr, alle zwei Jahre, alle drei Jahre und manche trafen Ihn hie und da. Aber die Trennung entwickelt uns. Die Trennung lässt ein beständiges sich Erinnern in uns entstehen.

Um der Liebe willen, um nach Hause zu gehen, ist diese Erinnerung unbedingt notwendig. Durch die Erinnerung werdet ihr ganz sicher Schwingung erhalten – wenn ihr beständig an diese Kraft denkt, die in uns ist. Nur um im Äußeren vorübergehend glücklich zu sein, geht unsere Aufmerksamkeit manchmal nach außen. Wir hängen uns an das Äußere und wissen nicht, ob es eine gute Rückwirkung hat oder nicht. Liebt ihr aber euer eigenes Selbst – was seid ihr? Ihr seid Gott im Kleinen. Ihr seid der Sohn Gottes. Ihr seid ein Tropfen des Bewusstseins. Ihr seid vom selben Wesen wie euer Vater, und Er ist in uns. Er ist das Leben des Lebens. Er ist der Atem unseres Atems. Er ist uns ganz nah, selbst das Fleisch unseres Körpers ist weit von uns entfernt. Wer ist in dieser Situation unser Retter? Er, der im Körper ist.

Es ist eine lange Geschichte – es heißt, als Draupadi, die Frau der Pandava, von den Kauravas (beim Würfelspiel) gewonnen wurde, wollten sie sie entehren. Sie wurde von den Kauravas mitgenommen, und dann betete sie zu Lord Krishna. Aber Lord Krishna kam nicht. Er kam erst später. Sie machte ihm dann Vorwürfe, warum er nicht gekommen sei, als sie an ihn dachte. Er fragte sie, an wen sie gedacht hätte, und sie erwiderte: "An Krishna, der in einer bestimmten Stadt lebt." Er sagte: "Ja, dann musste ich von diesem Ort herkommen. Aber weißt du denn nicht, dass Er das Leben deines Lebens ist?" Es heißt, dass es Karunamae war (der sie rettete). Wer war Karunamae? Die Kraft, der allmächtige Gott, die strahlende Form des Meisters, der Schöpfer und der Herr der ganzen Schöpfung.Wir haben alle einen Vater, wir sind alle Seine Kinder. Er ist die strahlende Form des Meisters, und Er lebt in jedem von uns. Wie aber können wir mit Ihm in Verbindung kommen? Wir müssen uns nur über die Ebene der Sinne und das Gemüt erheben, und Er wird uns helfen, uns von den drei Welten zurückzuziehen. Seine Aufgabe ist völlig anders als die der anderen Meister. Er ist als Einziger in der Welt, es kommen nie ganze Scharen. Seine Arbeit unterscheidet sich von der der anderen. Er wird euch keine Hoffnung machen, keine Garantien geben, keine Wünsche erfüllen. Aber Er wird versuchen, euch von diesen Dingen loszulösen, denn ihr habt diese Dinge bereits genossen und seid süchtig danach. Meister möchte uns aus diesem Bereich herausbringen. Er sagt: "Nein, das ist alles bedeutungslos. Es ist reine Täuschung. Warum geht ihr wieder an den brennenden Ort zurück?"

Wisst ihr, wie es bei den Schafen ist? Wenn ihr Stall brennt, in dem sie leben, und ihr sie herausbringen wollt, laufen sie lieber wieder dorthin zurück und verbrennen. Sie gehen nicht aus ihrem Unterstand heraus. Genauso ist unser Zustand. Wieder und immer wieder kehren wir zu unseren Verhaftungen zurück. Die Meister kommen und erinnern uns so lange immer wieder an unsere Aufgabe, an die höheren Werte des Lebens, bis wir in unsere ewige Heimat zurückgegangen sind. Aber solche Meister kommen nur, um Liebe hervorzubringen – Liebe im Herzen des Kindes. Das ist ihre Aufgabe, denn diese Welt ist ein Spielfeld der negativen und positiven Kraft. Sie sind die antreibenden Kräfte in der Welt, ihre Bestimmung ist vollständig festgelegt. Sie können die Gesetze, die sie selbst erlassen haben, nicht außer Acht lassen.

Wir müssen also die goldenen Regeln kennen, all die goldenen Regeln, die wiederum mit den Anweisungen in Verbindung stehen. Mit Anweisung ist gemeint: Ihr müsst einen Weg aus der Unwissenheit finden, die ihr in Bezug auf euer eigenes Selbst geschaffen habt. Es ist unsere eigene Unwissenheit, an der und durch die wir die ganze Zeit leiden.  Wisst ihr, so gesehen sind wir in einem Zustand wie jemand, der süchtig ist nach Wein. Sieht er den Wein im schönen Glas, wogt seine Aufmerksamkeit wie die Gezeiten im Ozean. Er sagt: "Ja, ich will ihn trinken." Das ist der Zustand unseres Gemüts, denn wir sind der Diener des Gemüts (geworden). Wir können uns von ihm nicht lösen. Deshalb können wir auch keine bleibende Entscheidung treffen. Was tut der Meister? Er macht es ganz liebevoll. Er weiß, dass die Rückwirkung  vorhanden ist, und derjenige so und so lange zu leben hat. So formt Er die Seele ganz langsam, und bringt sie in die richtige Richtung. Seine Wege sind wunderbar. Wenn Er einmal vergibt, rechnet Er es nicht mehr an. Er wird euch nie verlassen. Wenn jemand Ihn verlässt, sich von Ihm abwendet, versucht Er alles, (damit das Kind sich Ihm wieder zuwendet). Er kann euch eine Strafe schicken, eine Krankheit oder Leid. Ihr könnt von Armut oder Krankheit geschlagen sein und ihr werdet es bereuen, aber niemals verlässt Er das Kind, denn Er weiß, wenn Sein Kind wieder in die Hand der negativen Kraft fällt, wird es in die Hölle gehen. Dort muss es sehr lange bereuen. Er kann alles tun, aber Er wird nicht erlauben, dass Sein Kind wieder in die Herde der negativen Kraft kommt, denn Er liebt das Kind von Herzen. Wenn Er einmal in uns Wohnung nahm, wird Er uns nicht mehr verlassen. "Das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns." Er wohnt in jedem Herzen, Er ist bereits dort, und wer auch nur einen Schimmer erhascht hat, wie Er dort wohnt, wird sicher eins werden mit Ihm. Es ist nur eine Frage der Zeit, sage ich euch. Es ist eine Sache des richtigen Verstehens, wie weit wir in dieser Hinsicht fortgeschritten sind.

All die Lehren, all die Anweisungen segnen uns also mit richtigem Verstehen. Wenn wir den Sinn des menschlichen Lebens auf ganz richtige Weise verstanden haben, dann ist das richtiges Verstehen. Richtiges Verstehen ist nicht so etwas wie ein Wunder. Wir müssen unser Leben auf die ganz richtige Art begreifen. Wir müssen unsere Aufgabe ganz genau verstehen, damit wir sie nicht vergessen. Sie steht uns dann immer vor Augen. Keine Kraft kann uns dann von diesen Tatsachen wegbringen, das sind die positiven Faktoren im menschlichen Leben. Das ist das richtige Verstehen. Ihr könnt einen hundertprozentigen Weg aus dieser Welt heraus finden. Nicht nur ihr könnt dieser Welt entkommen, ihr könnt vielen helfen, aus dieser Welt herauszukommen. Wie geht ihr von dieser Welt? Ihr lauft nicht einfach von hier davon, ihr bewirkt, dass alles andere von eurer Seite weicht. Ihr wisst, dass ihr eine ganz enge Freundschaft habt (mit Ihm), ihr seht, dass dieser Himmel und diese Welt euch zu Füßen liegen, und ihr steht darüber. Ihr seid der Schöpfer, der Sohn des Schöpfers – das werdet ihr dort. Ihr seht, dass ihr und der Schöpfer nicht zwei seid – "Ich und mein Vater sind eins." Das sind sehr machtvolle Worte, denn so möchte uns diese Kraft haben – nicht anders. Kein König möchte, dass sein Kind  Minister wird, er möchte, dass sein Sohn ein König an seiner Stelle wird. Er sollte ihm gleich werden. So müssen wir uns entwickeln, damit wir in diesen Zustand kommen, sage ich euch.

Was sind die Bedingungen? Was müssen wir tun, um diese Voraussetzungen zu erfüllen und alle Faktoren des menschlichen Lebens zu beachten? Wir müssen uns in das höhere Bewusstsein erheben. Wenn ihr die wahre Aufgabe erfüllt – wir haben nur eine wahre Aufgabe: Etwas für unsere Seele zu tun, nicht nur für den Körper, nicht nur für den Verstand und das Gemüt. Nahrung für den Körper nehmen wir täglich zu uns. Das sollten wir auch, wir sollen gutes, nahrhaftes Essen zu uns nehmen. Lesen, Schreiben und viele andere Dinge stehen mit unserem Verstand in Zusammenhang (und sind Nahrung für ihn). Und bei allem, was wir auf der Ebene des Gemüts tun, sind wir mit den Sinnen und den Sinnesorganen in der Welt identifiziert, (und das ist Nahrung für das Gemüt), und es ist für jeden äußerst schwierig, zur Quelle zurückzukommen. Wie wichtig und wie schwierig das ist! Könnt ihr es ohne die Hilfe eines Meisters? Ihr könnt es nicht. Ihr braucht die Hilfe von jemandem. Welche Hilfe? Er weiß einfach in der Praxis Bescheid. Er selbst hat bereits das Mysterium des Todes gelöst und er wird euch von der Kompetenz eures Vaters erzählen. Glaubt ihr der Kompetenz des Meisters, seid ihr auf der selben Linie. Ihr folgt dann diesem Glauben, und es ist kein neuer Glaube, es ist der allerälteste Glaube, alle anderen entstanden daraus. Es ist aber  der einfachste und mächtigste Glaube. Wir müssen uns über die Fesseln erheben, und es gibt sehr viele Fesseln.

Gerade letzte Nacht sprachen wir über den Sinn unseres menschlichen Lebens. Das ist unser Dharma, unsere Religion, unsere wahre Religion. Religion bedeutet unsere wahre Aufgabe. Was sagt uns die Religion? Wir sollten wahre Menschen, gottesfürchtige Menschen werden, wir sollten eins werden mit Gott. Das ist unsere wahre Aufgabe. So ist also die Religion aller ein und dieselbe – der Zweck des menschlichen Lebens. Wir müssen uns ins höhere Bewusstsein erheben, das ist unsere Religion. Wir müssen uns einfach über die Fesseln erheben. Und es gibt nicht nur eine Fessel, es gibt Hunderte. Indem wir einfach mit unserer wahren Lebensaufgabe in Verbindung kommen, dem eigentlichen Sinn unseres menschlichen Lebens, können wir von selbst frei werden, von allen Fesseln.

Zu Meisters Zeit sah ich einmal einen Mann vor Ihm stehen, der eine Frage stellte, die Meister beantwortete. Meister ging wieder, und er stand da wie angewurzelt. Jemand ging dann hin: "O, Meister ist dort hinüber gegangen", er aber bewegte sich nicht, er stand da wie eine Statue, fast zwanzig Minuten lang. Meister sagte: "Gebt ihm ein wenig Wasser zu trinken." Dann kam seine Aufmerksamkeit wieder (nach unten).

Er ist der Herr unserer Aufmerksamkeit. Er bewirkt alles, denn Seine Aufmerksamkeit wirkt in uns allen. Wir aber schenken Seiner Aufmerksamkeit keine Beachtung. Wenn wir zurückschauen und ganz genau nach innen schauen, erkennen wir, dass Er äußerst viel für uns tut. Er beobachtet Tag und Nacht all unsere Handlungen. Warum? Weil Er die Abrechnung machen muss. In Wirklichkeit sagt Er: "Wie ihr sät, so müsst ihr ernten." Wenn dieses Gesetz angewendet wird, können wir nicht frei werden vom Körper, sage ich euch. Es ist Meisters Gnade, die uns hilft, all diese Dinge zu überwinden. Er macht die Abrechnung – und wie? Er  setzt alles auf Null. Meister sagt: "Tut nichts, wofür Meister verantwortlich gemacht wird." Das bedeutet, wenn ihr etwas tut, wofür Meister verantwortlich gemacht wird, werdet ihr in dieser Sache selbst verantwortlich gemacht werden. Handhabt die Dinge so, dass es Meister keine Schwierigkeiten macht. Was keine Schwierigkeiten für Meister schafft, ist von Bedeutung. Wir sollten nichts in unserem Leben tun, wodurch andere Kräfte uns gefangen nehmen können. Das sind einfach die goldenen Regeln.

Ich habe euch einige goldene Lebensregeln erklärt. Geht nie so weit weg, dass es für euch schwierig wird, wieder zurückzukommen. Macht alles so einfach wie möglich, die einfachste Lebensweise: Handhabt alles ganz einfach, macht alles einfach, ohne Zweifel, ohne Dualität, ohne Anderssein, denn das geht Meister zu Herzen. Meisters Herz ist sehr feinfühlig, sage ich euch. Er ist ganz fein und möchte all unser Handeln und Tun vereinfachen. Er möchte uns (zurückhaben), und deshalb gibt Er uns Trost und Unterstützung im Innern, denn unsere Seele ist im Griff des Gemüts sehr hart geworden. Manchmal wollen wir uns nicht entwickeln. Wir sagen: "Nein, es ist noch viel Zeit, wir werden darüber nachdenken. Wir sind zu jung, um all das zu tun." Aber wann wollt ihr es tun? Die Menschen werden  älter und dabei immer unbewusster. Sie verlieren an Bewusstsein. Es ist höchste Zeit, ihr könnt euer Bewusstsein zurückgewinnen. Ihr seid nicht bewusst, ihr müsst euer Bewusstsein, das in euch ist, zurückgewinnen. So lange wir mit der Welt identifiziert sind, wissen wir nichts über unser Bewusstsein. Wenn ihr jetzt zurückkommt, könnt ihr es wiedererlangen. Es ist also höchste Zeit. Es ist immer höchste Zeit, je früher, desto besser. So sollten wir also mit unserer Aufgabe beginnen. Alles Andere ist Nebensache.

Die wichtigste Arbeit ist die Selbstanalyse. Uns selbst zu kennen bedeutet, dass wir all unsere Schwächen kennen. Wir sollten all unsere Schwierigkeiten kennen. Wir sollten wissen, wo wir verloren gegangen sind. Das Herz ist wie ein Spiegel. Wir müssen hineinblicken. Jetzt ist es zerbrochen, verteilt an hundert Orten. Wo immer wir (eine Zusage) geben, lassen wir ein Stück (von unserem Herzen) zurück – "Gut, ich werde wieder kommen, wir werden uns wieder treffen, wir werden diesen Kompromiss machen, wir machen dieses Geschäft," – dieses und jenes. Wir sagen das auf der Ebene des Gemüts, auf der Ebene des Verstandes. Meister sagt: "Macht eine Sache zu einer Zeit."

So zu leben, dass man dabei über die Notwendigkeit hinaus geht, ist eine Sünde – das ist aus den heiligen Schriften. Was ich damit sagen möchte, ist, dass wir unser Leben vereinfachen sollten. Wir sollten genügend Zeit zur Verfügung haben, um über die Schwierigkeiten in unserem Leben nachzudenken, denn aus allem, was ihr jetzt tut, können später Schwierigkeiten für euch entstehen, und das wirft euch dorthin zurück, wo ihr einst begonnen habt. Wie könnt ihr einen Ausweg finden? Meister sagt: "Hört auf damit und macht es ab sofort richtig." Meister wird euch helfen, alle Stücke wieder zusammenzufügen und wieder einen ganzen Spiegel daraus zu machen, in dem ihr euer Spiegelbild sehen könnt. Wenn wir unser Schicksal betrachten - unsere Augen schließen, darüber nachdenken, wer wir sind, was wir sind (sehen wir) dass niemand sich selbst gerecht wird – niemand. Wenn wir je ehrlich zu uns selbst sind, (wird uns das bewusst). Wenn wir nicht ehrlich sind zu uns selbst, wie können wir dann unserem Vater gegenüber ehrlich sein? Das sind die goldenen Regeln, die äußerst wichtigen Regeln für unser Leben – dass wir so werden müssen wie unser Vater im Himmel. "Werdet vollkommen wie euer Vater im Himmel", das sagte Jesus Christus.

Die Vollkommenheit liegt also in eurer Hand, euer Schicksal liegt in eurer Hand. Meister wird euch einfach dabei helfen. Er wird eure Bemühungen vervielfachen. Wenn ihr eine Sache auf positive Art macht, wird Er euch tausendfache Segnungen geben, damit ihr mit allem Weiteren beginnen könnt. Das heißt, der Regen fällt in starken Regenschauern. Nun gut, es ist heiß, ihr braucht den Segen – und Er lässt es regnen, Er lässt (Seinen Segen) auf unsere Seele herabregnen. Dort seht ihr dann, dass alles da ist. Ihr seid entwickelt.

Wir müssen einfach mit einer guten Eigenschaft in unserem Leben beginnen, und Meister wird helfen, es zu vervielfachen. Wisst ihr, was die Meisterkraft tut? Er sieht, dass im Schüler neunundneunzig Prozent Fehler sind, aber Er achtet nur auf das Gute, auf die eine gute Eigenschaft. Mit der beginnt Er, Sein Kind zu qualifizieren. Mit dieser einen guten Eigenschaft wird Er versuchen, den Menschen zu entwickeln. Er wird nie jemanden hassen.
Wie ihr wisst, fiel einmal eine Prostituierte zu den heiligen Füßen von Christus nieder und bat ihn um Verzeihung. Christus nahm sie, umarmte sie und sagte: "Tu es nicht mehr." Simon, der dabei war, sagte: "O, was ist das für eine Kraft, die eine Prostituierte umarmt! Das hätte er nicht tun sollen."  Er sagte: "Simon, schau her, du hast mir zu essen gegeben, einen Ort, um auszuruhen, aber du hast nicht meine Füße gewaschen. Sie aber hat meine Füße mit ihren Tränen gewaschen. So wurde sie gesegnet."

Wir wollen gesegnet werden, wir wollen, dass uns vergeben wird, so sollten wir über unsere Schwächen weinen. Wir sollten unsere Fehler bereuen, das bedeutet, dass wir sie nicht noch einmal machen. Das ist die Anweisung der Meisterkraft. Gemeint ist: Wir sollten darauf achten, was wir getan haben und es nicht wiederholen, und wir sollten das, was wir getan haben, bereuen.

Ihr wisst, im Leben eines Menschen kommt die Zeit, wenn der Stein zu schmelzen beginnt. Was ist das für ein Stein im Innern? Es ist das Gemüt. Das Gemüt besteht aus Materie. Alles kann schmelzen, aber das Gemüt wird nicht schmelzen. Wenn sich aber euer Leben wandelt, beginnt damit auch das Gemüt zu schmelzen. Auch der Stein (des Gemüts) wird schmelzen. Wenn es schmilzt, wird es keine ungünstigen Rückwirkungen mehr in eurem Leben verursachen. Es ist also ein wunderbarer Weg zurück zu Gott, vorausgesetzt, wir leben entsprechend Seiner Anweisung.

Wir müssen unsere Aufrichtigkeit unter Beweis stellen, unsere Hingabe zeigen, wir müssen unser Versprechen erfüllen, das wir gaben, bevor wir in diesen heiligen Körper kamen. Wir hatten bereits vorher eine Verbindung (zu Ihm). Niemand kommt in die Welt ohne diese Verbindung. Diese Verbindung besteht, sie ist immer frisch und erinnert uns beständig an den Sinn unseres menschlichen Lebens – in guten und in schlechten Zeiten. Kabir sagt: "Wir denken an Gott, wenn wir unglücklich sind, dann meditieren wir über Ihn. Wir beten. Nicht aber, wenn wir glücklich sind." Hätten wir es getan, solange wir glücklich waren – Meister sagt: "Ihr solltet Meister dankbar sein, denn Meister gab euch alle Annehmlichkeiten, alles Glück, um in dieser Welt zu leben. Ihr solltet Ihm dankbar sein. Wenn ihr in glücklichen Zeiten dankbar seid, wird das Unglück nie kommen." Meister sagt: "Im Unglück, in einer traurigen Lage, denkt ihr an Ihn, aber ihr habt es nicht gemacht, solange ihr glücklich wart." Dazu sagt Kabir: "Wer wird das Gebet eines solchen Menschen hören?" Das sind Seine Worte, die auch von Seinem Herzen kamen. Ihr könnt harte Worte sprechen, aber was geschieht dann mit euch? Das verursacht bei euch eine große Nervenanspannung. Wenn ihr aber so sprecht, dass es mit der liebevollen Lebensweise übereinstimmt, wird das eure Nerven entspannen. Wenn aber Meister auf solche Art spricht, wenn Er es mit sehr viel Nachdruck sagen muss, was geschieht dann mit Ihm? Er spricht es aus. Er ist das personifizierte Wort. Wenn Er etwas von Herzen sagt, wenn Er Worte wählt, die schwer zu verkraften sind, dann nur aus Liebe. Im Gurbani heißt es: "Wenn der Meister euch etwas sagt, sei es auf die eine oder andere Art, ist es immer ganz in eurem Interesse. Haltet Sein Gebot!"

Seid liebevoll zu Ihm und vergesst nie den Sinn eures menschlichen Lebens, denn nur mit der wirkenden Gotteskraft habt ihr eine solch enge Verbindung. Alle anderen werden euch verlassen. Wenn ihr alle, mit denen ihr verbunden seid, mit zurücknehmen wollt, alles worauf eure Aufmerksamkeit gerichtet ist, wird Meister alle mit euch mit nehmen, denn er wird nie zulassen, dass eure Aufmerksamkeit irgendwo zurückbleibt. Wenn eure Aufmerksamkeit irgendwo hingeht, wenn ihr irgend jemanden liebt, wird Meister denjenigen auch mit sich mitnehmen. Baba Sawan Singh sagte oft: "Er wird selbst für euren Hund und eure Katzen sorgen." Das ist wirklich so, denn Er möchte eure Aufmerksamkeit zurückziehen. Es ist schon sehr lang – ich danke euch.

Der heutige Satsang ist beendet und ich wünsche euch alles, was für immer gut ist für euch. Ich bin glücklich, dass auch ihr für die höhere Sache eures Meisters arbeitet. Es ist der höchste Dienst für den Meister, und indem ihr ihn ausführt, könnt ihr eure Göttlichkeit wiedererlangen. Ich danke euch nochmals.